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Amphi Festival - Tag I - Tanzbrunnen, Köln - 28.07.2018


Veranstaltungsort:

Stadt: Köln, Deutschland

Location: Tanzbrunnen

Kapazität: ca. 12.000

Stehplätze: Ja

Sitzplätze: Nein

Homepage: http://www.amphi-festival.de

Samstag, 28.07.2018 - Amphi Festival Tag 1:

Wie ich jedes Jahr aufs Neue immer wieder kopfschüttelnd feststellen muss, habe ich doch eine sehr idyllische Wunschvorstellung davon, wie man an einem Festival-Wochenende aufzuwachen hat. Nämlich bestens ausgeruht, voller Energie und Tatendrang. Dass das in der Realität jedoch so gut wie nie zutrifft, lässt sich meistens auf den Vortag zurückführen und der war, wie bereits beschrieben, dezent stressig. Mal ganz davon abgesehen, dass Köln wieder hochsommerliche Temperaturen von weit über dreißig Grad verzeichnen kann, herrschen in meinem Zimmer gefühlt über Vierzig und das, obwohl das Fenster die ganze Nacht geöffnet war... Ungläubig prüfe ich nach und stelle fest, dass es überhaupt nicht geöffnet war und erinnere mich schlaftrunken daran, es ob der absurden Lautstärke im Innenhof wieder geschlossen zu haben. Ich ziehe am kleinen Griff und nur wenige Sekunden später strömt mir noch mehr heiße Luft entgegen, woraufhin ich den Hebel rasch wieder runterdrücke. Eigentlich ist es hier zu dieser Jahreszeit scheinbar sowieso jedes Mal völlig egal, was man tut oder lässt, denn unfassbar heiß ist es ohnehin. Leicht verzweifelt steige ich unter die Dusche und ziehe mich danach um. Ein schlichtes, schwarzes T-Shirt muss bei diesem Wetter wohl ausreichen. Vermutlich wäre es besser, wenn es nicht unbedingt schwarz wäre, aber ein bisschen müssen wir heute dann doch wohl alle leiden. Ich hole mir einen kleinen Kaffee, trete vor die Eingangstür und mach mich auf den Weg in Richtung des Tanzbrunnens, der glücklicherweise nur eine gute Viertelstunde von meiner Unterkunft entfernt liegt. Trotzdem reicht die Kurzstrecke vollkommen dazu aus, um fast zu schmelzen. Gut nur, dass ich nicht wieder auf der anderen Rheinseite residiere... Dafür klappt an der Gästeliste alles prima. Ich nenne wie gehabt meinen vollständigen Namen und nur kurz darauf erhalte ich mein hellblaues Pressebändchen ums Handgelenk geschnürt. Ein kleines Heft mit allen wichtigen Zeiten und Informationen nehme ich mir gleich auch noch mit, dann geht’s zur kurzen Taschenkontrolle über und schon bin ich da. Unverändert heiß ist es zwar immer noch, dafür wird meine Laune schlagartig besser. Also dann: Los geht’s!

Mainstage, 11.00 Uhr - "Intent:Outtake":

Guten Morgen, Köln! Es ist 11.00 Uhr in der Früh, was zumindest im gediegenen Festival-Alltag schon eine amtliche Uhrzeit darstellt. Dass ich mit dieser Meinung an einem Samstag nicht unbedingt allein dastehe, veranschaulicht das Gelände des Tanzbrunnens, welches jetzt noch vergleichsweise leer anmutet. Wenig verwunderlich, immerhin möchte sich ein nicht unerheblicher Teil der Gäste bestimmt noch von der Pre-Party oder Rheinfahrt erholen. Genau das hätte ich zwar auch liebend gern getan, nur hätte ich dann den ersten Weckruf des noch recht jungen Tages verpasst. Dieser kommt von „Intent:Outtake“ aus Leipzig, deren wummernder Dark Electro jene Wirkung mit Sicherheit nicht verfehlen dürfte. Das Zweigespann aus Keyboarder Andreas Engleitner und Sänger Bastian Polak war einst als reines Ein-Mann-Projekt geplant, das zunächst lediglich durch Remixe für andere Künstler in mediale Erscheinung trat, seit 2014 und dem Auftritt auf dem lokalen WGT jedoch auf eigenen Pfaden wandelt. Nur ein Jahr danach gab es mit „Wake Up Call“ ein erstes Lebenszeichen in diese Richtung, das sich ganze acht Wochen in den Top 10 der DAC-Charts halten konnte. Das als Single auserkorene „Neustart“ fungierte dann als erster Vorbote auf den Nachfolger „About Halos“, der weiter an die Spitze vorzurücken wusste. Im Herbst des vergangenen Jahres läuft die „Schmerzmaschine“ auf Hochtouren, gefolgt von einigen Release-Konzerten. Als Inspiration gibt das Duo selbst etwa Bands wie „Haujobb“, „[:SITD:]“ oder „Hocico“ an, was gut zum zelebrierten Sound auf der Bühne passt. Diese und nicht zuletzt die Outfits der Musiker, erzeugen mit einem Gewirr aus zerfetzten Lumpen, Schläuchen und Masken schon beim Opener „Evolution“ eine apokalyptisch-dreckige Atmosphäre, die auch gleich einem „Mad Max“-Film entsprungen sein könnte. In den nächsten vierzig Minuten konzentrieren sich Engleitner und Polak mit „Glaube Und Vernunft“ und „Masks“ vor allem auf Material neueren Datums, aber auch der Erstling wird etwa durch „Der Letzte Tanz“ nicht zu knapp bedacht. Zudem gibt es später mit „Agonoize“-Kopf Chris L. noch einen echten Überraschungsgast auf der Bühne zu sehen. So finden die Zwei eine ausgewogene Mischung aus ihrem bisherigen Repertoire, welche die stetig wachsende Besucherzahl vor der Mainstage bei Laune hält und gefällt. Auch „Der Mammon“, „Eclipse“, „Fron Wolves And Rats“ und das finale „Neustart“ punkten weiterhin mit gewohnt brettharten Beats, sowie zynischen Texten in Deutsch und Englisch, die mit der dystopischen Optik schlüssig Hand in Hand gehen. Sind jetzt alle wach?

Setlist:

01. Evolution

02. Glaube Und Vernunft

03. Masks

04. Der Letzte Tanz

05. Der Mammon

06. Eclipse

07. From Wolves And Rats

08. Neustart

Mainstage, 12.10 Uhr - "The Creepshow":

Im Anschluss gibt es dann völlig andere Kost, denn jetzt sollen erstmal großteilig handgemachte Klänge die krachenden Beats für eine gute Dreiviertelstunde ablösen. Zwar gehen glühende Liebhaber des Psychobilly auf den einschlägigen Festivals der schwarzen Szene meistens eher leer aus, doch um diesem Misstand zumindest ein wenig entgegensteuern zu können, haben die Veranstalter in diesem Jahr neben den berüchtigten „Mad Sin“, welche am morgigen Sonntag das Theater bespielen werden, gleich noch eine weitere Genre-Ikone eingeladen: Zuletzt gastierten die Horror-Punker von „The Creepshow“ aus Montreal in 2015 auf dem Amphi Festival, damals noch auf der unscheinbaren Orbit-Stage zwischen grauen Betonbauten und Lanxess Arena. Das positive Feedback blieb, vielleicht gerade aufgrund der angenehmen Andersartigkeit im Pool des oftmals Gewohnten, dennoch nicht aus und so darf es dieses Mal gleich gern die Mainstage sein. Mit dementsprechend viel Applaus werden jetzt Schlagzeuger Sandro „Blood“ Sanchioni, Keyboarder Kristian „The Reverend McGinty“ Rowles, Kontrabassist Sean „Sickboy“ McNab, Gitarrist Chuck Coles und Sängerin Kendalyn „Kenda!“ Legaspi vom Kölner Publikum in Empfang genommen. Nach Berlin, Dresden, Hamburg, Geislingen und Fürth ist der heutige Gig gerade einmal der sechste Termin der so rar gesäten Deutschland-Shows. Getreu ihres Bandnamens wenden sich die Kanadier, ähnlich Formationen wie etwa „The Other“, in ihren Texten verstärkt bekannten Horrorfilmen und den darin agierenden Hauptdarstellern, den Monstern, zu. Nicht umsonst zählen die Fünf zu den wohl einflussreichsten Formationen ihres Genres und können bis dato auf ganze sieben Studioalben zurückblicken. Zuletzt machte man mit „Death At My Door“ aus 2017 auf sich aufmerksam, dessen feuriger Titeltrack die powernde Grusel-Vorstellung nun stimmungsvoll eröffnet. Fans kommen voll auf ihre Kosten, denn die sympathischen Musiker gönnen sich keine Pause und heizen mit vollem Tempo durchs prall gefüllte Set aus insgesamt vierzehn Songs. Dabei gibt es überraschend wenig Neues, dafür aber viele Klassiker und Hits ohne Ende zu hören. Sehr schön!

Setlist:

01. Death At My Door

02. Demon Lover

03. Run For Your Life

04. Buried Alive

05. Sell Your Soul

06. Zombies

07. Grave Diggers

08. Devils Son

09. Sticks And Stones

10. See You In Hell

11. Shake

12. Creatures

13. They All Fall Down

14. Rue Morgue

Theater-Stage, 12.55 Uhr - "Future Lied To Us":

Was kommt dabei heraus, wenn sich gleich drei erfahrene Musiker verschiedener und dabei nicht minder bewährter Szene-Bands dazu entschließen, gemeinsame Sache zu machen? Auf jeden Fall nicht gerade weniger, als eines der derzeit wohl interessantesten und aufmerksamkeitserregendsten Projekte im Fahrwasser dieses Genres. Auch mir selbst kamen in jüngster Vergangenheit verstärkt immer wieder begeisterte Lobeshymnen über das illustre Trio zu Ohren, gehört habe ich bis jetzt allerdings noch keinen einzigen Ton. Da erscheint es mir nur selbstverständlich, diese musikalische Wissenslücke in den folgenden vierzig Minuten live und in Farbe nachzuholen. Doch um wen genau geht es hier eigentlich? „Future Lied To Us“ haben sich, basierend auf den Schwerpunkten ihrer jeweiligen Mitglieder, den elektronischen Tönen verschrieben. Wie viele der Interessierten schon weit vorab vermuteten, können sich diese nicht nur überaus hören, sondern das vielversprechende Line-Up vor allem auch sehen lassen: An den Reglern im Hintergrund stehen nämlich keine Geringeren, als Allrounder Vasi Vallis (u.a. „Reaper“, „Frozen Plasma“ und „Namnambulu“) und Krischan Wesenberg von „Rotersand“. Für das Mikrofon wurde hingegen „[:SITD:]“-Member Tom Lesczenski verpflichtet, der sich an diesem Wochenende zusätzlich nicht nur mit erwähnter Formation die Bühne teilt, sondern darüber hinaus noch bei den beiden Shows von „Kiew“ und „Centhron“ mitmischen wird. Unlängst von Infacted Recordings und der veranstaltenden Protain GmbH unter die Fittiche genommen, ist es also kein Wunder, dass hier die günstige Chance auf ein größeres Publikum genutzt wurde, ähnlich wie bei „M.I.N.E.“ im vergangenen Jahr. So entstand in den letzten Monaten ein regelrechter Hype um die bekannten Drei, der sich nicht nur allein im just erschienenen Debüt „Presence“ bestätigt zeigte und demnach auch am heutigen Morgen seine Früchte trägt. Der frühen Stunde zum Trotz, finde ich nämlich ein gut gefülltes Theater vor, die Vorzeichen könnten also jedenfalls weitaus schlechter stehen. Allerdings wird der heutige Auftritt von Vallis und Lesczenski allein bestritten, Wesenberg ist zeitlich leider verhindert. Aber auch so bekommen die Zuschauer eine durchweg solide Show geboten, in der sowohl die beiden Vorab-Singles „Born In Silence“ und „Falling“ als auch weitere Songs vom Erstling, wie etwa „Intentions And Masks“, „Drops Of Silver“, „Lost“ oder „Embrace A World“ unter hohem Zuspruch präsentiert werden. Was bleibt zu sagen? Gelungener Synth-Pop, der Spaß macht und gut klingt, das Rad ohne großartige Innovationen allerdings nicht neu erfindet, was jedoch auch nicht immer der Anspruch sein sollte. Wer sich einmal selbst überzeugen möchte, hat schon diesen Herbst deutschlandweit die Gelegenheit dazu, wenn „Future Lied To Us“ als Support von „And One“ auf „World Vibration“-Tournee gehen.

Mainstage, 13.25 Uhr - "[x]-RX":

Pünktlich zur gediegenen Mittagsstunde stehen mit „[x]-RX“ dann zwei bestens bekannte Gesichter auf der nunmehr stark sonnengefluteten Mainstage, um jetzt auch den letzten Besucher für den weiteren Verlauf des ersten Festival-Tages ordentlich wachzurütteln. Das 2006 gegründete Electro-Duo aus Pascal „Cyrex“ Beniesch und Jan „Sine-x“ Teutloff ist praktischerweise seit jeher in der Domstadt beheimatet und dürfte somit keine allzu weite Anreise zum zu bespielenden Tanzbrunnen gehabt haben. Neben der großen Beliebtheit beim auch heute wieder zahlreich erschienenen Publikum, das immerzu wieder oft und gern nach Auftritten der beiden Musiker fragt, vielleicht mitunter auch ein guter Grund dafür, dass die beiden Lokalhelden mittlerweile zu den Stammgästen der Veranstaltung zählen: Ganze sechs Gigs in weniger als acht Jahren, können sich wohl nur die Wenigsten auf die eigene Fahne schreiben. Nachdem man 2015 vor Kulisse der gigantischen Lanxess Arena und der wetterbedingten Umorganisation zeitlich noch arg knapsen musste, durfte schon ein Jahr später amtlich nachgeholt werden und auch heute ist die explosive Mischung aus Rave, Hardstyle und Industrial wieder am Start. „Wie gefällt‘s euch so, hier bei uns zuhause?“, frotzelt Beniesch somit nur zurecht. Insgesamt sechs Studioalben bieten schon mal eine ganze Menge an Material, zuletzt stand darüber hinaus „Gasoline And Fire“ in den Regalen, das es heute unter anderem zu präsentieren gilt. Aber auch bereits etablierte Club-Stampfer, wie „Escalate“, „Stage 2“, „Hard Bass Hard Soundz“ oder „Kein Herz“ haben ihren Status inne und dürfen natürlich keinesfalls ausgelassen werden. Einfach gehaltene Lyrics zum mitgröhlen und harsche Beats, die schnell zum mitmachen animieren. Was braucht es zu dieser Uhrzeit bitte mehr?

Mainstage, 14.50 Uhr - "Unzucht":

Das diesjährige Amphi Festival ist für die vier Hannoveraner von „Unzucht“ nicht irgendein beliebiges Konzert-Wochenende, sondern ein ganz und gar Besonderes, denn nur einen Tag zuvor veröffentlichten die niedersächsischen Dark Rocker just ihr neues Studioalbum unter dem mystischen Titel „Akephalos“. Einen triftigen Grund zu ausgelassenen Feierlichkeiten gibt es heute tatsächlich also allemal und so haben sich schon weit vor Beginn zahlreiche Fans vor der großen Mainstage eingefunden, um den heißen Temperaturen gemeinsam zu trotzen und eine rauschende Release-Party in Angriff zu nehmen. Offensichtlich hat der Wettergott die schwere Not der in sengender Hitze wartenden Besucher erkannt und zeigt sein Erbarmen jetzt durch einen verhältnismäßig kurzen, aber doch ziemlich erfrischenden Regenschauer über Köln. Bessere Vorraussetzungen könnte es doch eigentlich nicht geben, oder? Richtig. Gegen 14.50 Uhr betreten also Schlagzeuger Toby Fuhrmann, Bassist Alex Blaschke, Gitarrist Daniel De Clercq und Sänger Daniel Schulz die Bretter, um mit dem markanten Titeltrack ihres Live-Albums „Widerstand“ zu leisten. Nein, der sympathische Vierer möchte während des fünfzig Minuten langen Sets offensichtlich keine Zeit verlieren und schaltet sogleich von Null auf Hundert. Auf die emotionale Power-Ballade „Lava“ folgt überraschend früh der Hit „Engel Der Vernichtung“ und alles dreht, wie der im Refrain besungene Wahnsinn, sofort frei. „Was ist das denn bitte für eine geile Scheiße, Amphi? Macht mal Lärm!“. Gesagt, getan. Den ein oder anderen Kalauer kann sich der Schulz darüber hinaus nicht verkneifen und modelt die ergreifenden Zeilen kurzerhand zu „Wärme kann so erbarmungslos sein!“ um, was für einige Lacher sorgt. Mit der aktuellen Single „Nela“ gibt es dann die erste Live-Premiere zu hören, die, wie nicht anders erwartet, bestens ankommt und sich schlüssig zwischen den bereits bekannten Songs, wie beispielsweise der selbstbetitelten Band-Hymne, einfügt. „Nur Die Halbe Wahrheit“ macht ebenfalls Lust auf die anstehende Tournee im kommenden Herbst, dann wendet sich Frontmann persönlich ans Publikum: „Jetzt gibt es aber auch mal etwas Sakrales fürs Herz... Habt Ihr Lust? Irgendwie steckt doch ein kleiner Katholik in jedem von uns.“, spaßt er. Wer nun einen ruhigeren Track erwartet hat, wurde erfolgreich in die Irre geführt, denn die „Kleine Geile Nonne“ ist alles andere als das. Zu elektronischen Beats und verzerrten Screams wird hier nämlich mindestens so gut gerockt, wie bei dem mächtig treibenden „Ein Wort Fliegt Wie Ein Stein“ vom letzten Werk „Neuntöter“. Die emotionale Quoten-Ballade wird natürlich trotzdem nicht ausgelassen und so werden zu „Nur Die Ewigkeit“ hunderte Arme gleichmäßig im Takt hin- und hergeschwenkt, bis der Klassiker „Deine Zeit Läuft Ab“ würdig abschließt. Während sich die Musiker zum Abschied am vorderen Rand versammeln, ergreift Daniel Schulz nochmals das Wort. „Wir haben gestern unsere neue Platte rausgebracht. Es würde uns wirklich freuen, wenn ihr da zuschlagt und uns so helft, den ganzen Schlager und Rap zu Fall zu bringen. Die Platte gibt’s hier übrigens auch am Stand von Out Of Line zu kaufen und im September sind wir noch auf Tour, wenn ihr Bock habt. Wir machen jetzt natürlich noch ein Foto zusammen... Amphi, macht mal Krach!“. Das lässt sich das begeisterte Publikum nicht zwei Mal sagen und macht sich zum Schluss nochmal ordentlich bemerkbar. Als die „Unzucht“ schließlich unter lautem Applaus von den Brettern geht, besteht endgültig absolut kein Zweifel daran, dass der kopflose Dämon wohl sehr bald die vordere Spitze der offiziellen Charts anführen wird. Für dieses Vorhaben alles Gute und bis zum nächsten Mal!

Setlist:

01. Widerstand

02. Lava

03. Engel Der Vernichtung

04. Nela

05. Unzucht

06. Nur die halbe Wahrheit

07. Kleine Geile Nonne

08. Ein Wort Fliegt Wie Ein Stein

09. Nur Die Ewigkeit

10. Deine Zeit Läuft Ab

Theater-Stage, 16.40 Uhr - „[:SITD:]“:

Nach so viel geballter Gitarren-Power darf es für meinen persönlichen Geschmack nun sehr gerne wieder etwas elektronischer zugehen. Um diesen einschneidenden Stilbruch zu bewerkstelligen, habe ich mich in weiser Voraussicht rechtzeitig in Richtung des Theaters am Haupteingang zurückbegeben, um mir gleich die nächsten beiden Acts in Folge ansehen zu können. Wie ich später erfahren soll, herrschte bereits kurz nach meinem Eintreffen auch schon wieder das bekannte Problem mit dem Einlass-Stopp vor, was nach wie vor insbesondere auf die arg begrenzten Kapazitäten der Lokalität zurückzuführen sind. Das deutlich größere Staatenhaus steht dem Amphi Festival nämlich auch in diesem Jahr leider nicht zur Verfügung. Auf längere Sicht sollte sich vielleicht also tatsächlich nach einer vergleichbaren Alternative umgesehen werden, um möglichst vielen Fans eine faire Chance zum Besuch ihrer Favoriten zu geben und traurige Gesichter an diesem Wochenende zu vermeiden. Wie dem auch sei, zumindest bei mir lä