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Heldmaschine - Interview (2016)

30.11.2016

 

Roggenfaenger: Hallo "Heldmaschine" und vielen lieben Dank für die Möglichkeit eines Interviews. Heute ist es endlich soweit und euer neues und somit viertes Album "Hinmelskörper" kommt in die Regale! Wie fühlt ihr euch jetzt nach dem Release und welche Erwartungen oder Hoffnungen stellt ihr an die Veröffentlichung? Habt ihr eventuell sogar schon Feedback von einigen Fans bekommen und auf diesem Wege ein paar Reaktionen einfangen können?
 

Heldmaschine: Das Feedback seitens der Fans - alter und sehr vieler neuer - ist der Hammer! Wir sind total glücklich, weil bis auf eine Ausnahme auch die Rezensionen für die CD sehr positiv sind und die Leute wirklich enorm gut auf die neuen Songs reagieren; besonders live. Und obwohl die CD gerade mal 2 Wochen alt ist und wir die Stücke ganz frisch live präsentieren, können viele die Texte bereits mitsingen und die Stimmung auf den Konzerten derzeit ist der Hammer. Egal ob auf den eigenen Shows, die wir bisher gespielt haben, oder als Support auf der aktuellen "Megaherz"-Tour!
 

Roggenfaenger: Berichtet den Lesern doch einmal etwas zu den vergangenen Studioarbeiten: Gab es in kreativer und technischer Hinsicht gewisse Änderungen, Unterschiede oder vielleicht sogar Problematiken, im direkten Vergleich zu euren bisherigen Produktionen?
 

Heldmaschine: Es ist insgesamt alles ausgereifter als früher und die Arbeitsabläufe sind klarer als in der Vergangenheit. Wir haben mittlerweile unseren Rhythmus gefunden, was die Studioarbeit angeht und mit unserem Sänger René Anlauff und Produzenten Tom Dams ein wirklich perfekt aufeinander eingespieltes Team am Start. Dieses mal gab es auch noch einen geilen Remix zu unserer Single „Sexschuss“, den Chris Harms und Gared Dirge von "Lord Of The Lost" beigesteuert haben. Der ist wirklich mega fett geworden! Ansonsten gibt es viele neue elektronische Sounds und Elemente auf „Himmelskörper“, und der Sound ist nochmal fetter und druckvoller geworden als bei den Vorgänger-Alben "Lügen" oder

"Propaganda". Auch unser Sänger René hat gesanglich nochmal eine Schippe drauf gelegt und zeigt sich vielseitiger als je zuvor! Von aggressivem Sprechgesang, über Shoutpassagen bis hin zu melancholischem, sehr melodiösem Gesang ist hier alles vertreten.

 

Roggenfaenger: Auf "Himmelskörper" beweist ihr der Musikwelt ein weiteres Mal eindrucksvoll, wie sehr euer Sound seit dem Debüt "Weichen Und Zunder" doch gereift ist. Viele der neuen Songs sprechen nicht nur weiterhin kritische Themen an, auch finden sich zum Teil frische Sounds und überraschende Breaks. Wie seid ihr dieses Mal insgesamt an das neue Konzept herangegangen? Habt ihr viel Neues ausprobiert und was genau wolltet ihr anders machen als zuvor?

 

Heldmaschine: Vielen Dank! René hat textlich sicher eine Menge von dem verarbeitet, was aktuell passiert und uns beschäftigt hat. Musikalisch haben wir viel Neues ausprobiert, es auch einfach mal laufen lassen und Dinge gemacht, die uns Spaß machen. So gibt es zum Beispiel ein episches Gitarren-Solo im Song „Dir Braut, das Meer“, was in dem Genre ja eher untypisch ist oder auch Breakdowns, die man eher im Metalcore findet. Wir wollten musikalisch einfach noch freier agieren und das ist dann dabei heraus gekommen. Rene' hat auch eine Menge neuer elektronischer Elemente ausprobiert und viel an der Sound-Ästhetik getüftelt.

 

Roggenfaenger: In eurem Opener "®" nehmt ihr euch auf schwarzhumorige und durchaus selbstironische Weise den Unkenrufen der Kritiker an, welche euch zu Unrecht immer noch des Plagiats durch eine gewisse Berliner Kultband bezichtigen. Sind die Vorwürfe mittlerweile großteilig verhallt, wie haben sich diese in den Jahren verändert? Wie steht ihr dazu?

 

Heldmaschine: Ganz ehrlich? Es ist uns echt egal mittlerweile. Wir machen unser Ding und nehmen uns dabei einfach nicht allzu ernst (lächelt). Musik soll vor allem Spaß machen und den haben wir. Wenn es dann auch noch anderen gefällt, umso besser! Wir haben eine tolle Fangemeinde und es werden immer mehr! Irgendwas scheinen wir also richtig zu machen... (lacht)

 

Roggenfaenger: In eurer aktuellen Single "Sexschuss" ist unterschwellige Kritik am zunehmender Multimedialisierung zu vernehmen, in eurem Video dazu spielt ihr beispielsweise unwissentlich vor einem rein digitalen Publikum. Wie steht ihr privat zum steten Technik-Fortschritt, jüngst auch zu den VR-Brillen und virtueller Realität? Seht ihr da einer allgegenwärtigen kritischen Entwicklung entgegen oder seid ihr diesbezüglich eher entspannt?

 

Heldmaschine: Das kommt immer auf den jeweiligen Menschen an, würde ich sagen. Die einen können damit umgehen, andere wiederum nicht und für diese sehen wir ganz klar eine potentielle Gefahr in dem Ganzen! Wir selbst haben es natürlich - meistens - im Griff (lächelt).

 

Roggenfaenger: "Das Mass Ist Voll" wie es so schön in einem eurer neuesten Titel heißt. In Bezug auf das aktuelle Weltgeschehen: Was genau bereitet euch ganz besondere Bauchschmerzen, wer oder was sollte sich dringend ändern und wie können wir alle diesem wahrlich chaotischen Treiben bestmöglich entgegenwirken?

 

Heldmaschine: Der steigende Rechtsdruck und die sinkende Bereitschaft, anderen zu helfen machen uns schon Kopfschmerzen. Aus dem Grund haben wir auch vergangenes Jahr mit befreundeten Bands ein großes Benefiz-Festival für die Flüchtlingshilfe veranstaltet, wo insgesamt 36.000 Euro erspielt und dann gespendet werden konnten.

 

Roggenfaenger: Gibt es einen Titel, der euch auf "Himmelskörper" besonders am Herzen liegt und wenn ja, warum?

 

Heldmaschine: Jeder Song auf der „Himmelskörper“ hat seine ganz eigene Botschaft, Stimmung und Aussage. Hier einen einzelnen Favoriten auszuwählen, fällt mir ziemlich schwer.

 

Roggenfaenger: Zum jetzigen Zeitpunkt spielt ihr einige wenige Release-Shows in einem intimen Rahmen, unter anderem im Rockpalast Bochum. Im nächsten Jahr geht es dann auf große Tour. Was schätzt ihr an den kleinen Konzerten und was an denen vor einem breiteren Publikum, vielleicht auch dem auf Festivals? Wo liegen die eurer Meinung nach die markantesten Vorzüge und Nachteile - was ist euch lieber und warum?

 

Heldmaschine: Oh, beides hat seinen Reiz. In kleinen Clubs hat man eine ganz besondere Nähe zum Publikum. Kleine Gesten werden direkter wahrgenommen und man bekommt ein noch unmittelbareres Feedback der Leute. Festivals sind toll, weil man sich einem großen Publikum präsentieren kann, wie zum Beispiel dieses Jahr auf dem Rockharz, Alpenflair oder M'era Luna-Festival. Das war schon umwerfend, vor so vielen Menschen zu performen und die Stimmung war gigantisch!

 

Roggenfaenger: Sowohl die Club-Konzerte, als auch die groß angelegten Shows führen euch regelmäßig ins Ruhrgebiet. Ihr spielt oft in Oberhausen oder Bochum, egal ob mit "Heldmaschine" oder eurem erfolgreichen Tribute-Projekt. Wie steht ihr persönlich zu diesen Städten? Habt ihr in diesen über die Jahre vielleicht besonders positive Erfahrungen in Bezug auf Stimmung und Publikum gemacht? Kurz: Was schätzt ihr am Pott?

 

Heldmaschine: Das kann man so nicht herauspicken und das würde auch anderen Städten, in denen wir spielen, nicht gerecht werden. Natürlich gibt es immer wieder tolle Momente auf Tour und im Pott sind wir sehr, sehr gerne - keine Frage! Unsere beiden Videos zu "Radioaktiv" und dem aktuellen "Sexschuss" sind beispielsweise in Oberhausen gedreht worden und auch die aktuelle Tour führt uns wieder in den Pott. Wir freuen uns immer dort zu sein!

 

Roggenfaenger: Diesen Herbst seid ihr unter anderem mit den Genre-Kollegen von "Erdling" und "Megaherz" auf ausgedehnter "Erdwärts"-Tournee. Wie kam dieser Zusammenschluss zustande und wie werdet ihr auf das deutlich gemischte Publikum eingehen? Vermutlich wird immerhin ein nicht unerheblicher Teil davon ausschließlich für den Mainact anreisen, auch wenn sicher der ein oder andere Vertreter eurer treuen Anhängerschaft anwesend sein dürfte.

 

Heldmaschine: Die Tour mit "Megaherz" und "Erdling" macht sehr großen Spaß und wir verstehen uns wirklich super. Wir kannten aber sowohl "Erdling" als auch "Megaherz" schon vorher und als die Frage im Raum stand, ob wir die Tour spielen möchten, mussten wir nicht mehr lange überlegen... (lacht).  Dass die "Megaherz"-Fans uns dabei so gut aufnehmen, hätten wir wirklich nicht erwartet und wir sind echt platt, was für eine positive Resonanz uns da entgegen kommt. Danke dafür!

 

Roggenfaenger: Stichwort "2017": Anfang nächsten Jahres widmet ihr euch ganz dem jüngst veröffentlichten Album "Himmelskörper", passend dazu führt eure Reise euch quer durch die gesamte Republik. Was dürfen die Besucher dann von euch in Sachen Bühnenshow, Effekten und Setlist erwarten? Habt ihr eventuell sogar einige besondere Überraschungen dafür geplant?

 

Heldmaschine: Die "Heldmaschine" ist immer für eine Überraschung gut und so werden wir uns auch für die kommende "Himmelskörper"-Tour 2017 einiges einfallen lassen - soviel sei verraten.

 

Roggenfaenger: Getreu dem Motto "Die Maschine Spricht", gebührt euch das letzte Wort an den Leser...

 

Heldmaschine: Ein fettes Danke geht an alle da draußen, die uns unterstützen! Wir sind sehr beeindruckt von denen, die zum Teil sehr weite Wege auf sich nehmen, um auf unsere Konzerte zu kommen und unermüdlich die Maschine weitertragen. Ihr seid der Wahnsinn!

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