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Ost+Front - Adrenalin (2018)

20.02.2018

Genre: Rock / Metal / Alternative

 

Release: 16.02.2018

 

Format: CD

 

Anzahl Ton- / Bildträger: 1

 

Label: Out Of Line (rough trade)

 

Spielzeit: 48 Minuten

 

Pressetext:

 

„Am Limit geboren und zu allem bereit...“ - auf ihrem neuen Album gehen OST+FRONT noch weiter an ihre Grenzen, als jemals zuvor. Gemischt und gemastert in den renommierten, schwedischen Fascination Street Studios (u.a. Amon Amarth, At The Gates, Arch Enemy, Kreator, uvm.) präsentiert sich „Adrenalin“ in einem kompakten Sound, der das effektvolle Wechselspiel zwischen melodischem Bombast und erbarmungsloser Härte, zwischen Spaß und Brutalität und zwischen Zerbrechlichkeit und „mitten in die Fresse rein“ perfekt auf den Punkt bringt. Musikalisch und textlich immer wieder Grenzen überschreitend, wildern OST+FRONT in den Extremen der menschlichen Existenz und verpacken die ganze Bandbreite von Geschwindigkeitsrausch, Allmachtsfantasien oder Kopulationsorgien auf der Tanzfläche, bis hin zur stark unterschätzten Erotik der Alters in derbe-zynische Hymnen mit schamlos ausgelebtem Aggressionspotential. Das Dampfhammer-Metal-Fundament mit starken Melodien, das die Berliner Truppe seit jeher ausmacht, wird auf „Adrenalin“ mit jeder Menge musikalischer Extras aufgewertet. Erlaubt ist...? Eigentlich alles! Bierzeltpolka und Ballermann-Techno, die Verschmelzung aus NDW und NDH, klassische Choräle und orchestraler Bombast, Punkrock und klassischer Heavy-Sound sorgen für allerhand Überraschungen und Abwechslung, dienen aber eigentlich allesamt nur dazu, die nächste Breitseite vorzubereiten. Und in „10 Jahre OST+FRONT“ feiern Herrmann und seine Eroberer auch noch schamlos sich selbst und ihre Fans. Warum? Weil sie es können! Auch wenn diese Worte eigentlich fast jeder für sein neues Album bemüht, kommt man nicht umhin, zu sagen: „Adrenalin“ ist das stärkste Ding, das die Berliner bisher ausgebrütet haben!

 

Kritik:

 

"Der Körper bebt, beweist das er lebt


Ich brauch' keinen Frieden, das Blut muss sieden

Den Blick geradeaus, die Gedanken sind klar


Wo bin ich gewesen? Ich bin wieder da!

 

Sei stets gut zu mir, wenn mein stummes Herz wieder lacht


Du, mein Elixier, hast das Feuer neu entfacht"

 

Zunächst möchte ich diese Rezension mit einer kleinen Lehrstunde beginnen: Adrenalin oder auch Epinephrin, abgeleitet aus dem Lateinischen „ad“ für „an“ und „ren“ für „Niere“, ist ein im Nebennierenmark gebildetes Katecholamin, welches ebenso wie Dopamin bei erhöhter Anspannung oder Nervosität im menschlichen Körper ausgeschüttet wird und für einen regelrechten Kräfte- und Euphorieschub sorgen kann, der zu gar überdurchschnittlichen Leistungen führen kann... Im Jahr 2011 eröffneten „Ost+Front“ noch als eine der ersten Bands zu früher Stunde das Méra Luna Festival und zeigten sich so erstmalig der unvorbereiteten Musikwelt. Zu jener Zeit noch mit „Agonoize“-Kopf Chris L. am Mikrofon, erhielt die Formation durch ihr provokantes Auftreten insbesondere aus dem Fan-Lager der härteren Töne bereits ersten Zuspruch. Der verheißungsvolle Grundstein war also gelegt worden, doch das frisch konstruierte Gefüge sollte nicht lange halten: Schon bald danach verkündete der Fronter seinen Ausstieg, wie es weitergehen würde, schien nicht klar. Anstatt das Projekt jedoch nun vorerst auf Eis zu legen, erholten sich die bisherigen Mitglieder schnell von diesem Schlag, sortierten sich intern neu und ließen sich an den fortlaufenden Arbeiten zum geplanten Debüt „Ave Maria“, das nach einer Verschiebung des ursprünglich angesetzten Termins schließlich 2012 erschien, nicht weiter beirren. Insbesondere durch ihr martialisches Auftreten und das maskierte Erscheinungsbild beim Artwork und den fulminanten Live-Shows, erlangte man überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit und machte in der Szene gehörig von sich reden. Auch die kreativen Decknamen, welche die Identitäten von Schlagzeuger Fritz Knacker, Keyboarder Eva Edelweiß, Bassist Wilhelm Rotlauf und der beiden Gitarristen Otto Schmalzmann und Siegfried Helm mysteriös anonymisierten, wussten ebenfalls die Neugier zu schüren. Lediglich die Person hinter Mastermind und Sänger Patrick „Herrmann Ostfront“ Lange, welcher seit Anbeginn für Texte, Musik und Produktion alleinig verantwortlich zeichnet, ist bisher öffentlich bekannt. Die von der stetig wachsenden Fangemeinde sehnlichst herbeigesehnten Nachfolger „Olympia“ und „Ultra“ konnten das hohe Niveau des Erstlings nicht nur halten, sondern sogar noch weiter ausbauen und die allgemeinen Erwartungen regelrecht übertreffen. Doch gab es neben all den berechtigten Erfolgen bei weitem nicht nur Lobeshymnen: Kritische Stimmen wurden mancherorts laut und begannen, mit unreflektierten Vorwürfen das gesellschaftskritische Schaffen der Mannen zu diskutieren. So untersagte etwa der Bürgermeister der Gemeine Windeck einen geplanten Auftritt und unterstellte der Band haltlos gewaltverherrlichende Motive. Aber schlechte Presse ist besser, als gar keine Werbung und so machte man aus der Not eine Tugend. Wie weit man es gar mit einer unangenehm polarisierenden Ader schaffen kann, belegte immerhin schon vor vielen Jahren Deutschlands wohl bekanntester Musik-Export „Rammstein“ eindrucksvoll. Den bösen Zungen und dreisten Plagiatsvorwürfen zum Trotz, bearbeiten „Ost+Front“ das beliebte Genre der Neuen Deutschen Härte also weiterhin mit ungewöhnlicher Direktheit und viel schwarzem Humor. Das zeigt, dass das künstlerisch orientierte Spiel mit dem Morbiden und Kontroversen auch im Hier und Jetzt noch immer gehörig schocken kann und die Menschheit, dem medialen Überfluss zum Dank, zwar scheinbar längst alles gewohnt ist, außer eben gnadenloser Ehrlichkeit. Wie sehr auch das am 16.02.2018 erscheinende, neue Album dazu im Stande sein mag und was es sonst noch aus dem Schmelztiegel menschlicher Abgründigkeiten zu berichten gibt, lest ihr in den nachfolgenden Zeilen...

 

Das neue Album eröffnet direkt mit dem bezeichnenden Titeltrack, welcher sich von Beginn an keinerlei Blöße gibt. Der Name ist hier offensichtlich ganz klar Programm, denn schon ab der ersten Sekunde wird das sinnbildliche Gaspedal ohne Rücksicht auf Verluste nahezu komplett von Null auf Hundert durchgedrückt. Zwingendes Drumming, sägende Gitarrenwände und messerscharfe Elektronik stehen als geballte Einheit zusammen, fahren gemeinsam ihre Krallen aus und stürzen sich erbarmungslos auf den Hörer, der fast schon droht, von dieser gigantischen Übermacht überrollt zu werden. Die folgende Strophe bietet danach eine kleine Pause, in der ruhigen Stimme von Herrmann Ostfront liegt hörbar Gefahr. Nun ergreifen die Riffs erneute Oberhand und münden in einem mitreißenden Refrain, der, konträr zum übrigen Arrangement, sanftmütig und klassisch daherkommt. Doch der kurzzeitig handzahme Eindruck täuscht, denn der nächste „Adrenalin“-Schub ist gewiss nicht mehr weit... „Das Blut muss sieden!“. Das folgende „Heavy Metal“ präsentiert sich hingegen überraschend gegensätzlich und geht tough rockend nach vorne. Allerdings ist hier keine gnadenlos harte Dampfwalze, sondern ein hochgradig melodischer Track zu erwarten, der vor allem dem harmonischen Gesang samt ohrwurmigen Synthieflächen zu verdanken ist. Mehr als bewusst gibt man sich äußerst plakativ, spielt mit den bekannten Klischees der Szene und malt mit augenzwinkernd epischer Attitüde die Bilder einer metallischen Schlacht, wie sie auch direkt dem überzeichneten Cover-Artwork einer gewollt heroischen Metal-Formation entnommen sein könnte. Doch wie bereits gewohnt, verbirgt sich auch hinter dieser vordergründigen Fassade ein zweites Gesicht, dessen erste Züge schon dann erahnt werden können, wenn allein der Titel ins Deutsche übersetzt wird. Auf lyrische Feinfühligkeit oder gar verschleierte Mehrdeutigkeiten darf jetzt nicht mehr gesetzt werden, denn „Disco Bukkake“ wartet mit pechschwarzem Humor, bizarrer Thematik und schrillen Ballermann-Sounds auf. Damit gesellt man sich sogleich in die Riege der direkten Songs, im Stile von „Fiesta De Sexo“ oder „Gang Bang“. Die rohe Machart nimmt kein Blatt vor den Mund und verlacht die teils harmlose (Rück-)Entwicklung der ehemals so berüchtigten NDH merklich. Beabsichtigt stumpfsinnig und herrlich niveaulos, loten die Berliner weiterhin schamlos die Grenzen des guten Geschmacks aus. Ein feucht-fröhlich scheppernder Party-Kracher auf mehrgeschlechtliche Sexpraktiken... „Hasta la vista!“. Technoid flirrende Beats geben sodann die wortwörtliche Marschrichtung vor und wechseln wenig später zu einem gewaltigen Stampfer der Marke „Heimat Erde“. Die Strophe schlägt durch ihre gesangliche Interpretation und den überzogen persiflierenden Akzent eine gekonnte Brücke und assoziiert den wohl meist gehassten Präsidenten gekonnt mit der Schreckensherrschaft eines bekannten deutschen Diktators. Bitterböse zieht man beide Seite ins Lächerliche und übt gleichzeitig scharfzüngige Kritik, um danach wieder mit knallender Percussion grollend loszubrechen. Ein klares, politisches Statement, das in diesen Zeiten umso notwendiger erscheint... Und der Menschenmüll schreit: „U.S.A.“! Sowohl instrumental als auch inhaltlich, birgt „Puppenjunge“ einen gänzlich anderen Ansatz und greift auf die obligatorische Thematik des Kindesentführers und -mörders zurück, der hier nun als monströse Bestie dargestellt wird. Gelegentlich mit symphonischen Elementen angereichert, wird eine von Grund auf bedrohliche Atmosphäre erschaffen. Ein düsteres Märchen mit horroresken Elementen, welchem durch den eingängigen Chorus in schauriger Kinderlied-Manier abschließend die Krone aufgesetzt wird. Nach einem kurzen Interludium peitscht ein wahres Stakkato-Gewitter voran: „Blattzeit“ ist der wohl schnellste Song des gesamten Albums und dazu ein echter Nackenbrecher. Ein treibend wummernder Electro-Beat hetzt so schnell durch die kurze Strophen, wie der Jäger das Freiwild auf weiter Flur zu erhaschen versucht und deckt sich hervorragend mit den Lyrics. Eine durch und durch boshafte Karikatur des eingefahrenen Ehelebens, die da mit heftigen Shouts und aggressiven Screams angereichert gezeichnet wird. Überraschend wilde Tempowechsel münden schließlich in einem entschleunigenden Break. Was für ein Ritt!

 

Das nächste Lied widmet sich einer Problemstellung, welche dieser Tage leider brandaktueller denn je zu sein scheint und spricht damit die große Spanne zwischen „Arm Und Reich“ an. Dabei fokussiert sich der Text weitestgehend auf die Enttarnung der falschen Spiele und hinterhältigen Aussagen selbsternannter Gutmenschen, die von ihrem Luxus aus scheinheilig auf die sozial benachteiligten Schichten herabschauen und mit fadenscheinigen Spenden ihr Gewissen selbstherrlich beruhigen. In musikalischer Hinsicht verlässt man sich auf bewährte Standards und liefert einen überraschungsfreien Up-Tempo mit straighten Riffs, eingestreuten Industrial-Spitzen und simplem Chorus ab, der im Dezember des vergangenen Jahres als passender Vorbote zur Weihnachtszeit gewählt wurde und mit ansehnlichem Performance-Video daherkommt. „Böses Mädchen“ behandelt die althergebrachte Domina und SM-Thematik, bleibt lyrisch eher einfach und unspektakulär. Geschockt wird so natürlich niemand mehr so recht, worauf aber auch gar nicht das Hauptaugenmerk zu liegen scheint. Charmant arbeitet man hier mit augenzwinkernden Wortspielen, einer verspielten Synthie-Melodie und rhythmischem Schlagzeug als Grundlage. Ein Höhepunkt ist dann der mitreißende Refrain, der sofort zum mitsingen animiert. „Dein Sklavenblut wird kochen!“. Mit dem anschließenden „10 Jahre Ost+Front“ gibt es eine punkige Hymne und ein Loblied auf die Fans und vor allem auch sich selbst. In trotzig rauer Manier regieren ausnahmslos harte Gitarren und Drums, musikalisch gehen die Frontler hier weiter in die Richtung von „Bruderherz“ oder „Ost+Front 2008“, was sich mit dem ehemaligen Background einzelner Mitglieder bestens deckt. Gewohnt angriffslustig nimmt sich die Band hier selbst aufs Korn, räumt genauso sehr aber auch mit haltlosen Vorurteilen auf und wischt vor den Ohren der Kritiker den dreckigen Boden damit. Ganz besonders ist der Gesang von Keyboarder Eva Edelweiss in den Strophen hervorzuheben, der mit seiner gegrölten Manier zwar passend gewählt wurde, dafür anfangs aber dennoch etwas gewöhnungsbedürftig erscheint. „Edelweiss“ ist wiederum eines der Stücke, bei denen tief unter der illustren Oberfläche gegraben werden muss. Wieder wird mit Zweideutigkeiten auf Basis historischer Ereignisse gespielt, die beim ersten Durchgang noch nicht ganz klar erscheinen mögen und gerade deswegen zur Recherche anregen. Die seltene Pflanzenart galt einst als Merkmal der verbotenen „Bündischen Jugend“. Der unheilvolle Reigen aus Electro und wechselhaftem Saitenspiel bedient sich damit der Geschichte der sogenannten „Edelweißpiraten“. Eine Bezeichnung von Gestapo-Beamten für auffällige Jugendgruppen, die im deutschen Reich oppositionelle Verhaltensmuster aufzeigten. Der elegische Refrain erfährt gegen Schluss einen finalen Bruch, welcher mit Nachdruck die bloße Verzweiflung der gesuchten Kriegsverweigerer untermauert. Auch einige Bezüge zur Welt der Literatur sind gegeben, als Vorlage diente das klassische Kinderbuch „Der Struwwelpeter“ von Autor Heinrich Hoffmann. Genauer genommen ist es die moralträchtige Geschichte von „Hans Guck In Die Luft“, an welcher man sich in den Strophen lose orientiert. Doch anders als noch im Original, das den Nachwuchs vor Tagträumen warnen soll, wird der Sinngehalt durch einige Änderungen auf Todessehnsucht gemünzt. Die Art des Gesangs trägt maßgeblich zur Tragik bei, die bald in einem schwelgerischen Refrain gipfelt. Wie die Betitelung „Du Gehst Mir Unter Die Haut“ bereits erahnen lässt, geht es um die berühmte Körperkunst der Tätowierungen. Die Sucht nach immer neuen Motiven, die dabei doch so viel mehr ist, als eine kosmetisch aufwertende Verschönerung. Die eigene Haut als Leinwand für die individuellen Geschichten eines jeden Lebens. Ein schönes Bekenntnis frei von jeglicher Provokation, das zeigt, dass diese Band auch mal ganz anders kann, ohne das angestammte Fahrwasser zu verlassen. Ein schwer schleppendes Riff und fiese Synthies erzeugen zum Abschluss nochmals gefährliche Stimmung, die verqueren Einschübe von verzerrtem Gesang und Piano-Elementen sind dabei nur der letzte Schliff. Inhaltlich geht es um den Ödipuskomplex und die krankhafte Anziehung, mehr Liebe zur eigenen Erzeugerin zu empfinden, als normal wäre. „Alte Liebe“ rostet nicht!

 

Tracklist:

 

01. Adrenalin

 

02. Heavy Metal

 

03. Disco Bukkake

 

04. U.S.A.

 

05. Puppenjunge

 

06. Blattzeit

 

07. Arm Und Reich

 

08. Böses Mädchen

 

09. 10 Jahre Ost+Front

 

10. Edelweiss

 

11. Hans Guck In Die Luft

 

12. Du Gehst Mir Unter Die Haut

 

13. Alte Liebe

 

Fazit:

 

Seid ihr bereit für eure ganz eigene Dosis „Adrenalin“? Sehr gut, denn genau diese bekommt ihr mit dem neuen Studioalbum der Berliner Provokateure von „Ost+Front“ gleich in mehrerer Hinsicht geboten! Wie bereits schon aus der Vergangenheit gewohnt, zielt die kontroverse Mannschaft um Mastermind Patrick „Herrmann Ostfront“ Lange, auch hier wieder treffsicher aufs Köpfchen, wie gleichermaßen auch unter die Gürtellinie. Unberechenbar zwischen lyrischer Dichtkunst und platter Polemik schwebend, übt man weiterhin Sozial- und Politkritik, widmet sich psychischen Abgründen und betreibt immer wieder Grenzüberschreitung zwischen bitterbösen Klischees, pechschwarzem Humor und charmanten Querverweisen. So deckt die viel diskutierte Band auch anno 2018 wieder das komplette Spektrum menschlicher Emotionen ab, ohne ihr berüchtigtes Augenzwinkern dabei zu verlieren. Dabei erscheint das Ergebnis um ein Vielfaches runder, als noch auf dem Vorgänger „Ultra“. Die eigene Identität scheint mehr denn je gefunden, was vor allem der Verquickung der auszeichnenden Stärken vorangegangener Werke zu verdanken ist. Sowohl musikalisch als auch inhaltlich, kredenzen „Ost+Front“ ihren Anhängern dieser Tage also eine ausgewogene Mischung diverser typischer und auch untypischer Stilistiken. Nahezu jeder Einzelne der insgesamt dreizehn Titel weiß ganz für sich allein zu überzeugen, fügt sich schlüssig ins Gesamte und ist dabei doch völlig anders. Abwechslung wird auf „Adrenalin“ groß geschrieben, auch wenn der starke Fluss aufgrund einiger gleichförmiger Arrangements gegen Ende leider etwas abflacht. Einige Parallelen zu anderen Genre-Vertretern sind nach wie vor zwar untrüglich und nicht vollends von der Hand zu weisen, dennoch vollbringt es der Sechser, wieder ein ganzes Stück weit aus dem Schatten des übergroßes Vorbilds herauszutreten. Mehr noch: „Ost+Front“ überraschen im Rahmen der musikalischen Gegebenheiten und bringen der Neuen Deutschen Härte exakt die Attribute zurück, welche manch handzahme Kollegen zuletzt oftmals vermissen ließen. Das stärkste Werk seit „Olympia“!

 

Informationen:

 

http://www.ostfront.tv

https://www.facebook.com/ostfrontberlin/

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