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Mono Inc. - Welcome To Hell (2018)

07.07.2018

Genre: Rock / Alternative

 

Release: 27.07.2018

 

Format: CD

 

Anzahl Ton- / Bildträger: 1

 

Label: Nocut (SPV)

 

Spielzeit: 49 Minuten

 

Pressetext:

 

Ratten, überall Ratten. Der schwarze Tod kommt nach Hamburg. Gnadenlos und über alle Stände erhaben brachte die Pest Leid, Tod und Verderben. Doch auch Hoffnung inmitten der Hoffnungslosigkeit, Widerstand unter den Machtlosen und unzählige Heldengeschichten brachte diese Zeit hervor. Der perfekte Nährboden für ein MONO INC.-Album, das seinesgleichen sucht, doch in dieser Form noch nicht existierte. Welcome To Hell tauften die 4 Hamburger ihr 10tes Werk, welches als Konzeptalbum mit Setting in der sehr dunklen Zeit des Mittelalters im 2-CD-Gewand daherkommt. Auf der ersten CD walzen MONO INC. in ihrer stilistisch einmaligen Dark-Rock-Manier alles weg, was sich ihnen in den Weg stellt. Nicht aber, ohne dabei ein Gefühlschaos anzurichten, dass von Erleichterung und Bestärkung bis hin zu Trauer, Ausweglosigkeit und Angst einfach jedem Hörer einen wohligen Schauer über den Rücken laufen lässt. Durchzogen von mittelalterlichen Elementen wird man von MONO INC. in die Zeit der Pest versetzt, spürt die Verzweiflung, die sich in den Köpfen der Menschen damals einnistete und kommt trotzdem nicht umhin, sich an den Geschichten der Songs zu laben und immer und immer wieder auf Replay zu drücken. Die zweite CD vielsagend und doch geheimnisvoll Welcome To Heaven getauft verzaubert das geneigte Ohr durch eine wunderschöne und ruhige Instrumentierung. Die Songs der ersten CD werden hier im Stile eines Kammerorchesters neu interpretiert und die Kombination aus Klavier, Streichern und der einmaligen Stimme Martin Englers vermag es, ein völlig neues, intensives Gefühl für die Songs zu vermitteln. Im Gegensatz zu den Rocksongs der ersten CD vertieft man sich hier in die träumerische Poesie der Songs, welche die dichterische Schönheit von Unglück, Trauer und auch das Gefühl von Freiheit auf eine Weise darstellen kann, die man sich vorher nicht hätte ausdenken können. MONO INC. machen mit dieser Platte klar, dass sie nirgendwo anders genannt werden können als an der Spitze des Dark-Rock-Genres und die Erfolge der vorangegangenen Alben noch längst nicht die letzten waren.

 

Kritik:

 

„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ - dieser schöne Spruch gilt nicht nur für jeden Urlauber in der kommenden Sommerzeit, sondern in diesem ganz speziellen Fall auch für die Band „Mono Inc.“. Für zukünftige Vorhaben inspirieren und erden, soll das Wandeln abseits der ausgetretenen Touristenpfade vor allen Dingen, wie Sänger Martin Engler selbst anmerkt. So erkundete Bassist Manuel Antoni etwa die Favelas von Rio de Janeiro, während sich Gitarrist Carl Fornia als Bildungspate für afrikanische Mädchen engagiere, Schlagzeugerin Katha Mia sich gegen den Plastikmüll in den Weltmeeren stellte oder der Frontmann versuchte, zahlreichen Flutopfern in Thailand eine neue Lebensperspektive zu ermöglichen. Aber, Moment einmal... Wollten die erfolgreichen Hanseaten nicht eigentlich erstmal eine ausgedehnte Pause einlegen? Allzu viel Zeit ist nämlich noch gar nicht ins Land gezogen, seitdem im vergangenen Jahr das vorerst letzte Studioalbum „Together Till The End“ veröffentlicht worden und ausgiebig betourt worden ist. Auch im Festival-Sommer zeigte man sich mit Shows auf dem Feuertal oder Méra Luna Festival gewohnt präsent, im Dezember standen gar noch neun Gigs im Rahmen der „Eisheiligen Nacht“ der befreundeten Kollegen von „Subway To Sally“ auf dem Programm. Warum also diese überraschend schnelle Rückkehr zur Musik? „Das kann man sehen, wie man will. Tatsächlich haben wir alle direkt nach der letzten „Together Till The End“-Show im Sommer 2017 unsere Sachen gepackt und sind unabhängig voneinander sechs Monate durch die halbe Welt gereist. Das ging von Brasilien, Kroatien und Spanien bis nach Kambodscha, Vietnam, Thailand, Afrika, Indien und die Emirate. Sechs Monate, in denen wir überhaupt nicht an Musik, Proben, Shows, Aufnahmen oder Promotion-Termine gedacht haben , sechs Monate totale Auszeit vom „Job“ also. Frag mal einen normalen Arbeitnehmer in Deutschland, ob man das nicht Pause nennen kann! Wir sehen das daher als großes Privileg und haben es genossen - und uns körperlich und geistig sehr gut regeneriert.“, sagt Engler. Und das musste der Vierer in der Tat auch sein, denn bereits im Mai ging es quer durch das Land der aufgehenden Sonne, in Kürze wird dann gemeinsam mit „Lord Of The Lost“ der Schlosshof der Festung Königstein oder das Amphi Festival am Tanzbrunnen zu Köln gestürmt, im Herbst folgt dann natürlich eine eigene Headliner-Tournee mit satten einundzwanzig Terminen. Es ist also, wie es immer war: Die monomanische Maschinerie läuft unaufhaltsam weiter und lässt sich schon lange nicht mehr aufhalten. Kein Wunder also, dass die Freude bei allen Fans sichtlich groß war, als Anfang März erste Neuigkeiten zurück in die Welt der Monomanie lockten. „Welcome To Hell“ heißt das frische Studioalbum, welches am 27.07.2018 erscheint und so einige Überraschungen für seine Hörer parat hält. Dafür reisen wir in den folgenden Zeilen rund dreihundert Jahre weit zurück in die Vergangenheit, genauer genommen ins Jahr 1712. Hier wütete die Pest zum letzten Mal in Hamburg und forderte zehntausende Opfer... Seid ihr bereit? Willkommen in der Hölle!

 

„The Heart Of The Raven“: Die Pest sucht Hamburg heim und legt sich wie ein dunkler Fluch über die sonst so malerische Hansestadt. Verzweiflung, Angst, Verderben und Tod lauern hinter jeder Ecke auf die unbescholtenen Bürger. Der anonyme Hauptprotagonist, frei nach dem markanten Logo der Band als Rabe charakterisiert, findet sich des Nachts im Kreuzgang der altehrwürdigen Michaeliskirche wieder, die aus händeringendem Mangel an alternativen Versorgungsstätten zum Krankenlager umfunktioniert worden ist, beobachtet die zahllosen Kranken auf den Holzpritschen und lässt seinen Gedanken freien Lauf. Schnell wird klar, dass der schwarze Tod nicht abwägt und keine Unterschiede macht: Hier befinden sich genauso Bettler, einfache Arbeiter und Adlige, wie auch Frauen und Kinder. Im direkten Angesicht des erbarmungslosen Schnitters sind wir alle gleich! Die scheinbar weit entfernten Klänge einer alten Spieluhr vereinen sich behutsam mit der zerbrechlichen Melodie einer einsamen Violine. So wird eine durchweg morbide Atmosphäre erschaffen, welche die vorherrschende Einsamkeit instrumental reflektiert und die allgegenwärtige Situation widerspiegelt. Jene baut sich mit einem tief gestimmten Bass im Hintergrund stetig auf, bis sie schließlich durch einen hellen Paukenschlag die finsteren Wolken am Horizont für wenige Sekunden zu vertreiben weiß und in einem majestätischen Heer aus aufstrebenden Streichern endet, das den letzten Hoffnungsschimmer aufrechterhält und behutsam weiterträgt. Der nachfolgende Titeltrack „Welcome To Hell“ ist bei weitem nicht allein nur die aktuelle Single-Auskopplung, sondern zeitgleich auch der erste Song überhaupt, den die Band für das neue Album produzierte und somit den konzeptionellen Grundstein für alles Weitere legte. Ein knallendes Schlagzeug und angriffslustige Gitarren gestalten den Einstieg aus und ergeben sich sodann in einer temporeichen, mitreißenden Folk-Melodie. Während die einzelnen Strophen, welche aus Sicht der Ratten, die als hartnäckige Verbreiter des tödlichen Erregers galten, den gnadenlose Kampf gegen die Oberschicht thematisieren, hart und treibend vorpreschen, öffnet sich der von leichten Synthies untermalte Refrain gleich darauf für eine melancholische, doch hörbar fordernde Epik, die in ihrer Machart etwa an die „Pain, Love & Poetry“-Ära oder den Hit „Symphony Of Pain“ gemahnt. Jetzt gibt es kein Zurück mehr: Klein gegen Groß, Arm gegen Reich, Schwach gegen Stark. Achtung, die Pestdoktoren kommen in die Stadt! Mit schwarzen Mänteln, weiten Hüten und den vogelartigen Masken, sind sie vermutlich jedem Hörer ein Begriff. Nicht zuletzt auch wegen der Identifikation der Band mit jenem gefiederten Wesen, ziert eine solche auch das Cover-Artwork des aktuellen Lonyplayers. Die Nummer startet mit einer zart-melodisch intonierten Flötenmelodie in passender Manier des berühmten Rattenfängers, auf die alsbald Katha Mia in sanft-hypnotischer Stimmlage und ein rhythmisch rockendes Gitarrenriff einsteigen, um das Tempo geradeaus nach vorne zu bringen. Während die zusätzlich dezent akustisch unterlegten Strophen von der Zusammensetzung der kräuterartigen Essenzen innerhalb der Schnabelmasken berichten, welche die selbsternannten Doktoren eigentlich vor der Pest schützen sollten, schlägt sich der melodiöse Chorus danach wieder fließend in das anfängliche Muster zurück. Doch weder gelang ihnen in den meisten Fällen die Heilung der Infizierten, noch der Selbstschutz. Hier gibt es keine Hoffnung mehr: „Long Live Death“! Liebe in Zeiten der Pest? Ein schwieriges, aber sicher nicht unmögliches Unterfangen, wenn die Gefühle einen leiten. Die Situation scheint ausweglos, doch das Herz begehrt nun einmal. Die Flucht aus dem Alltag, der längst zur Hölle geworden ist. Noch einmal alles für einen schönen Moment oder guten Tag geben, auch oder gerade weil es vielleicht der Letzte sein könnte. Es gibt schon lange nichts mehr zu verlieren: „Risk It All“. Diese Ballade wird zunächst von einer himmlischen Harfe und sakralen Chören angeführt, nur um dann in eine klassisch arrangierte Mono-Weise im Mid-Tempo zu überzuwechseln, die den oftmals schmalen Grad zwischen druckvoll klaren Drums, rockenden Saiten und fordernden Geigen gewohnt sicher austariert. Die Strophen nehmen zunächst etwas an Kraft heraus und lassen diese dafür wieder in den eingängigen Refrain einfließen, dicht gefolgt von einem groß angelegten, zweistimmig ausladenden Gitarrensolo. Eine echte Premiere in der Bandgeschichte! Ein wirres Summen beschwört kreisende Fliegenschwärme hinauf, kündet von Gestank und Verwesung und mündet schlussendlich in orchestral aufgeladenem Bombast, der nun von dröhnenden Glockenschlägen und Katha Mias sirenalem Gesang maßgeblich mitgetragen wird. In „Flies“ steigen wir immer weiter in die zerrüttete Gefühlswelt aus tiefer Frustration und zerrüttender Ausweglosigkeit des Protagonisten herab, der es nicht mehr länger ertragen kann, seine Geliebte an den Folgen ihrer Krankheit leiden zu sehen. Mit einem Kissen in den Händen, setzt er ihrer Qual schließlich ein so erlösendes, wie auch grausames Ende. Dies zeigt sich mit fortschreitender Spieldauer auch in der musikalischen Komponente, die von Trauer und Verzweiflung zunehmend in aggressive Blindheit umschlägt. Im Hamburger Hafen liegt ein Handelsschiff am Kai. Um die weitere Ausbreitung der Pest möglichst effektiv zu unterbinden, wurde ein Feuer gelegt. Zu dieser Zeit für die Menschen oftmals der scheinbar letzte Ausweg, um die Epidemie einzudämmen und ihr noch irgendwie Herr werden zu können. Eine hymnische Melodie, die schon allein aufgrund der Thematik bestens auf den Vorgänger „Together Till The End“ gepasst hätte, erhebt sich in ihrer instrumentalen Power und bündelt all ihre Energie für das große Finale: „Under A Coal Black Sun“. Die Besatzung steht an der Mole, blickt auf das brennende Wrack hinab und lässt all die gemeinsamen Erlebnisse aus besseren Zeiten noch einmal gebührend und wehmütig Revue passieren, als sie von ihrem langjährigen Begleiter zusammen Abschied nehmen, der nun komplett ausbrennt und am Ende langsam auf den Grund des Beckens niedersinkt...

 

„A Vagabond‘s Life“ erzählt die tragische Geschichte eines umherziehenden Landstreichers, der im Dunkel der Nacht von einem wütenden Mob totgeschlagen wird, der ob seines Verlustes keinerlei Konsequenzen fürchtet. Laute Trommeln erzeugen einen spannungsgeladenen Schlag und zerfließen darauf in einer leidenschaftlich-idyllischen Flötenmelodie, welche von Fernweh, purer Melancholie und der Schwere seiner Last künden. Die von einer akustischen Gitarre unterstützten Strophen werden zunächst von Engler allein gestaltet, im herzzerreißenden Refrain gesellt sich die unvergleichliche Stimme von Duett-Partner Eric Fish dazu, der sich von Anfang an begeistert für die Kooperation zeigte und der hier beabsichtigen Stimmung mit seinem Organ die richtige Note verleiht, wie es wohl kaum jemand sonst könnte. Wer, wenn nicht einer absoluten Pioniere des Mittelalter-Metal, wüsste sich schon so sehr in die Rolle eines Spielmanns hineinzuversetzen? Die Angst vor dem Unbekannten und Fremden schlägt nicht selten in blinden Hass um, der aus Menschen wilde Tiere macht und sich dabei aber zu oft auf die falsche Seite stürzt. Ein Szenario, das leider nicht nur rein fiktiv ist, sondern ebenso so sehr auf die heutige Zeit und ihre aktuellen Geschehnisse übertragbar ist. Hamburg versinkt in einem lodernden Flammenmeer! Eine Meute zieht, mit Fackeln bewaffnet, durch die Gassen in Richtung Neustadt und legt an all jenen Häusern vernichtendes Feuer, die mit einem Kreuz markiert worden sind. Das Zeichen dafür, dass mindestens ein Bewohner darin an der Pest erkrankt ist. Um sich selbst zu schützen, ist ihnen jedes Mittel recht. Ohne Rücksicht auf Verluste. Wieder einmal spielen energische Streicher auf und katapultieren sich mit einem Mal in gänzlich neue Höhen, die Strophen gestalten sich danach jedoch abermals im angenehmen Mid-Tempo. Kurz vor dem Refrain schraubt sich die Geschwindigkeit allerdings wieder sprunghaft hoch und bietet Raum für einen kraftvollen Hauptteil in altbewährter Manier, der zudem aber ohne große Überraschungen daherkommt. „Funeral Song“ schlägt unter anderem eine geistige Brücke zu den Ereignissen des G-20-Gipfels am 07. und 08.07.2017. Das zwölfte Treffen wichtiger Politiker, Staats- und Regierungschefs wurde vor rund einem Jahr durch den Protest abertausender Extremisten begleitet. Die Situation eskalierte unversehens und stürzte die Stadt urplötzlich in ein schier unglaubliches Chaos aus Vandalismus, Plünderung, Gewalt und Anarchie. Es gibt keinen Zweifel mehr: Das ist das Ende. Ratten überall! Die Pest greift weiterhin um sich und ist mittlerweile völlig außer Kontrolle geraten. Die Gassen sind menschenleer und verwaist, dafür stapeln sich Berge aus in Leichentücher gehüllten Opfern meterhoch am Straßenrand. Das ist der „Reign Of Rats“: Erneut sind die Streicher sehr präsent, dieses Mal aber gleich von Beginn an und merklich aggressiver gestimmt, den blutrünstigen Reigen endgültig zu entfachen. In den zwingend treibenden Strophen wird der Gesang von Engler mit elektronischen Effekten fast bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Katha Mia konterkariert kurz darauf mit clean gehaltenen Vocals zum filigran-friedvollen Glockenspiel, bis im pompösen Refrain, der mit seiner operettenhaften Mehrstimmigkeit beispielsweise fast schon an „Nightwish“ erinnert, schließlich ein schwer schleppendes Riffgewitter losbricht und unter seiner mächtigen Instrumentierung alles niederwalzt. „Unconditionally“ erzählt von einem Kind, das unverhofft in diese schwere Zeit hineingeboren wird. Die Zeilen stützen sich auf die bedingungslose Liebe, die wohl nur ein Elternteil empfinden kann. Ab dem Zeitpunkt der Geburt wandelt sich die Selbstausrichtung. Es geht nicht länger nur um den eigenen Vorteil oder das Erreichen von persönlichen Zielen, sondern ausschließlich um das Geben. Komme, was wolle. Passend zur sensiblen Thematik wurde das Arrangement hier auf ein Mindestmaß reduziert: Völlig ohne gewichtigen Bombast auskommend, wird diese Ballade ausschließlich von Piano und Cello begleitet, was der puren Intensität deutlich wirksam zugute kommt und eine emotional intime Annäherung an den Kontext ermöglicht. Wir sind am Ende der Reise angekommen: Der Protagonist hat alles verloren, was ihm jemals lieb und teuer war. Wieder ist Katha Mias zart-sphärische Stimme der essenzielle Dreh- und Angelpunkt für den Kern der Melodie, welche sich im Folgenden mit rockenden Gitarren gestaltet. Die Strophen kommen ruhiger daher, nur um im resignierenden Chorus dann wieder kräftig aufzuholen. Geplagt von starken Bewusstseinsstörungen und den schmerzhaften Folgen der Pest, die mittlerweile auch vor ihm nicht halt gemacht hat, zieht er sich in ein verlassenes Haus zurück und erwartet isoliert auf sein nahendes Ende: „When The Raven Dies Tonight“.

 

Tracklist:

 

01. The Heart Of The Raven

 

02. Welcome To Hell

 

03. Long Live Death

 

04. Risk It All

 

05. Flies

 

06. Under A Coal Black Sun

 

07. A Vagabond's Life (feat. Eric Fish)

 

08. Funeral Song

 

09. Reign Of Rats

 

10. Unconditionally

 

11. When The Raven Dies Tonight

 

Fazit:

 

Die Kreativpause von „Mono Inc.“ scheint sich bezahlt gemacht zu haben, wenngleich diese erfreulicherweise auch deutlich kürzer ausfiel, als von vielen Fans zunächst befürchtet. Fast zeitgleich mit den internationalen Kollegen von „Ghost“, die mit „Prequelle“ jüngst ebenfalls äußerst erfolgreich einen Abstecher in die Zeiten der Pest wagten, wagt man sich an ein eher ungewöhnliches Konzept heran und thematisiert ein lokal-historisches Ereignis, das facettenreich und zudem äußerst klug gewählt ist. Dieses dient nämlich nicht nur als geeignete Basis für einen roten Leitfaden und ordentliches Storytelling, sondern lässt auch genügend Freiheiten, um aktuelle Ereignisse und Problemstellungen aus dem Hier und Jetzt kritisch aufzugreifen, ohne dabei zu offensiv den Finger in die gesellschaftliche Wunde zu legen und somit ein unterhaltsames Hörerlebnis zu gefährden. Auch rein musikalisch bietet sich dem Hörer hier über weite Strecken eher schwere Kost: Zwar atmen fast durchgängig alle Lieder den monomanischen Spirit, sind aber gleichzeitig nie allzu komplex. Dafür gelingt es den vier Hamburgern aber endlich, sich ein wenig von der altbewährten und über die Jahre selbst auferlegten Erfolgsformel zu lösen, mehr zu experimentieren und Neues zu wagen. So kommt „Welcome To Hell“ getreu seines Titels weitestgehend düster daher, die Atmosphäre wird dicht und zielstrebig in Wort und Musik transportiert, was den Hörer mit jedem neuen Durchgang tiefer in die Geschichte abtauchen lässt. So darf es auch in Zukunft gerne weitergehen!

 

Informationen: 

 

http://www.mono-inc.com

 

https://www.facebook.com/monoinc/

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