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Tüsn - Trendelburg (2019)

22.02.2019

Genre: Indie / Pop / Alternative

 

Release: 08.03.2019

 

Format: CD

 

Anzahl Ton- / Bildträger: 1

 

Label: Tüsn (Soulfood)

 

Spielzeit: 43 Minuten

 

Pressetext:

 

Das Los traf Trendula. Sie führten also Trendula auf das Feld hinaus und ließen sie allein. Da schoß ein greller Blitz vom Himmel herunter und verschlang die Gottlose. Der Blitz hatte zwei tiefe Löcher in den Erdboden gerissen, die noch bis auf diesen Tag zu sehen sind... ...es ist die Trendula, die noch heute keine Ruhe finden kann. 

 

Nordhessen, 15. Jahrhundert: Ein Riese. Mit drei gleichsam hochgewachsenen Töchtern. Eine eser als die andere. Und Trendula war der Überlieferung nach die mieseste überhaupt. Irdisch derart so untragbar soll sie gewesen sein, dass ein richtender Blitz sie erschlagen musste. Als Strafe dafür, dass sie ihre Schwestern zuvor aufs Derbste drangsaliert und ihnen das Leben auf Erden zur Hölle gemacht hatte. Welch schaurige Saga, welch trister Ort: Trendelburg. 

 

Trendelburg, 21. Jahrhundert: Eine Kleinstadt. In Nordhessen und acht Teilen. Dort tri t man heute auf Normal- wüchsige, runde siebzig Einwohner pro Quadratkilometer. Und mit etwas Phantasie sieht man nah der sagen- umwobenen Burg heute noch Spuren des besagten Blitzeinschlags, diese Krater des Daseins oder einfach nur: tiefe, dunkle Löcher. 

 

Welt, hier: Eine Farce. Ausgenommen, aufgebläht und saugend. Das schwere Los des Lost-im-Über uss-Seins. Kaum ein Biest mehr in dir, dafür so viele Biester da draußen. Lauernd, kauernd. Die Konzerne, diese Staaten, dieses Second Life, das keines ist. It’s Finstergram. 

 

TÜSN, jetzt: Eine Band. Und die hat etwas dagegen: Fragen in einem anderen Licht. Denn so scha t man eine Gegenseite, die das Irdische anders erscheinen lässt. Ihr Bandraum ist ein Weltraum. Voller Ecken und Kanten, an denen man sich stößt. Ein Raum für Interpretation, Inszenierung und Irritation. Ein brachialer Riese irgendwie. Mit drei hochgewachsenen Köpfen. Voll von Drang, Druck und Demut. Familie und Liebe, Mord und Totschlag, Heimat und Weltschmerz. Mit TÜSN geht die Sonne auf - nur eben anders. Dafür muss man ihnen blind in den Keller folgen. Ein Umweg, der sich lohnt. Und das Leben meint. Als eine Entscheidung und Leidenschaft, die bewegt, bevor es einschlägt. 

 

Es ist ein Entschluss. Für das Hinterfragen und gegen das Hinnehmen. „Tüsn“ haben etwas gegen das Lost-im-Überfluss-Sein, nämlich: Ecken und Kanten, an denen sich jeder stößt. Ein Raum für Interpretation, Inszenierung und Irritation. Ein brachialer Riese lädt hier in Form seines zweiten Albums ein: „Trendelburg“, dieser Blitzschlag nach der „Schuld“ (2016). Damit sind die Berliner mit nordhessischen Wurzeln aus der Findungsphase, schreiten auf selbstgestampften Wegen voran. Sagenhaft dramatische Populärmusik ist das, immer etwas drüber. Da ist Distanz in jedem Wort, Zweideutigkeit in jeder Wendung. So schaffen sie Nähe und neue Bilder. Und damit geht jede Bleibe zurück auf das Nachdenken über einen Ort derer, die an diesem ihr Zuhause suchen. „Tüsn“ bieten ein Verlies von Fragen. Der Keller von „Trendelburg“ ist randvoll und angerichtet. Ein existentialistisches Pop-Purgatorium, ein erlösender Stich für die digitale Blässe. For Good. Enjoy the Zweifel!

 

Kritik:

 

"An alle Riesen, die Party ist tot!

 

 Willkommen in Trendelburg

 

 Hört das Urteil für euer Versagen

 

 Ihr werdet alle vom Blitz erschlagen!"

 

Ein etwas verquer pluckernder Bass. Recht dezente, aber dennoch bestimmt pochende Beats. Ein forsch marschierender Rhythmus. Die Kulisse ist majestätisch gestreng, irgendwie erfurchtgebietend und trotzdem sonderlich verspielt. Das markante Spiel der tüsn’schen Gegensätze kommt bereits in den ersten Sekunden zum Zuge. Der Stimmung, die zunächst gewohnt schwer einzuschätzen ist, wohnt ein seltsam glamouröser Vibe von überkandidelt gestelztem Barock inne, der gerade dann umso stärker spürbar wird, als Sänger Stefan „Snöt“ Fehling erstmals das Wort ergreift. Herrlich überzeichnet speit er hier Gift und Galle, kündet hämisch immersiv von der widerwärtigen Dekadenz, Größenwahn und Arroganz. Die berühmten Herrscher und Befehlshaber der Historie werden dabei als götzenartige Negativbeispiele ebenso sehr ironisch kokettierend an den verurteilenden Pranger gestellt, wie auch die zunehmend fragwürdige Verschiebung der Werte durch Politik, Religion und Kapital. Die perfekte Inszenierung als rauschende Festlichkeit der selbsternannten High Society, als Sinnbild für egozentrische Demonstration, Machthaberei und den emphatischen Verfall der heutigen Gesellschaft, welche schlussendlich in einem überraschend wütenden Refrain mit aggressiven Shouting-Einlagen implodiert. „Die Party ist tot!“, wird da etwa unmissverständlich skandiert und ein Appell bleibt: „Hört das Schicksal für euer Versagen, ihr werdet alle vom Blitz erschlagen!“... Der Vorhang für neue und längst nicht immer erfreuliche Geschichten aus dem Leben erhebt sich in die Luft. Trommelwirbel für die eisige Realität, bitte. Willkommen in „Trendelburg“! Das folgende „Zweifel“ lässt sich in seiner gesamten Ausgestaltung wohl am ehesten als typischer „Tüsn“-Song kategorisieren, sofern man denn unbedingt eine Schublade öffnen möchte. Die von poetisch eleganten Wortspielen gerahmte Ballade zeichnet sich in all ihrer Tragik durch eine bedächtig sanfte Instrumentierung im verträumt zurückhaltenden Lounge-Electro-Style inklusive dramatisch nachhallendem Echo-Effekt aus. Exakt so konzipiert, dass kurzerhand eine unwahrscheinlich dichte Atmosphäre mit absoluter Sogwirkung greift und den Hörer sogleich auf sein Innerstes besinnt. Auch, wenn es nicht selten schwer fällt: Lass die Bedenken hinter dir und sei stets du selbst, „denn zweifellos kommst du verzweifelt nicht and Ziel“. Jene musikalische Balance hält auch die „Melanchotherapie“ mühelos: Ein charmant retrolastiges Klangspiel wird zum Einstieg erst von behutsam pumpenden Beats abgelöst, um dann in der schön gestalteten Bridge vor dem herzerwärmend tänzelnden Chorus in einem angenehm packenden Drive durch eine hell gestimmte E-Gitarre zu münden. Leichtigkeit und Schwere perfekt vereint! Nimm dir einen kurzen Moment Zeit. Reflektiere dich ausreichend, aber immer mit Bedacht und besinne dich nur auf dich allein. Lass dich treiben, Vergangenes langsam Revue passieren und doch vergangen bleiben. Egal, was konform ist oder der Norm entspricht. Es ist nichts Schlechtes daran, sich von Zeit zu Zeit der wohligen Erinnerung hinzugeben, sondern manchmal schlicht das einzig Richtige, um sich von all dem Ballast und Schmutz alter Tage zu befreien, sich reinzuwaschen und neusortiert zu sich zurückzufinden. Exakt jene Erlebnisse sind es doch, die uns am Ende des Tages zu dem machen, der wir heute sind. Eine Ode an das Innere Heiligtum.

 

Wunderschöne Piano-Weisen, welche die verzweifelt grundierten Lyrics untermauern, lassen ein trostloses Gefühl von Einsamkeit und Verlorenheit aufkommen, bleiben ansonsten jedoch bewusst reduziert. Das Trio entführt uns in die „Kranke Heile Welt“, nunmehr bittere Realität. Erst später setzen flirrende Synthies und markerschütternde Schreie als konträres Sample ein. Ein Wettlauf der verschachtelten Komponenten, die es im Handumdrehen vermögen, das anfänglich balladeske Konstrukt aufzubrechen und in ein wahres Epos zu steigern. Am Ende lässt das abstrakt ausgestaltete Arrangement wissen, dass es manchmal einzig Freundschaft und Liebe sein können, die uns eine erholsame Zuflucht von den äußeren Querelen ermöglichen. Eines ist aber schon längst sicher: „Wir brauchen Therapie für diese kranke Welt!“. Verschroben sperrig und trotzdem ungemein eingängig? Dass sich diese ungleichen Elemente keineswegs gegenseitig ausschließen müssen und ein stimmiges Ergebnis dabei keine Unmöglichkeit ist, beweisen „Tüsn“ hier wieder einmal mit beachtlichem Bravour! Das todtraurige „Scheitern“ bietet stilvoll fließenden Electro im Mid-Tempo, angereichert durch edel arrangierte Streicher und immer wieder von technoid verzerrten Sounds durchsetzt. Die Stimmung engt beängstigend schnell ein, ist bedrückend und tragisch kummervoll. Die einzelnen Zeilen künden vehement von stechendem Herzschmerz und schleichender Entfremdung, die hochmelodische Interpretation erinnert mitunter etwas an „Hurts“. Erst im gefühlvollen Refrain klart sich der Himmel auf und vertreibt die dunklen Wolken für einen kurzen Augenblick... „Schwarzer Lambada“ wird danach hingegen größtenteils von der organischen Seite bestimmt. Der Bass groovt lässig und atmet dunkel angehauchten Indie-Spirit, der sich insbesondere im sonderlichen Dadaismus des Textes äußert. Unkonventionell vertrackt und dennoch ungemein packend, nehmen die Drei hier mitreißend an die Hand, wirbeln den Hörer galant herum und lassen ihn dann verdutzt wieder los, nur um kurz ihn vor dem Abgrund wieder aufzufangen. „Tanz auf ganz dünnem Eis und dann brichst du ein, in dein weißes Nirvana!“. Es ist nicht gerade zu leugnen, dass seit geraumer Zeit ein beachtliches Stück Sozial- und Politkritik mehr und mehr seinen wohlverdienten Weg in die Musik findet, was seinen Ursprung ganz offensichtlich in manch aktueller (Fehl-)Entwicklung und den daraus resultierenden, teils besorgniserregenden Bewegungen hat. Setzten „Tüsn“ sich bisher vornehmlich mit psychologischen Thematiken und sinnsuchenden Fragen auseinander, so beschreiten sie mit ihrer ersten Single „Made In Germany“ erstmals auch jene Pfade. Allerdings ohne den mahnenden Zeigefinger dabei allzu hochzuhalten oder gar spezifisch auf eine Gruppierung zu richten. Die anfangs pluckernd vibrierende Tonleiter verkehrt sich hier unvorhersehbar schnell in druckvoll boxende Beats, hält sich dann ganz kurz zurück und tauscht gegen wild rotierende Synthies ein, die sich nicht scheuen, gehörig mit ihren tonalen Höhen und Tiefen zu spielen, um wenig später eine raue Electro-Breitseite auszufahren. Stelle zuerst dir selbst die Frage: „Bist du stolz?“ und wenn nicht, was kannst du dafür tun? In jedem Fall gilt aber immer: „Bild’ dir deine Meinung!“... Doch bitte nicht mithilfe des einschlägigen, gleichnamigen Printmediums.

 

„Küsn“ spielt, wie der geneigte Fan sofort an der Schreibweise erkennt, augenzwinkernd mit dem Bandnamen und das vollkommen zurecht, denn die signifikante Handschrift der drei Berliner ist abermals unverkennbar. Der angenehm gelöste Up-Tempo lässt all die belastend schweren Sorgen des Alltags jetzt einmal bei Seite und blendet die Realität für einen ganz kurzen Augenblick aus. Mit seinem stimmigen 80er-Flair und nostalgisch fiependem Keyboard-Sound katapultiert die schmissig-ohrwurmige Nummer direkt romantisierend auf die Tanzfläche, bis sie ihre anschmiegsame Seite schlagartig aufbricht und mit sexy anmutiger Disco-Power den catchy Refrain darbietet. Da bleibt abschließend nur die hoffnungsfrohe Frage: „Willst du das auch?“. Wer bitte nicht? Die kreativ erbauliche Ästhetik von „Schlaflose Inkubation“ zeigt sich nicht nur in der philosophischen Grundhaltung des Titels allein, sondern natürlich auch in dessen musikalischer Gestaltung. Diese wird nämlich wieder recht auffällig von der Gitarre bestimmt, zeitweise sickern Klavier-Salvenund zarte Chöre durch, welche eine dezent dunkle, unruhige und leicht unheilvolle Atmosphäre schüren. Es geht um die besondere Zuneigung zweier Menschen, die es vermag, die Zeit stillstehen zu lassen. Als letzte Bastion der Emotionen im hektischem Gewirre unserer Welt, die es zu finden und fortan wahren gilt: „Ich weiß nicht, wer du bist. Leuchte doch einmal für mich!“. Dieser Grundgedanke setzt sich auch bei „Noch Mehr“ fort. Eine zerbrechlich schöne Piano-Ballade, wie sie im Buche steht und den ursprünglich zugrundeliegenden Songwriter-Aspekt des Projekts fein herausarbeitet. So beruht der geschärfte Fokus gerade durch die klangliche Reduktion auf den Textzeilen, die mit gelungen Referenzen daherkommen und in ihrer tiefen Verbundenheit das pochende Lebensgefühl fördern. Doch wären „Tüsn“ wohl nicht sie selbst, wenn sie dem zum Finale nicht noch einen erheblichen, einschneidenden Kontrast entgegensetzen würden. Das Finale „Letzter Tag“ erfüllt diese Aufgabe so erschütternd, dass es umso mehr schmerzt. Der über die letzten Minuten geschöpfte Optimismus beginnt vor diesem Hintergrund harsch zu bröckeln, ja, gar rasant zu brechen und schließlich unter ohrenbetäubendem Getöse in sich zusammenzufallen. Das Ende steht uns kurz bevor und die Naivität beginnt zu bersten, in tausend Teile zu zerspringen. Der letzte Akt beginnt, der Vorhang senkt sich. Der Traum liegt im Sterben und wir mit ihm. Doch was bleibt am Ende, wenn nicht der unerschütterliche Glaube an das Gute, an eine bessere Welt? Und so ist es zuletzt an uns, den Sinn des Lebens aufrechtzuerhalten und den Gedanken daran fortzutragen. Jeden Tag und immerfort.

 

Tracklist:

 

01. Trendelburg

 

02. Zweifel

 

03. Melanchotherapie

 

04. Kranke Heile Welt

 

05. Scheitern

 

06. Schwarzer Lambada

 

07. Made In Germany

 

08. Küsn

 

09. Schlaflose Inkubation

 

10. Noch Mehr

 

11. Letzter Tag

 

Fazit:

 

Was für eine bemerkenswerte Entwicklung: Seitdem das Gespann aus Schlagzeuger Tomas Golabski, Bassist Daniel Kokavecz und Sänger Stefan „Snöt“ Fehling im Jahr 2012 sein ambitioniertes Projekt „Tüsn“ ins Leben gerufen hat, ist wirklich eine ganze Menge passiert. Gab sich das Trio in der äußerst Interesse weckenden Promotion-Phase durch rätselhafte Video-Snippets und ästhetisches Artwork noch zurückhaltend und mysteriös, sollte sich schon bald darauf eröffnen, wohin die Reise eigentlich geht. Mit ihrer innovativen Mischung aus Indie, Rock, Synthie-Pop, sowie poetischen Texten und einer gewissen Note an Extravaganz verblüffte das Trio und schuf sich schnell seine ganz eigene Sparte. „Sagenhaft dramatische Populärmusik“, nennt die Band ihr Tun selbst und trifft den Nagel damit ohne Umschweife auf den Kopf. Das Debüt „Schuld“ fand berechtigterweise schnell Anklang. Auch als Support von namhaften Acts wie „The Airborne Toxic Event“ oder gar „Marilyn Manson“ wusste man sich vor einem teilweise kritischen Publikum selbstbewusst zu behaupten, zahlreiche Festival-Gigs auf dem Olgas Rock, Amphi, Rock im Park und Rock am Ring folgten. Ein enormer Erfolg, für derart junge Künstler. „Wir haben die letzten Wochen und Monate im Keller verbracht und das, was man wohl als die innere Quelle bezeichnet, ausgekundschaftet. Entstanden sind Lieder über die Angst und Zweifel, das Scheitern, die Liebe, den Exzess und die Schwermut.“, äußern sich die Musiker in der Pressemitteilung zu ihrem viel erwarteten Zweitling. In der Tat kein allzu leichtes Unterfangen, an die hohen Erwartungen der stetig wachsenden Fangemeinde anzuknüpfen und sich zeitgleich weiterzuentwickeln. Neues wagen, vielleicht etwas weiter aus dem eigenen Rahmen auszubrechen, um sich nicht unnötig zu reproduzieren, heißt die Devise. Die harte Arbeit soll sich letzten Endes aber mehr als nur gelohnt haben, denn die drei Berliner bieten hier ein derart facettenreiches Potpourri dar, dass es ein wahrer Genuss ist. Begeisterte Hörer von Kollege „Drangsal“ sollten hier ebenso sehr ein Ohr riskieren, wie auch passionierte Szene-Veteranen. Dass das vorliegende Material dabei nicht immer vollends Goth-konform oder gar leichte Kost ist, ist natürlich unansprechbar. Dafür wagen „Tüsn“ sich einfach zu sehr über den Genre-Tellerrand hinaus und wagen zu viel, was gleichsam auch einer ihrer größten Pluspunkte ist. Sie beherrschen das seltene Geschick, schwere Inhalte unvergleichlich geschmeidig und eingängig zu transportieren. Die Balance aus jugendlichem Leichtsinn und das zeitweise notwendige Ausblenden der Realität konstant zu halten, bis über die scharfsinnige Reflexion ebenjener. Das schwere Spiel mit tiefer Melancholie und trauernder Unverständnis, bis hin zur zerstörerischen Wut. Die schwarz angehauchte Ader der „Schuld“ wird zwar nicht lückenlos fortgesetzt, jedoch bleiben die drei Ausnahmemusiker Ihrem Stil weitestgehend treu. Nur lockern sie hier das Korsett befreiend für neue Einflüsse, frische Themen und ungemein bereichernde Sounds, sodass es am Ende noch immer ganz nach „Tüsn“ klingt. Nicht schlechter oder besser, nur eben etwas anders. Und wenn wir einmal ehrlich zu uns sind, ist es doch genau das, was die oftmals triste Musikwelt gerade am nötigsten braucht, oder? Eine zutiefst innovative, großartig gearbeitete, hochgradig kreative und dunkel schillernde Perle der neuen deutschen Popmusik!

 

Informationen:

 

https://tuesn.de

 

https://www.facebook.com/tuesn/

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