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Oomph! - "XXV"-Tour - Zeche, Bochum - 09.04.2016

14.05.2016

Veranstaltungsort:


Stadt: Bochum, Deutschland

 

Location: Zeche

Kapazität: ca. 1.000

Stehplätze: Ja

Sitzplätze: Nein

Homepage: http://zeche.net


Einleitung:

 

Gerade eben erst, bespielten die Gothic-Novel-Rocker von „ASP“ noch den RuhrCongress und schon steht das nächste Highlight tief im Westen, tief in Bochum an. Mein heutiges Ziel ist die kultige Zeche, deren Halle zumeist als Disco mit verschiedenen Motto-Partys für diverse Alters- und Szene-Gruppierungen genutzt wird. Nicht selten jedoch, finden hier auch Konzerte diverser Genres statt. Von Pop, Punk und Rock, bis zu diversen Coverbands, suchte auch in jüngster Vergangenheit schon der ein oder andere namhafte Szene-Vertreter wie etwa „Diary Of Dreams“ oder „The Beauty Of Gemina“ die Örtlichkeit auf, um die Fans zu schweißtreibenden Shows zu laden. Für den heutigen Abend haben sich die NDH-Rocker von „Oomph!“ angekündigt, bespielten diese doch auch auf ihren letzten beiden Tourneen exakt die gleiche Location und sie sollten Recht mit ihrer Wahl behalten: „Ausverkauft!“, meldete die offizielle Facebook-Seite der Braunschweiger schon einige Wochen zuvor. Wer die Zeche kennt, weiß, dass dieser Umstand zu einer mittelschweren Katastrophe im Hinblick auf einen guten Platz werden kann, sofern man sich nicht früh genug vor Ort einfindet. Gesagt, getan. Überraschend schnell ist ein zweckmäßiger Parkplatz an einem der Seitenstreifen gefunden und noch schneller der eigene Fundus zusammengesucht, um sofort durchstarten zu können. Rasch vergewissern meine Begleitung und ich uns noch bei einem Einweiser, ob man sein Auto beruhigt und ohne weitere Konsequenzen dort stehen lassen könne. Die eigenen Stellplätze der Zeche Bochum: Zu gering und vor allem restlos überfüllt, keine Chance. Als dieser mit einem gelassenen Schulterzucken unsere Frage bejaht, tun wir es ihm gleich und spurten zügig den kleinen Pfad zum Eingang hinunter. Was sich schon aus der Distanz erkennen lässt: Es wird voll. Sehr voll sogar. Der Einlass hat bereits begonnen, wurde vermutlich aufgrund des hohen Aufkommens vorverlegt, um zu gewährleisten, dass vom Support an jeder alles sehen kann. Ein feiner Schachzug und notwendig, reicht die Schlange doch vom Eingang, bis weit über den angrenzenden Schottenplatz hinweg. Einige betreten die Halle, andere wiederum kommen den Weg hinunter, welchen auch wir gerade eben auch betreten haben. Es scheint nicht weniger zu werden oder gar abzureißen, umso beruhigender daher die Erkenntnis, dass sich wider Erwarten der Einlass alles andere als schleppend präsentiert. Trotz der üblichen Ticket- und Taschenkontrolle, dauert es vom Ende der Schlange an, gerade einmal eine Viertelstunde, bis man ins Innere gelangt. Erleichterung macht sich breit. Die meisten Besucher strömen direkt in den Saal, andere halten sich an der Garderobe, an den verschiedenen Bars oder im sommerlichen Biergarten auf. Nach einer Zigarette in ebendiesem und einem entfernten Blick zum Merch, verschaffe ich mir einen Überblick und entscheide mich zuerst für einen Platz auf der Treppe. Fehlendes Licht und räumlich bedingte Enge machen hier das Stolpern und Fallen nicht schwer und auch die Sicht könnte ein wenig vorteilhafter sein… Man ist ja wählerisch. Auch den Theken haben sich nun überall Leute positioniert, um möglichst viel vom Geschehen mitbekommen zu können. Hinter der Treppe, nahe einem Notausgang gelegen ist noch ein wenig Raum und vor allem Luft, die kleine Sitzgelegenheit in Form einer robusten Ablage, soll später dann als perfekte Erhöhung dienen. Strike! Ein guter Platz und das bei einer ausverkauften Show, das freut sich das Blogger-Herz.
 

„Death Valley High“:

 

Den Slot des angekündigten Special Guest und somit die Aufgabe des Supports, übernehmen auf der ersten Tour-Hälfte die Kalifornier von „Death Valley High“, die weiteren Termine werden die Jungs von der „Unzucht“ begleiten. Ein wenig schade, wie ich finde, doch habe ich die unzüchtigen Hamelner doch immerhin erst kürzlich als Vorband von „Eisbrecher“ erleben können und man soll ja auch immer offen für etwas Neues sein, nicht wahr? Und so erklimme ich in der Dunkelheit die zum persönlichen Podest umfunktionierte Sitzgelegenheit, um mir ein anständiges Bild vom angekündigten US-Export zu machen. Optisch wie eine wilde Mischung aus „Marilyn Manson“, „Lord Of The Lost“ oder „Combichrist“ anmutend, kredenzen die vier bedrohlich geschminkten Herren in den zerschlissenen Kleidern, dem Bochumer Publikum ihre spezielle Mischung aus harten Rock- und Punk-Klängen, gepaart mit den ein oder anderen Elektro- und Core-Einschüben. Was dabei heraus kommt, ist zumeist einfach nur laut und ohne klar erkennbare Struktur in Bühnen-Choreografie, Melodie oder Song-Aufbau. Während Sänger Reyna Osborn zwischen tiefen Tönen und Shooting-Einlagen wechselt, herrscht zwar durch seine Band-Kollegen einiges an Bewegung auf, nicht aber vor der Bühne. Zu undefinierbar und unmelodisch gibt sich die Kreuzung diverser Stile, welche zudem auch noch nicht selten in absolut unverständlichem Sound-Brei endet. Die ersten Reihen schauen interessiert, spenden bestenfalls höflichen Beifall, während man sich an den Instrumenten ordentlich verdingt und redlich bemüht. Nach einer guten halben Stunde räumen „Death Valley High“ das Feld und bedienen sich eines kleinen Tricks, um die Stimmung so kurz vor Beginn weiter nach oben zu treiben. Sie fordern Beifall für den Headlines des Abends und fragen, ob die Fans bereit seien. Sie sind es, wie die lautstarken Zurufe unmissverständlich klar machen. Ein Umbau von etwa zwanzig Minuten ist die Folge, in welchem ich mich für eine weitere, kleine Erkundungstour durch die verdichteten Scharen kämpfe. Was ich nämlich fast nicht bemerkt habe: Mittlerweile ist es ganz schön voll geworden. Sowohl auf den Rängen, als auch im Innenraum. Die aufgeregten Fans stehen bis in die Gänge hinein und ich brauche mich nicht fragen, wie gut diese Plätze wohl sein mögen, stand ich doch vor einigen Jahren selbst unfreiwillig inmitten des Getümmels, wortwörtlich zwischen Tür und Angel also. Um mögliche Fragen zu beantworten, diese Plätze sind alles andere als gut. Wirklich. Fernab von den üblichen Konventionen im Hinblick auf Konzerte, halten sich „Oomph!“ am heutigen Abend nicht an die Standard-Zeit von 21 Uhr, sondern werden aller Wahrscheinlichkeit nach eher beginnen, wie ein fragender Blick auf meine Uhr ob des frühen Umbaus vermuten lässt. Ich beeile mich, zu meinem gesicherten Platz zurückzukommen und habe Mühe, weder andere Besucher anzurempeln, noch die steilen Stufen hinauf- oder noch schlimmer, wieder hinabzufallen. Einigermaßen geschickt gelingt es mir, ohne größere Peinlichkeiten oder Unfälle meinen Platz zu erreichen. Dennoch erweist sich die kürzlich gefällte Entscheidung als gut, denn schon kurz darauf geht es los.

 

„Oomph!“:

Aufgrund des anstehenden Club-Betriebs zu späterer Stunde, erlischen die Lichter an diesem Abend verhältnismäßig zeitig und geben pünktlich zur Prime-Time um 20.15 Uhr die Bühne für die Szene-Pioniere von „Oomph!“ frei. Die Zeche liegt in nahezu undurchdringlichem Dunkel und wird lediglich durch die euphorischen Zurufe und Smartphone-Displays mancher Fans erhellt, welche sich eifrig Richtung Bühne entgegenstrecken. Während sich Schlagzeuger Silvester, Percussionist Patrick „Okusa“ Lange, Bassist Hagen und Neuzugang Keyboarder Felix auf ihre angestammten Positionen begeben, wird die Szenerie langsam in tiefrotes Licht getaucht. Eine bekannte, tief gestimmte Melodie einer Violine, spielt fortan in endlos wirkender Dauerschleife und projiziert mit einem Mal eine bizarr-bedrohliche Atmosphäre in die dichten Reihen des Bochumer Publikums. Unter tosendem Applaus stürmen auch die beiden Gründungsmitglieder und Gitarristen Andreas Crap und Robert Flux die Bretter und heizen die Stimmung mit fordernden Animationen weiter an, bevor auch Frontmann Dero Goi mit zittrigen, maschinellen Bewegungen vor sein Mikrofon tritt, bereit das zahlreich erschienene Auditorium, einem defekten Roboter gleich, in den nächsten zwei Stunden durch das Set zu dirigieren. Dieses wird so gleich von der aktuellen Single-Aaskopplung „Alles Aus Liebe“ eröffnet, wie einige aufgrund der markanten Intro-Melodie schon erahnt haben dürfte, zu welchem im Refrain immer wieder imposante Nebel-Fontänen zur Hallendecke aufsteigen - ein kraftvoller Auftakt nach Maß, wenn auch zu Beginn das Equipment des Sängers für einige Sekunden seinen Dienst verweigert. Bochum bebt schon jetzt und weiß auch im Folgenden lautstark zu überzeugen, als zu den anfänglichen Takten von „Labyrinth“ ein spaßiges „We Will Rock You“-Singalong von den Braunschweigern eingefordert wird. Auch der unverzichtbare Hit „Träumst Du“ und der Brecher „Mein Schatz“, beide vom Erfolgsalbum „Glaube Liebe Tod“, dürfen natürlich nicht fehlen und sorgen in ihren energetischen Live-Interpretationen für mächtig Begeisterung. Das die Propheten der NDH auch die Alt-Fans alles andere als vergessen haben, zeigt sich schon wenig später, als ein wahres Aufgebot an Klassikern aus vergangenen Zeiten aufgefahren wird. Den Anfang macht „Das Weisse Licht“, welches im Refrain für ein wogendes Meer aus Armen sorgt, dicht gefolgt von einem kleinen, aber druckvollen Querschnitt durch die Geschichte der eigenen EBM-Vergangenheit. Dazu lassen Flux und Crap ihre standarisierten Instrumente für einige Zeit beiseite und nehmen stattdessen die Plätze vor zwei zusätzlichen Keyboards ein. So wird das minimalistische, doch ikonische „Mein Herz“ hier lediglich von Elektronik und hartem Drumming getragen, doch macht die rege Beteiligung auf der Bühne durch fast alle Mitglieder, welche hier ihr Multi-Talent an unterschiedlichsten Klangkörpern beweisen, so einiges her und unterstreicht zurecht, warum „Oomph!“ vor ausverkauftem Haus spielen. Und auch das zynische „Der Neue Gott“ wird nicht minder begeistert von den Anhängern angenommen, bei welchem sich Fronter Dero immer wieder einer Trommel bedient und im marschgebenden Rhythmus stetig auf diese eindrischt - schon jetzt Kultstatus! Um auch auf aktuelleres Material zurückzukommen, gibt man mit dem spaßigen „Unzerstörbar“ im Anschluss einen Song vom letzten Album „Des Wahnsinns Fette Beute“ zum Besten, welches nach dem damaligen Release im Kreuzfeuer der Kritik stand. Diese schien allerdings auf der vergangenen Tour schon wieder vergessen und so feiert man ausgelassen miteinander. Ganz anders hingegen das Feedback zum aktuellen Werk „XXV“, auf welchem sich die Mannen wieder den ernsteren Tönen und Themen zuwenden. Eine weitere Kostprobe davon, bekommt das Bochumer Publikum mit dem melancholischen „Als Wärs Das Letzte Mal“, bevor man mit „Wunschkind“ wieder kurz auf Zeitreise geht, nur um wenig später die brandneue Trennungsballade „Jede Reise Hat Ein Ende“ zu intonieren. „Bis Der Spiegel Zerbricht“ schließt sich diesem ruhigen Fahrwasser an, bevor man die aktuelle Jubiläums-Hymne „Jetzt Oder Nie“ anstimmt und so wieder zu härteren Tönen greift oder bei „Niemand“ zum gemeinsamen springen motiviert.


Einen echten Hexenkessel entfachen „Oomph!“ schließlich mit dem brutalen „Mitten Ins Herz“, zu welchem Dero den Innenraum um eine Wall Of Death bittet. Leicht verunsichert und ängstlich, ob möglicher Gewalt-Exzesse in Folge, lichten sich die einzelnen Reihen nur sehr langsam. Doch als sich zumindest ein kleiner Kreis Hartgesottener in der Mitte aufzuspalten scheint, gibt sich die Band zufrieden und entfesselt nochmal alle bisher zurückgehaltenen Kräfte-Reserven. Das sphärische „Unter Diesem Mond“ bestreitet der Frontmann dann nahezu allein und wird lediglich an den Tasten von Felix unterstützt, welcher hier für die zerbrechliche Piano-Melodie auf der Bühne verantwortlich zeichnet, welche nun äußerst passend in eisblauen Tönen erstrahlt. Besonders beeindruckend hier nicht nur die ungemeine Flexibilität, singt Dero nicht ausschließlich nur, sondern bespielt zeitgleich seine Trommel zu Percussion-Zwecken, sondern vor allem auch die unglaubliche Variabilität und Intensität in Stimme und Darbietung. Bei „Auf Kurs“ vom Album „Monster“, komplettieren auch die anderen Mitglieder wieder das Gesamtbild und zelebrieren gemeinsam eine akustische Version, dieser hochemotionalen Nummer. Besonders in den ruhigeren Momenten spielt die Band und jedes einzelne Mitglied seine Stärken also voll aus, überzeugt mit professionellem und vielseitigem Können und der unnachahmlichen Tatsache, dass hier eben nichts vom Band kommt, sondern live gespielt ist. Ein nicht zu unterschätzender Punkt und gemessen am üblichen Standard heutiger Live-Shows, ein ureigenes Gütesigel mit Seltenheitswert. Respekt für diesen Anspruch! Das sozialkritische „Sandmann“, „Gekreuzigt“, sowie das erfolgreiche „Augen Auf!“, bilden dann das Trio Infernale, bevor sich das Septett unter dankbarem Beifall verabschiedet. Natürlich hat das Bochumer Publikum noch lange nicht genug, von seinen lang vermissten Heroen und fordert ohne Unterlass nach einer Zugabe. Selbstverständlich, dass sich die Herren da nicht lange bitten lassen und nur allzu gern wieder ihren Weg zurück auf die Bretter der Zeche finden. Allen voran Dero, welcher mit reichlich Kunstblut im Gesicht, einem Zylinder und passender Mimik, zu „Kleinstadtboy“ ein weiteres Mal den Psychopathen gibt. Das umstrittene „Gott Ist Ein Popstar“ beschließt Zugabe-Block und Set dann, doch haben „Oomph!“ mit einem letzten, kleinen Titel noch eine Überraschung parat. „Dankeschön“ nennt sich das charmante Stück Musik und nach einigen Verbeugungen, verlässt die Formation den vor Begeisterung kochenden Saal. Ein Jubiläum, wie es sein sollte!

  

Erschöpft ob der angestiegenen Temperaturen innerhalb der alten Backsteinmauern und des erhöhten Besucheraufkommens, doch nicht minder zufrieden mit diesem Konzert, verlasse ich die Zeche Bochum über den regulären Weg. Zuvor genehmige ich mir trotz langsam schwindender Erkältung jedoch noch noch ein kühles Bier und schaue am Merchandising-Stand vorbei, an welchem sich der Andrang nun verdichtet hat. Ich lasse meinen Blick schweifen und betrachte die neuen Artikel: Von einigen T-Shirts mit unterschiedlichen Motiven, wie einem großen „XXV“- oder „Labyrinth“-Aufdruck oder stereotypen Totenschädeln und einem Zipper, bis zu einer „Zielscheibe“-Tasse und einigen anderen Kleinigkeiten, ist hier sicher für jeden Fan etwas dabei. Auch „Death Valley High“ haben sich dort eingefunden, geben einige Autogramme und sind vertieft in die Gespräche mit ihren Fans. Wie gut, dass ich meine Jacke in weiser Voraussicht im Auto gelassen habe, denke ich mir und umgehe den lästigen Gang zur gefüllten Garderobe somit. Das hier sonst andere Musik gespielt wird, merke ich sofort und werde durch das mir entgegenstrebende Klientel an den regulären Betrieb erinnert. Ich verabschiede den Türsteher und laufe den Kiesweg zum Parkplatz hinauf, vor mir liegend die Bushaltestelle, an welcher sich nun zahlreich weitere Partygänger jüngeren Semesters befinden, die ein oder andere Flasche im Anschlag. „Sorry Bruder!“, entschuldigt sich einer von ihnen mit betont tiefer Stimme bei mir, als er versehentlich gegen mich rempelt. Schön, dass ich jetzt wieder nach Hause fahre und lustig zugleich, dass offenbar schon die leichtesten aller Mischgetränke bereits ausreichen, um selbst die härtesten aller  selbsternannten Harten, gehörig außer Gefecht zu setzen. „Kein Ding. Ich bin nicht dein Bruder.“ , entgegne ich und beobachte kurzzeitig mit einer Mischung aus Belustigung und leichter Gehässigkeit seinen nervösen Gesichtsausdruck, bevor ich meine Zigarette am Auto angekommen austrete und einsteige. Nicht wenige Autos stehen auf der Straße und warten darauf, endlich ein kleines Stück weiterzukommen. Genug Zeit also, um für mich selbst ein Resümee zum Abend zu ziehen. Sehr gelungen, wie ich finde. Sowohl die großartige Lichtshow, die gut gemischte Setlist, welche von allem etwas und somit einen fantastischen Querschnitt zum Jubiläum bot, als auch die Tatsache, dass wirklich alles live gespielt wurde und nichts vom Band kam und nicht zuletzt eine spielfreudige Band, sorgten von Beginn an für eine tolle Stimmung. Durch die unterschiedlichen Songs, wurde jede Facette des bisherigen Schaffens fein herausgearbeitet und bei alten und neuen Nummern gut in Szene gesetzt, nicht zuletzt durch den klaren Sound, im sonst nicht selten dröhnenden Bau der alten Fabrikhalle. Einziger Wermutstropfen an diesem Abend, war die fragwürdige Beschränkung auf die eher ruhigeren Titel des aktuellen Albums „XXV“. Nicht wenige Anhänger, hätten sicher gerne auch zu Nummern wie dem starken „Dein Retter“, „Fleisch Und Fell“, „Tick Tack“, „Spieler“ oder „Zielscheibe“ gesungen, getanzt und gemeinsam gefeiert. Vielleicht wäre an dieser Stelle ein Song-Voting für die kommenden Shows eine mögliche Alternative? Doch ist das alles natürlich das berühmte „Meckern auf hohem Niveau“, da bis auf eben diese Kleinigkeit wirklich alles stimmte und perfekt lief, ohne dabei aber zu koordiniert und bis aufs Letzte einstudiert zu wirken. Die Braunschweiger bewiesen wieder einmal, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und immer noch für Musik und Bühne brennen. Mit diesen Vorreitern wird auch in Zukunft immer noch rechnen sein, so viel ist schon jetzt sicher. Ein durch und durch toller Abend und ein ebenso erfolgreich zelebrierter Geburtstag, dieser unvergleichlichen Ausnahme-Band im Ruhrgebiet. Danke Bochum, Danke „Oomph!“.

 

Setlist:

 

01. Intro

02. Alles Aus Liebe

03. Labyrinth

04. Träumst Du

05. Mein Schatz

06. Das Weisse Licht

07. Mein Herz

08. Der Neue Gott

09. Unzerstörbar

10. Als Wärs Das Letzte Mal

11. Wunschkind

12. Jede Reise Hat Ein Ende

13. Bis Der Spiegel Zerbricht

14. Jetzt Oder Nie

15. Niemand

16. Mitten Ins Herz

17. Unter Diesem Mond

18. Auf Kurs

19. Sandmann

20. Gekreuzigt

21. Augen Auf!

22. Kleinstadtboy

23. Gott Ist Ein Popstar

24. Dankeschön

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