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BEITRÄGE:

  • Christoph Lorenz

Stahlmann - CO2 - (2015)


Genre: Rock / Alternative

Release: 28.08.2015

Format: Box-Set

Anzahl Ton- / Bildträger: 1

Label: Afm Records (Soulfood)

Spielzeit: 42 Minuten

Pressetext:

Stahlmann haben einen beeindruckenden Karrierestart hingelegt. Nach Veröffentlichung ihrer Debüt-EP Herzschlag unterschrieb die Band um den charismatischen Frontmann Mart bei AFM Records und setzten mit ihrem Debütalbum Stahlmann im Jahre 2010 ein großes Ausrufezeichen.

Es folgen zahlreiche Touren (u.a. als Support von Eisbrecher), bei denen sie Fans und Kritiker überzeugten. Mit Quecksilber setzte sich die Erfolgsgeschichte nur ein gutes Jahr später eindrucksvoll fort: mit dem zweiten Album gelang Stahlmann der Sprung in die Top 40 der Media Control Albumcharts, was vom dritten Album Adamant mit Platz #34 erneut getoppt wurde. Touren mit Mono Inc. und Project Pitchfork positionierten Stahlmann als neue Größe in der Szene. Nun setzen die Göttinger mit ihrem vierten Longplayer Co2 die Erfolgsgeschichte fort - und diesmal stehen die Zeichen mehr denn je auf Sturm. Nicht nur, weil Stahlmann innerhalb kürzester Zeit zu einem Markenzeichen in der deutschen Rockszene geworden sind und mit ihrer einzigartigen Optik für Aufsehen sorgen, auf Co2 befinden sich auch die besten Songs der bisherigen Bandgeschichte. Dabei sind Mart und seine Mannen nicht grundlegend vom bisherigen Erfolgsrezept abgewichen, trotzdem zeigt Co2 die Band gereift und wartet mit einer Hitdichte auf, die Klassikeralben auszeichnet. Neben der typischen, martialisch-kraftvollen Spielart, plakativen Texten und Marts tiefer, markanter Stimme, finden sich auf einigen Songs auch Elektro- und Dubstep-Elemente, die das Szene-Publikum in den Clubs auch diesmal zum Tanzen bringen werden.

Endlich - das von der Gothicszene heiß erwartete, vierte Studioalbum der NDH-Götter. Plakative Texte, harte Gitarren, eine tiefe, markante Stimme und der ungewöhnliche Look machen die Band einzigartig. Dubstep-Elemente und Streicher kombiniert mit Synthies heben den Sound des Albums auf ein neues Level Produziert von Martin Soer und Frank Herzig. Mix und Mastering: Christoph Beyerlein (Separate Sound Studio: u.a. J.B.O., Tarja Turunen, Unheilig, Subway To Sally). Coverartwork: Thomas Ewerhard (u.a. Avantasia, Rage, Kissin’ Dynamite, Legion Of The Damned).

Die Fanbox ist auf 500 Einheiten limitiert. Deutschland- und Russlandtour im Herbst 2015.

Kritik:

„Wir sind auf Feindflug durch die Dunkelheit

Und der Himmel ist verloren

Willkommen in meiner Sünde

Willkommen in meinem Zorn“

Es sind düstere, unheilvolle und vor allem brachiale Textzeilen, welche vor Kraft und Energie nur so strotzen und die folgende Album-Kritik einleiten. Und auch sind es äußerst passende Prädikate, welche auf die immer weiter aufstrebende NDH-Kombo „Stahlmann“ aus Göttingen nahezu perfekt zutreffen. Im Jahre 2008 gegründet, waren sie es, welche in den folgenden Jahren mit ihrem Debüt-Album und durch zahlreiche Konzerte als Support, unter anderem für „Eisbrecher“ oder „Project Pitchfork“, sowie Shows auf den größten Festivals der Szene, die Herzen der Zuschauer im silbern glänzenden Sturm eroberten. Die nachfolgenden Releases „Quecksilber“ und „Adamant“, schlugen mit ihren eingängigen Nummern in den hiesigen Clubs vollends ein und belebten die Tanzflächen mit ihrer tanzbaren Mischung aus treibender Elektronik und harten Rock-Elementen. Die Sparte „Neue Deutsche Härte“ hatte endlich wieder vielversprechenden Nachwuchs aus dem trostlosen Einheitsbrei hervorgebracht und lebte wieder auf, die Band war in nahezu jedem Line-Up vertreten, oft und gern gesehener Gast. Doch dann wurde es plötzlich und wie aus dem Nichts sehr still, um die omnipräsenten und umtriebigen Künstler. Einige überraschende Besetzungswechsel im eigenen Kader, die Gründung des Nebenprojekts „Sündenklang“, sowie die Verschiebung des angekündigten Neu-Releases auf unbestimmt, bereiteten vielen Fans Sorgen. Doch ist es hier viel eher die berüchtigte Ruhe vor dem Sturm, welche im Lager der Göttinger Einzug gehalten hat, denn schon in diesem Herbst, melden sie sich mit ihrem neuen Werk „Co2“ und der zuvor veröffentlichten Single „Plasma“ stärker denn je zurück. Formeln und Gleichung, in Übertragung auf zwischenmenschliche Inter-, Reaktionen und Handlungsweisen sind hier die Thematik. Schnell, hart und gnadenlos der Sound. Was das neue Album taugt und ob die Chemie wirklich stimmt, ist nun zu lesen.

Aus dem Nichts dringen dumpfe Synthie-Sounds an das Ohr des Hörers. Sie scheinen weit entfernt und unklar, wie durch eine Schallschutzmauer getrennt. Plötzlich werden sie klarer, brechen zusammen mit harten Gitarren-Riffs los und reißen diese Trennwand mit einem Mal gewaltig ein. Ohne zu viel Zeit durch eine ausladende Einleitung zu verlieren, starten die stählernen Mannen mit dem Opener „Feindflug“ sofort durch. Der Sound präsentiert sich satt und klar, das Arrangement ist temporeich. In den einzelnen Strophen wird es dann etwas ruhiger, doch nicht minder düster und bedrohlich. Frontmann und Sänger Martin Soer raunt die Textzeilen mit dunkler Stimme, zu kraftvollem Drumming im Hintergrund. Erst im Refrain lassen „Stahlmann“ ihr elektronisch-rockendes Gewitter los und thematisieren den Krieg, durch einen Einsatzflug der Luftwaffe. Ebenso martialisch wie eingängig, kommt der nächste Song „Plasma“ daher, welcher gleichzeitig als aktuelle Single-Veröffentlichung fungiert. Die Melodie wird hier klar durch die Keyboard-Sounds dominiert und von unkelromantischen, wie lüsternen Lyrics getragen. Ein stimmiger Refrain zum mitsingen, sowie ein druckvolles Dubstep-Solo in Fusion mit knallenden Gitarrenwänden, runden diese Nummer schlussendlich ab. Definitiv der nächste Hit und Klassiker aus dem eigenen Hause. Bekannte Pfade betritt man anschließend mit besonders rhythmischen „Deutschland Tanzt“, welches mit seiner ohrwurmigen Klangabfolge auf der kommenden Tour zu ebenjener Aktivität animieren dürfte. Ein typischer, doch alles andere als langweiliger Song, welcher ganz deutlich die markante Handschrift der Göttinger trägt. Ruhig, sanft, ergreifend und melancholisch, ist dann die nachfolgende Ballade „Die Klinge“. Zu zurückgefahrenen Gitarren und orchestraler Unterstützung, werden hier die Themen Selbstverletzung, Sehnsucht, Liebe und Trauer geschickt miteinander verwoben und sorgen für wahrhaft cineastische Gänsehautstimmung. Ganz großes Kino und höchst emotional vorgetragen!

Das komplette Gegenstück ist dann das erbarmungslos harte Brett „Sadist“, welches mit wenigen Worten und Klängen jedes Aufkommen von Wärme und Einfühlungsvermögen zerstört. Ohne Rücksicht und Gnade geben „Stahlmann“ hier einen ihrer, kompositorisch wie textlich, wohl härtesten Songs zum Besten. Die weibliche Stimme unterstreicht diesen Ansatz und harmoniert gerade im Zwischenteil vorzüglich mit Martins rauchiger Stimmfarbe. Das die Gruppe hier ihr bis dato rasantestes Werk präsentiert, macht auch das schonungslose „Friss Mich“ klar, welches wieder synthetisch und unbarmherzig kraftvoll daherkommt. Auch dieses Lied punktet erneut mit ungemeiner Eingängigkeit, welche gerade durch die hochgradig perfektionierte Machart zustande kommt. Ganz anders dann die zweite Ballade des Albums. „Spiegelbild“ hat gerade durch die verwendeten Klänge eine überraschend mystische Atmosphäre zu bieten, inhaltlich widmet man sich hier dem Selbstzweifel und der oft schmerzhaften Reflexion seiner selbst. Später setzen dann die Gitarren mit ein und garnieren diese mitreißende Düster-Hymne. Straight rockend und melodisch ist dann „Wenn Engel Tanzen“, welches mit einem bedrückenden Text und großartigen Elektro-Sounds aufwartet. Ebenfalls ein heißer Kandidat für die Konzerte im Herbst, wenn die silbernen Herren dazu laden, das neue Werk zu zelebrieren. „Der Letzte Tag“ ist dann musikalische Danksagung, Verabschiedung und Abgesang eines geliebten Menschen zugleich. Im Mid-Tempo angesiedelt und mit einem erhabenen Refrain ausgestattet, wird dieses schwierige Thema hier stimmig ausgearbeitet. Das zum Ende des Albums angezogene Tempo, behält man auch bei „Nimm Meine Hand“ bei, welches ebenfalls enorm hochwertig instrumentiert wurde. Energetisch und doch melodiös heulen hier die Gitarren auf, brechen wie eine Welle über den Hörer herein und tragen diesen auf ihren unsanften Wogen immer weiter. Auch hier drücken die Künstler wieder ihren Stempel mit Wiedererkennungswert auf, das Talent für echte Gassenhauer ist ganz klar eine ihrer absolut gekonnten Stärken. Die limitierte Edition im Digipack enthält neben dem neuesten Video auch zwei Bonus-Songs. Eine grundsolide Rock-Nummer beschert man dem Fan hier mit „Von Null Auf Hundert“, sowie einen Mix von „Deutschland Tanzt“ in der Club-Version, welcher deutlich elektronischer und softer als das Original ist. Eine runde Sache, mit viel Inhalt für einen mehr als fairen Preis!

Tracklist: