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ASP - Interview (2019)

13.02.2019

Roggenfaenger: Hallo lieber Asp! Wie schön, dass ich dich schon so kurze Zeit nach dem vergangenen Release von „zutiefst“ erneut auf dieser Seite begrüßen darf. Und tatsächlich: Obwohl unterdessen bereits schon wieder mehr als ein ganzes Jahr ins Land gezogen ist, liegen sowohl die letzte reguläre Fulltime-Veröffentlichung als auch die zugehörige Tournee gefühlt noch gar nicht allzu lange in der Zeit zurück. Sieht man von den raren Festivalauftritten, wie etwa auf dem Plage Noire oder dem Amphi Festival, einmal ab, gab es mit der Compilation „Voices Of A Stranger“ und einer weiteren „Herumor“-Ausgabe der aufwändig illustrierten „Zwielichtgeschichten“, nämlich „Nie Am Tage“, immerhin gleich zwei Releases –und das, obwohl du nach diesem musikalischen Marathon ja eigentlich vorerst eine etwas längere Pause einlegen wolltest ... Warum hast du dich dann doch dazu entschieden, diese zeitweise durch genannte Projekte zu unterbrechen?

 

Asp: Vielen Dank, dass ich hier wieder zu Wort kommen darf! Echt, ist schon wieder ein Jahr vergangen? Es geht schneller und schneller … Nun, die „Voices Of A Stranger“ war im Verhältnis zu den anderen Dingen ausnahmsweise nicht so ein riesiger Aufwand für mich. Es war unser Labelboss Alex Storm, der dafür richtig rangeklotzt hat, um alles organisiert zu bekommen. Diese Compilation stellte sozusagen die erste Vorahnung zu unserem großen Jubiläum dar. Die meisten Arbeiten an den Zwielichtgeschichten hatte ich auch schon abgeschlossen, bevor der Zeichner, in diesem Fall Timo Würz, sich austoben durfte. Anders verhielt es sich mit dem nunmehr fünften Band der Reihe, „Der treue Troll“, für den ich zuerst den Text geschrieben hatte, dann hat sich der äußerst talentierte Holger Much ans Zeichnen gemacht, und ich habe währenddessen den Song zu Ende komponiert. Danach haben wir ihn im Studio aufgenommen, was ein besonderes Highlight war, denn der Herr Illustrator hat wunderschöne Flötentöne beigesteuert. Aber ich möchte kurz von der Pause sprechen: Diese war im Grunde keine Pause im Sinne von „Ausruhen“, sondern ich musste dringend viel nachdenken, wie es weitergehen wird, habe einige sehr wichtige Business-Entscheidungen treffen müssen, und nebenbei bin ich umgezogen. Das war ebenfalls dringend notwendig und, da an mir ein Sammler und Horter verloren gegangen ist, leider auch nicht ganz einfach.

 

Roggenfaenger: Wie sieht es denn mittlerweile eigentlich mit deinem NZL-Stapel aus, konntest du diesen wenigstens schon ein kleines bisschen abarbeiten, und wie hast du deine „freie Zeit“ ansonsten genutzt?


Asp: Wie eben beschrieben, habe ich die Zeit leider hauptsächlich mit andersartiger Arbeit verbracht, aber dennoch habe ich zumindest einen halben Meter gutgemacht. Mittlerweile habe ich ein NZL-Zimmer, denn es kommen ständig neue Bücher und Comics dazu. Von Musik-Alben wollen wir gar nicht erst anfangen. Ich weiß, die meisten Leute haben keinen Bock mehr, sich die Wohnung mit Musik und Lesestoff zuzustellen, aber für mich gehört das zur Gemütlichkeit dazu. Ein Haus ohne Bücher und Musik ist, wie man so schön sagt, wie ein Körper ohne Seele. Und nein, eine MP3-Sammlung kann das nie ersetzen. Meine Meinung!

 

Roggenfaenger: In einer deiner Ansagen auf der „zutiefst“-Tour hattest du das Publikum nochmals auf eure anstehende Auszeit hingewiesen, es aber gleichzeitig auch gefragt, ob es denn schon von den Plänen fürs kommende Jahr hören wolle, was dieses natürlich mit einem einhelligen „Ja!“ beantwortet hat. Dem sich anschließenden, lautstarken Zuspruch nach zu urteilen, hat eine Konzertreihe zum zehnjährigen Jubiläum von „Zaubererbruder - Der Krabat Liederzyklus“ genau den richtigen Nerv getroffen. Schon damals wart ihr mit dem entsprechenden Werk auf Reisen, allerdings rein unplugged. Dieses Mal habt ihr hingegen ein volles Rock-Set und zudem das komplette Doppel-Album gespielt. Wie kam es zur Entscheidung zu diesem Konzept?


Asp: Hier muss ich höflich, aber leider ganz entschieden widersprechen: Wir waren zuvor nie mit diesem Werk auf Reisen! Die Tour, die vermutlich hier verwechselt wird, müsste 2008 gewesen sein, „Dunkelromantische Herbstabende“, welche in der DVD-Aufzeichnung „Von Zaubererbrüdern … live und unplugged“ gipfelte. Das war etwas völlig anderes und, ehrlich gesagt, viel einfacher als das Vorhaben 2018. Damals war es eher ein gemischter Song-Abend, der zwar viele Stücke vom Zaubererbruder-Album beinhaltete, aber eben nicht alle. Und dafür spielten wir von anderen Alben noch viele Lieder. Zweifelsohne auch ein schönes Programm, aber doch wieder völlig anders, als ein komplettes Doppelalbum live zu performen. 

 

Roggenfaenger: Ist eventuell geplant, etwas in dieser Art auch künftig für ausgewählte Alben eurer bisherigen Diskographie zu arrangieren und falls nicht, warum hast du dich da speziell für die Geschichte um den berühmten Zauberlehrling entschieden?


Asp: Arrangementtechnisch haben wir uns ja ganz nahe am Originalalbum gehalten, das war ja der Anspruch dieser Tour. Zum zehnten Geburtstag des „Krabat-Liederzyklus“ war das eine fabelhafte Sache. Und speziell für diese Jubiläumstour habe ich dann zwei komplett neue Stücke geschrieben, eine zweite Version des originalen Krabat-Songs arrangiert und zudem ein alternatives Ende gedichtet. Bis auf die Zugaben war es eben eine komplette Erzählung am Stück. Ich bin ausgesprochen froh, dass wir dieses Ereignis auf einer neuen Doppel-CD festhalten durften. Ich muss zugeben: Ich bin unfassbar stolz auf das Endergebnis. Was für eine grandiose Live-Scheibe!

 

Roggenfaenger: In seiner ursprünglichsten Form ist „Krabat“ ja eigentlich eine althergebrachte Sage der Sorben, die es in unterschiedlichsten Überlieferungen gibt, welche sich an gewissen Eckpunkten voneinander unterscheiden. Die bekanntesten Versionen jener Geschichte, die zwischen Hoyerswerda und Königswartha in der Oberlausitz spielt und von einem jungen Mann berichtet, der eine Lehrstelle in der berüchtigten Mühle bei Schwarzkollm antritt, stammen von den Schriftstellern Jurij Brězan und natürlich Ottfried Preussler. Im Jahr 1975 erschien mit „Die Schwarze Mühle“ die erste Visualisierung von Celino Bleiweiß, 1977 folgte dann ein sogenannter Lege-Trickfilm von Karel Zeman, und 2008 kam die bis dato kommerziell erfolgreichste Fassung von Marco Kreuzpaintner in die Kinos. Welchen persönlichen Bezug hast du zur Literatur oder auch den Filmen, und was genau hat dich ganz besonders an dieser Erzählung fasziniert, weswegen du damals ausgerechnet auf dieser Basis ein Konzeptalbum schaffen wolltest?

 

Asp: Es gibt sogar noch eine frühere Version der Erzählung, die mir neulich in die Hände gefallen ist. Ein Dresdener Herr namens Kurt Gerlach hat lange vor Otfried Preußler die Sage zu einem Roman gesponnen. Hat auch mich sehr überrascht. Was die visualisierte Version angeht, so ist für mich noch immer DIE Version die Fassung von Karel Zeman. Diese hat mich seit frühester Jugend fasziniert. Den Film von Herrn Kreuzpaintner habe ich bis heute nicht gesehen.

 

Roggenfaenger: Wenn ich mich richtig erinnere, war dir zum Zeitpunkt des Releases sehr daran gelegen, dass das Doppel-Album noch vor dem Film auf den Markt kommt, um den möglichen Vorwurf ausschließen zu können, ihr wäret auf den fahrenden Zug aufgesprungen. Du kanntest jenes Endergebnis während der Aufnahmen also noch gar nicht und hast dich bei deinen Arbeiten demnach allen voran an den beiden genannten Romanvorlagen orientiert, die zu gewissen Anteilen ihren inhaltlichen Einfluss auf das Endergebnis genommen haben, welches die bekannte Storyline ja sogar noch etwas weiter fortsetzt. Wie hast du entschieden, an welchen Schlüsselpunkten des Originals du festhalten möchtest, und wo wolltest du dir hingegen genügend Freiraum lassen?

 

Asp: Ich habe das ganz instinktiv und aus dem Bauch heraus entschieden. Sicherlich hat die Version von Otfried Preußler den größten Einfluss auf die Songtexte und den Plot gehabt, aber dass ich mehr erzählen wollte bzw. mehr tun wollte, als nur eine Vertonung des Textes in Reim und Musik umzusetzen, was an sich schon ein ziemliches Mammutprojekt gewesen wäre, merkte ich doch schnell. Und dann ließ ich erzählerisch „die Raben fliegen“.

 

Roggenfaenger: In deiner ganz eigenen Interpretation von „Krabat“ nimmst du abwechselnd verschiedene Rollen ein und agierst somit in einigen Songs als titelgebender Protagonist, in anderen Momenten dann als teuflischer Müllermeister. Welche Herausforderungen bringt die Vertonung dieser beiden Charaktere speziell mit sich, und mit welcher Figur kannst du dich dabei vielleicht am ehesten warum genau identifizieren?


Asp: Ich kann mich mit beiden ausgesprochen gut identifizieren, dem Bösewicht und dem Helden. Vielleicht fiel es mir auch deswegen nicht schwer, beiden Figuren meine Stimme zu geben. Aber das Wichtigste war: Ich verspürte keinerlei Bedürfnis, dass wirklich sämtliche Rollen von verschiedenen Sängern vorgetragen werden sollten. Gastsänger ja, aber Musical-Style nein.

 

Roggenfaenger: Obwohl eure Hörer mit „Zaubererbruder - Der Krabat-Liederzyklus“ einst ja bereits ein randvolles Paket auf zwei CDs erwartete, hattest du laut eigener Aussage dennoch das Gefühl, noch nicht alles vollständig erzählt zu haben. Die beiden neuen Songs, „Osternacht“ und „Komm und heb dein Grab aus, mein Freund“, wurden auf der aktuellen Tournee nun erstmals einem breiten Publikum live präsentiert. Wie fielen die Reaktionen darauf aus, und auf welche Weise möchtet ihr sie veröffentlichen? Eine erweiterte Neuauflage, wie etwa der „GeistErfahrer“-EP im Jahre 2016, ist jedenfalls nicht geplant, wie unlängst bekanntgegeben wurde.

 

Asp: Richtig: Die Leute sollen das Album weiterhin so genießen, wie sie es kennengelernt haben, das war mir wichtig. Es bleibt unverändert. Wer die vollständige Geschichte hören möchte, wie sie auf der Tour gespielt wurde, dem bietet sich mit dem neuen Doppel-Album die Gelegenheit. „Zaubererbruder – Der Krabat-Liederzyklus live & extended“ heißt das Werk folgerichtig und bietet das ganze Konzert am Stück auf 2 CDs oder 3 Vinyl-LPs. Die kompletten zweieinhalb Stunden! Sound und Performance sind äußerst gelungen, und man kann sehr gut in die Geschichte eintauchen, auch wenn man zwischendrin mal „ein wenig“ Applaus hört. Zudem gibt es – dank der Großzügigkeit der ASP-Fans – die von dir genannten Lieder auch in einer Studioversion als Doppelsingle bzw. Einzeldownloads. Wer möchte, kann sie sich dann an die passende Stelle auf seiner Wiedergabeliste oder „Playlist“ schieben. So etwas geht ja heute leicht.

 

Roggenfaenger: Der Zugabenteil eurer diesjährigen Tournee wird mit einer Lesung von dir eingeläutet, die sich „Ein anderes Ende“ nennt und in welcher ein ungeahnter, alternativer Abschluss geboten wird. Warum war es dir wichtig, dem Publikum noch eine neue Perspektive zu ermöglichen und dem ohnehin schon tragischen Ende so eine weitere Facette zu entlocken? „Fortsetzung folgt“, wie manche Fans schon fleißig spekulieren?


Asp: Von diesen Spekulationen  habe ich gar nichts mitbekommen, wie schade. Aber das andere Ende stellt für mich trotz des intimen Vortrages nur mit der Stimme eher einen deutlichen Schlussakkord der Story dar als eine Möglichkeit der Fortführung. Aber man soll nie nie sagen. Jedoch war mir wichtiger, damit ein Statement zu setzen, welches gerade in der heutigen Zeit so wichtig ist: Die finsteren Mächte sterben nie wirklich. Wenn wir nicht aufpassen, dann können sie jederzeit wieder erstarken. Ausrufezeichen.

 

Roggenfaenger: In Bezug auf eine mögliche oder unmögliche Fortsetzung: Im ASP-Kosmos ist nicht immer alles so, wie es auf den ersten Blick scheint. Du selbst hast auf den Konzerten angemerkt, dass du dich in deinen Zyklen schon immer gern mit „Verwandlungen“ beschäftigt hast. So wird in der kurzen Lesung etwa offengelassen, ob Krabat am Ende die Nachfolge des teuflischen Müllers antritt oder die ganze Zeit über gar selbst der Meister gewesen sein könnte, ohne dass es ihm je  bewusst gewesen wäre. So würden sich gewisse Parallelen zu anderen deiner Erzählungen, wie etwa dem Schmetterlingszyklus, ergeben und eine Brücke zwischen den Erzähl-Universen geschlagen werden. Besteht dahingehend vielleicht eine tiefere Verbindung?

 

Asp: Eigentlich nicht. Außer dass sie von demselben demütigen Menschlein erschaffen wurden, welches sich in seinen Erzählungen entsprechend widerspiegelt. Aber es ist nicht geplant, und ich versuche auch nicht nachträglich, die Welten zu verweben, um den Anschein eines Megametakonzeptes zu erwecken. Gerade Schmetterling und Fremder sind ja schon verwoben und kompliziert genug.

 

Roggenfaenger: Bitte berichtige mich, falls ich damit falsch liegen sollte, aber im vergangenen Jahr haben ASP zum allerersten Mal auf das immer populärer werdende Konzept des sogenannten „Crowdfunding“ zurückgegriffen und somit sowohl die Aufnahme einer neuen Live-DVD als auch die der beiden neuen Songs sehr erfolgreich finanziert, nachdem eine geplante Aufzeichnung der vergangenen „Intimus“-Tournee leider gescheitert ist. Warum habt ihr euch für dieses Modell entschieden, und welche Vor- und vielleicht auch Nachteile siehst du darin? Wenn man das Journal und die Updates zu dieser Kampagne einmal liest, merkt man, dass du ja nicht gerade mit solch einer überbordenden Beteiligung gerechnet hättest, die weit vor Abschluss sogar noch alle Zusatz-Ziele erfüllt hat.

 

Asp: Ich halte Crowdfunding noch nicht für eine Erlösung, sondern nur für eine Zwischenlösung. Solange es noch „in“ ist, bei so einer Aktion mitzumachen, ist es für viele vielleicht eine gute Sache, um zu überleben bzw. überhaupt noch weiter ihre Musik/Kunst/Wasauchimmer weiter produzieren zu dürfen. Ich stehe dem Konzept dennoch skeptisch gegenüber, weil auf diese Weise eine immer kleiner werdende Gruppe dafür sorgt, dass viele andere das so ermöglichte Werk dann einfach ohne Beitrag wegschmarotzen dürfen. Ich finde das unfair den Supporter gegenüber. Deswegen möchte ich so lange wie möglich kein „normales“ ASP-Album durch so einen Mechanismus auf die Beine stellen.
Aber in diesem Fall war es im Grunde eine Fanfinanzierung eines Projektes, das es ansonsten einfach nicht gegeben hätte. Eine Risiko-Minimierung auf unserer Seite. Fast wie eine sehr, sehr langfristige Vorbestellung mit Extras.

 

Roggenfaenger: Als ich am 12.10.2018 die Turbinenhalle betreten habe, musste ich überrascht feststellen, dass die Aufnahmen für die gerade eben angesprochene Live-DVD offensichtlich in Oberhausen stattfinden, auch im Haus Auensee zu Leipzig wurden Kameras gesichtet. Wie verliefen die Planungen dazu im Vorfeld, und wie hast du die entsprechenden Shows wahrgenommen?

 

Asp: Die Planungen im Vorfeld: akribisch. Die Auftritte selbst: wie im Traum!

 

Roggenfaenger: Mit Lisa Pawelke (ehemals „Faun“) und „Subway To Sally“-Frontmann Eric Fish hattest du für „Mein Herz erkennt dich immer“ und „Zaubererbruder“ zwei illustre Duett-Partner an deiner Seite, welche dich auf den jüngsten Konzerten allerdings nicht begleitet haben. Dennoch gab es mit Patty Gurdy, Thomas Zöller und Nikos Mavridis gleich drei Gastmusiker, die entweder neue oder langjährige Weggefährten von dir sind. Auch wenn auf eurer Website entsprechende Kurz-Biografien angegeben sind, möchte ich dich gern darum bitten, einmal zu erzählen, wie du sie kennengelernt hast und was dich mit ihnen verbindet.

 

Asp: Dann beginne ich ausnahmsweise nicht mit der Dame, sondern dem dienstältesten Mitverschwörer, Thomas Zöller. Wir kennen uns schon seit mindestens elf und einem Jahr, und er war immer wieder als Gast bei den ASP-Produktionen zu hören. Er war Teil des kurzlebigen Unplugged-Projektes Asps Von Zaubererbrüdern, welches leider ein Opfer vieler unschöner verketteter Umstände wurde und sich schon nach knapp drei Jahren wieder auflöste. Aber ich wollte nicht ohne ein sogenanntes Acoustic-Folk-Projekt weiterexistieren, und so machte ich dann unter dem Namen Herumor mit den für das frühere Projekt von mir geschaffenen Songs weiter. Im Zuge dieser Arbeiten lernte ich durch meinen neuen Studio-Partner Patrick auch Nikos kennen, der für ihn immer im Studio Geige spielt, wenn eine gebraucht wird. Das klingt auf den ersten Blick etwas unromantisch, aber so war es nicht, denn als ich zum ersten  Mal hörte, wie er spielt, war es um mich geschehen. So einen magischen Klang hatte ich immer gesucht. Was die weibliche Stimme anging, war es wirklich beinahe tragisch. Lisa hatte zwar Lust, aber bedauerlicherweise schon andere Verpflichtungen. Und dann ging das Suchen los. Die Proben rückten näher und näher, und noch immer hatten wir keine Kantorka!  Ich hatte das Suchen satt und klickte beinahe lustlos auf Youtube herum, um mich abzulenken. Und da sah und hörte ich Patty Gurdy zum ersten Mal. Ich hatte wenig Hoffnung, dass sie eine Kandidatin sein könnte, denn all ihre Beiträge waren auf Englisch, und ich fürchtete, sie lebe über dem großen Teich. Aber ich fand heraus, dass sie Deutsche ist und konnte sie am Ende überzeugen, mit uns alten Säcken auf große Abenteuerfahrt zu gehen. Welch‘ glückliche Fügung und was für ein Talent! Diese Besetzung hatte echt alles!

 

Roggenfaenger: Falls du den Lesern noch etwas zum Abschluss des Interviews sagen möchtest, gebührt dir nun selbstverständlich das letzte Wort.

 

Asp: Danke dafür. Wie immer möchte ich mit einem kleinen Appell enden: Hört mehr Alben als nur Songs. Es lohnt sich!

 

Impressionen:

 

Jobst Meese, "Jodocus Obscurus Photography"

 

http://www.jobstmeese.de

 

https://www.facebook.com/Jodocus.Obscurus/

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