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  • Christoph Lorenz

Megaherz - „Komet"-Tour - Poppodium Grenswerk, Venlo - 30.04.2022


Veranstaltungsort:

Stadt: Venlo, Niederlande


Location: Poppodium Grenswerk

Kapazität: ca. 500

Stehplätze: Ja Sitzplätze: Nein Homepage: https://www.grenswerk.nl/ Einleitung:

Es ist Samstag, der 30.04.2022, und wir befinden uns heute nicht etwa im Ruhrgebiet oder angrenzenden Umland, sondern machen uns stattdessen gegen späten Nachmittag auf den glücklicherweise nicht allzu langen Weg in die Niederlande. Genauer genommen geht es ins beliebte Shopping-Paradies

Venlo, allerdings nicht (nur) zum Einkaufen, denn unser eigentliches Ziel ist das sogenannte Poppodium Grenswerk. Dort spielen am heutigen Abend die süddeutschen NDH-Helden von „Megaherz“, nachdem sie die zwei geplanten Shows in Eindhoven und eben Venlo aus 2021 aus bekannten Gründen verschieben mussten… Wie so viele andere Künstler leider auch. Vermutlich sind aber gerade die eher lockeren Corona-Regelungen bei unseren Nachbarn überhaupt erst der ausschlaggebende Grund für eben jene Termine gewesen, fielen die auferlegte Kontrolle und Durchsetzung von Besucherbegrenzungen, Maskenpflicht und Impfnachweisen im niederländischen Veranstaltungsbereich doch relativ früh wieder eher locker aus. Mittlerweile sind jene Regelungen sogar komplett aufgehoben worden, die besten Voraussetzungen für ein unbeschwertes Konzert. Als wir gegen frühen Abend in das sehr zentral gelegene Parkhaus fahren, bleibt vorerst aber noch ein wenig Zeit für Quasi-Sightseeing und so geht es in das nahegelegene, mehrstöckige Kaufhaus mit dem Namen „Die zwei Brüder“, aus dessen Haupteingang zahlreiche Leute mit großen Kartons und Paletten strömen, als gäbe es hier etwas umsonst oder unschlagbar gute Angebote. Vergleichsweise günstig sind die Produkte zwar nicht, dafür ist die reine Auswahl an Tee, Süßigkeiten, Saucen, Softdrinks und mehr dafür umso größer. Besonders interessant sind natürlich jene Artikel, die es in deutschen Landen nicht zu kaufen gibt. Wir versuchen, in der uns zur Verfügung stehenden, halben Stunde einen groben Überblick zu erhaschen und legen ein paar Dinge in unseren Einkaufskorb. Anschließend gibt es vom kleinen Imbiss auf dem großen Vorplatz noch stilecht ein paar holländische Fritten zur kleinen Stärkung, ehe wir alles sorgsam im Kofferraum verstauen und uns wieder auf den Weg zurück machen. Weiter oben erwähntes Grenswerk liegt nämlich ungewöhnlicher-, aber gleichzeitig auch erfreulicherweise, nicht wie sonst gerne mal üblich im großen Nirgendwo endloser Industriekomplexe, was für den Ortsunkundigen nicht selten in einer verwirrenden Odyssee gipfeln kann, sondern tatsächlich inmitten der belebten Innenstadt mit all ihren malerischen Gassen. Endlich angekommen, finden wir uns vor einem unauffällig schlichten, aber dennoch recht stilvollen Gebäude aus grauem Klinkerstein nebst angrenzender Bar mit hübschem Außenbereich ein. Vor der noch immer verschlossenen Doppeltür aus Stahl warten noch gut zehn weitere Personen, die augenscheinlich ebenfalls zum Konzert möchten. Von einer langen Schlange fehlt jede Spur. Dass wir jedoch nicht versehentlich irgendwo falsch abgebogen sind, verrät eine große Tafel gleich über dem Eingang: „Megaherz“ prangt dort in schwarzen Lettern. Ansonsten tut sich aber selbst zur ursprünglich angekündigten Zeit um 19.00 Uhr nur wenig. Ab und an ist mal kurz ein Mitarbeiter hinter den großen Fenstern zu sehen. Das war’s. Allmählich fragen sich die wenigen Versammelten, was denn los ist: Wurde die Show plötzlich wieder verschoben und man hat es nur nicht mitbekommen? Wurde das Konzert gar abgesagt? Wurden zu wenig Karten verkauft oder hat sich jemand in der Crew mit Corona infiziert? Stehen wir am Ende doch vor der falschen Location!? Entwarnung: Der Einlass verzögert sich zwar um eine knappe Viertelstunde, dann geht es aber ganz schnell und alle Befürchtungen sind schnell vergessen: Im erstaunlich geräumigen Foyer werden die Tickets kurzerhand gescannt, eine klassische Garderobe gibt es auf Nachfrage nicht. Dafür stehen im Erdgeschoss jedoch zahlreiche Schließfächer zur Verfügung, die an einem kleinen Terminal vorab via EC-Karte gebucht und bezahlt werden können. Direkt dahinter liegen die hochmodernen und lupenreinen Sanitäranlagen mit vielen Kabinen, automatischen Waschbecken und Handtrocknern. Dieser Fakt findet hier gerade deswegen so viel Erwähnung, weil ich in diesem Moment mit blankem Grauen an so manch apokalyptisches WC in den heimischen Clubs denken muss, die sich in vielerlei Hinsicht definitiv eine riesige Scheibe von diesem stylischen, kundenfreundlichen Hybriden zwischen Veranstaltungsort, Restaurant und Bar abschneiden können! Über eine lange Treppe geht es dann ins erste Obergeschoss, wo das Konzert stattfinden soll. Wahlweise steht auch ein Aufzug für Personen mit Handicap, die direkt zwischen Lift und Eingang zum Saal übrigens separate Toiletten haben, zur Verfügung - Sehr lobenswert und gut durchdacht! Auch an der Theke im Inneren geht es wirklich zügig voran: Getränke werden beim Personal auf der linken Seite bestellt, die dann auch sogleich von einem anderen Mitarbeiter gezapft und wiederum zur Rechten nach erfolgter Kartenzahlung ausgegeben werden. Auf diesem Weg hat jeder Gast innerhalb kürzester Zeit seine Bestellung. Ohne langes Anstehen und ohne Gedränge. Zudem sind die Preise von 2,50 Euro bis 4,00 Euro für ein mittleres oder großes Getränk äußerst moderat. Ordentlich versorgt und gut gelaunt warten wir so auf den Beginn…

After Taste:


Der Support, der gegen 20.00 Uhr die Bühne des spärlich gefüllten Grenswerks betreten sollte, war nicht nur meiner Begleitung und mir vollkommen unbekannt, sondern den meisten anderen (deutschsprachigen) Gästen wohl auch, wenn man vorab ein wenig den Gesprächen im Saal gelauscht hatte. Nicht unbedingt verwunderlich, denn als Anheizer wurde ein lokaler Newcomer-Act, der sich erst 2016 gründete, aus den Niederlanden auserkoren. Bis jetzt kann die vierköpfige Band eine Handvoll digitaler Singles samt zugehöriger Musikvideos vorweisen, das innerhalb von sechs Monaten geschriebene und in den Soundhill Studios aufgenommene Debüt „How To Fake Love“ soll erst Mitte September diesen Jahres erscheinen. Der kreative Kopf hinter dem Projekt ist Sänger und Gitarrist Dave Meester, der sonst hauptsächlich bei „God Dethroned“ tätig ist und dessen visionäre Prämisse es mit „After Taste“ war, etwas deutlich Persönlicheres zu erschaffen und daraufhin seine drei ehemaligen Studienkollegen aus Eindhoven akquirierte. Laut eigener Aussage beschreiben „After Taste“ ihre Musik als eine Mischung aus Industrial, Gothic Rock, Doom Metal, Dance, Triphop und Ambient-Elementen, was für einen bizarren Kontrast mit melancholischer Note sorgt. Als Schlagzeuger Ian van Kastel, Bassist Sid van Kastel, Gitarrist Johan Girard und Sänger Dave Meester kurz nach 20.00 Uhr im fahlen Licht der Scheinwerfer erscheinen, fällt der Applaus relativ verhalten aus. Wahrscheinlich auch deswegen, weil generell kaum Besucher da sind. Diejenigen, die anwesend sind, vertreiben sich die Zeit hingegen lieber draußen im Foyer, an der Bar oder beim Merchandise. Schade für die junge Band, die sichtlich um etwas Stimmung bemüht ist und augenscheinlich auch ziemlich passioniert zu Werke geht. Was eine Verbindung zum raren Publikum aber allen voran schwierig macht, ist die extreme Differenz zum eingängigen, treibenden NDH-Sound des Haupt-Acts: Viele Songs, wie beispielsweise „Bleeding Dry“, „Follow Me“, „Seeder“ oder „Siren“, erinnern zuweilen an ältere Stücke von „Candlemass“, sind handwerklich zwar durchaus gut gemacht und werden sehr solide gespielt, scheinen durch ihre düstere Schwerfälligkeit jedoch Fehl am Platz. Was den Kampf um die Gunst des Publikums weiterhin erschwert, ist der äußerst matschige Sound-Brei, der es von jeder erdenklichen Position in der Halle aus nahezu unmöglich macht, etwas zu verstehen. Hinzukommt, dass auf der Bühne relativ wenig Bewegung oder gar Interaktion mit den Zuschauern davor herrscht, was entweder der doomig-schleppenden Musik oder eventuell doch eher Nervosität geschuldet ist? Die vier Mitglieder wechseln nicht ein einziges Mal ihre Plätze und verharren einfach starr auf den anfangs eingenommenen Positionen, Ansagen gibt es kaum. Das passt stilistisch zwar zum Gebotenen, nicht aber zu diesem Abend an sich. Die größte Begeisterung ernten „After Taste“ wohl mit der Ankündigung, dass nach einem letzten Song endlich „Megaherz“ an der Reihe sind… Immerhin wird das ehrlich bemüht wirkende Quartett, dessen wenig beachteter Gig leider schlichtweg am unglücklich gewählten Support-Slot hing, nach rund einer halben Stunde höflich von den Anwesenden beklatscht. Dennoch war es durchaus spannend, auch mal wieder einen Act zu sehen, der in heimischen Konzerthallen nicht vertreten ist!

Megaherz:


Auch wenn an diesem Abend einige Dinge anders als sonst sind, so ist eine Regel doch ziemlich gleich… Und zwar die klassische Startzeit für den Support und Top-Act: Relativ pünktlich gegen 21.00 Uhr gehen die Lichter im Grenswerk ein weiteres Mal aus, womit nun auch die letzten irgendwo im Gebäude verbliebenen Gäste so allmählich in den abgedunkelten Saal gespült werden, der selbst jetzt einfach nicht viel voller werden will. Es sind vielleicht fünfzig Fans gekommen, wenn überhaupt. Ein absolut surreales Bild, wenn ich da so an die bis zum Bersten gefüllte Matrix Bochum oder gar die Turbinenhalle 2 in Oberhausen zur „Zombieland“-Ära zurückdenke. Ob es vielleicht daran liegt, dass die Herzen seit 2018 kein neues Album mehr auf dem Markt haben? War den Fans aus Deutschland der Weg vielleicht zu weit? Gibt es in den Niederlanden keinen großen Markt für gut gemachte NDH? Man wird es wohl nicht erfahren… Unter hektisch zuckenden Stroboskopen und den suchend durch die Reihen umherziehenden Strahlen der Scheinwerfer, schimmert das zuvor in die Höhe gezogene Backdrop mit dem retrofuturistisch wirkenden Band-Logo samt Schriftzug in großen Lettern jetzt in tiefem Rot, während dichte Nebenwolken langsam über die Bühne wabern. Lose, unverständliche Fetzen durchgegebener Funksprüche und ein finaler Countdown zum endgültigen Start bahnen sich ihren Weg durch die angespannt flackernde Kulisse. Weitere Applikationen, wie etwa die seit der „Zombieland“-Tour angestammten Screen-Wände für untermalende Videoprojektionen, sind, vermutlich aus logistischen Gründen, bei den zwei niederländischen Shows nicht dabei. Dafür füllen nun zwei große Podeste den noch im fahlen Halbdunkel liegenden Hintergrund aus: Auf dem linken thront das ausladende Drum-Kit, hinter dem der neue Schlagzeuger Max „Maxx“ Hertweck seinen Platz einnimmt, auf dem rechten positioniert sich Bassist Werner „Wenz“ Weninger. Nur kurz darauf entern dann auch die beiden Gitarristen Christoph „Chris“ Klinke und Christian „X-ti“ Bystron zeitgleich die vordere Hälfte der Bretter, bevor schließlich Frontmann und Sänger Alexander „Lex“ Wohnhaas zum druckvollen Opener „Vorhang Auf“ energiegeladen in die Mitte stürmt. Sogleich schlägt die bis gerade eben noch kaum präsente Stimmung im Grenswerk mit einem Mal um, insbesondere die extra aus Deutschland angereisten Hardcore-Fans in der ersten Reihe sind voll und ganz in ihrem Element. Daran ändert auch nichts, dass Wohnhaas, der sich redlich um für beide Seiten verständliche Ansagen in Englisch bemüht, das endlich etwas aufgetaute Venloer Publikum zunächst mit einem „Good evening, Enschede!“, wo die Herzen erst am Vorabend spielten, begrüßt, bis er seinen Fauxpas lachend bemerkt. Wirklich übel nimmt ihm das aber keiner der gut gelaunten Gäste, die lieber zu einem alten Klassiker abgehen: Das düster rockende „Jordan“ wird wieder in der neu aufgenommenen Version der „Erdwärts“-EP aus 2015 dargeboten, danach geht es direkt ins „Zombieland“, zu welchem der umherwirbelnde Fronter den obligatorischen Baseballschläger vom Cover-Artwork des gleichnamigen Langspielers immer wieder manisch auf den Boden schlägt, bis dieser dem aggressiven Rausch letztlich nicht mehr Stand halten kann und in sämtliche Teile splittert. Ja, „Megaherz“ lassen an diesem Abend wahrlich den musikalischen „Komet“ einschlagen, wenngleich der entsprechende Song heute nicht auf der Setlist steht, die im Vergleich zur damaligen Tournee an einigen Stellen angepasst wurde.

Stattdessen gibt es nämlich erfreulich viel altes Material zu hören: Neben unverzichtbaren NDH-Gassenhauern der Marke „5. März“, ist sogar auch so manch rare Perle aus dem umfangreichen Backkatalog mit dabei. Das ekstatisch knüppelnde „Glas Und Tränen“ ist eine davon und dreht das Grenswerk mit einem unter dem heftigen Bass bebenden Boden gleich mal gehörig auf Links. Bedeutend ruhiger wird es hingegen mit der emotionalen Power-Ballade „Einsam“, die ohne den weiblichen Gegenpart der Studio-Version nur bedingt gut funktioniert und das Gefühl hinterlässt, dass hier irgendetwas Entscheidendes fehlt, wie ich selbst nach mehrmaligen Live-Erlebnissen wieder bemerken muss. Vielen Fans scheint es aber zu gefallen, immerhin kommt etwas Bewegung auf, was sich zu „Nicht Genug“ und der Anti-Trump-Breitseite „Horrorclown“ natürlich umso mehr fortsetzt. Passend dazu das aussagekräftige T-Shirt von Wohnhaas, der sich seinem schwarzen Jackett samt Hemd und Krawatte mittlerweile vollständig entledigt hat, auf dem unmissverständlich „Fuck Racism!“ prangt. Eine eindeutige und wichtige Botschaft, die man anscheinend nicht oft genug kundtun kann. Das kultige „Kopfschuss“ vom megaherzlichen Zweitling Ende der Neunzigerjahre hat für die beiden Gastspiele auch endlich wieder einen Platz im Set gefunden und weiß mit seinem Mix aus schnellen Sprechgesang-Strophen und einem brettharten Refrain so sehr zu gefallen, wie das zynisch-bissige „Ja Genau“. Echte Oldschool-Fans kommen hier definitiv voll auf ihre Kosten! Ebenfalls wieder dabei ist das rührende „Augenblick“, welches der Frontmann gänzlich ohne Begleitung als vereinnahmendes Solo darbietet, das zerbrechliche Piano kommt aus Mangel eines Keyboarders in der Band vom Band. Wirklich störend fällt dieser Umstand jedoch nicht ins Gewicht, die gebündelte Konzentration des Publikums kann somit ganz auf dem wunderbaren Text ruhen. Die hauchzarte Melodie allein lässt Wohnhaas derweil genügend Raum zur gesanglichen Entfaltung, die dieses Stück zweifelsohne benötigt. Dessen extrem stimmgewaltige und einfühlsame Intonation ist jedes Mal wieder ein beeindruckender Beleg für sein ungemein facettenreiches, fähiges Organ, das so viel mehr als die typische Neue Deutsche Härte auszufüllen vermag. Der Beifall fällt dementsprechend groß aus. Verdient.

Mit „Nicht In Meinem Namen“ geht es anschließend ein letztes Mal zurück zum noch immer aktuellen Album „Komet“ und so wird hier nochmals ein klares, politisches Statement gegen den „Bandwurm, der sich durchs Braune wühlt“ gesetzt. Das sinistre „Roter Mond“ sorgt danach für unheimliche Untertöne in den Strophen und ausgelassene Stimmung im Chorus gleichwohl, die ermutigende Rock-Hymne „Gegen Den Wind“ powert dann gegen Ende des Hauptteils nochmal so richtig positiv nach vorne und stärkt das Gemeinschaftsgefühl, wenn alle zusammen einstimmen. So laut wie sonst üblich sind die Gesänge aufgrund etwaiger Sprachbarrieren zwar selbstredend nicht, das tut der mittlerweile wirklich guten Stimmung aber keinen Abbruch. Der unverwüstliche „Megaherz“-Klassiker „Miststück“ beschließt das reguläre Set dann in alter Tradition, vorbei ist die Show danach aber noch nicht. Auch wenn nicht explizit eine Zugabe gefordert wird, kehren die Herzen schon nach wenigen Minuten auf die Bühne zurück… Es ist „Jagdzeit“! Der einzige Song vom genialen „Götterdämmerung“ lässt die Wände mit seinen treibenden Drum-Rhythmen und harschen Riffs ordentlich wackeln und Venlo klatscht im donnernden Takt mit. Klinke und Bystron wechseln immerzu die Seiten, Wohnhaas hetzt wie ein Berserker voller Energie über die Bretter. Das Grenswerk kocht! Das balladeske „Für Immer“ setzt dann einen letzten emotionalen Höhepunkt auf der Zielgeraden und dann geht es mit dem „Himmelsstürmer“ hoch zu den Wolken und Sternen hinaus, bis die Show nach knapp einhundert Minuten leider viel zu schnell endet. Insbesondere nach der langen Live-Durststrecke wäre ein ausgedehnteres Set wirklich wünschenswert gewesen, auch wenn die heutige Show im krassen Gegensatz zum vorherigen und komplett identischen Eindhoven-Gig alles andere als stark besucht und damit von der allgemeinen Partylaune her natürlich eher verhalten war. Dennoch ist es den Münchner Herzen vor diesem Hintergrund umso mehr hoch anzurechnen, das Konzert mit gewohnt viel Energie und großer Spielfreude gegeben und nicht stattdessen gecancelt zu haben. Ein Plus in der Reisekasse dürften „Megaherz“ an diesem Abend nämlich nicht verzeichnet haben, eher im absoluten Gegenteil… Das ist noch echter Rock ’n’ Roll! Sehr schön auch, dass man den sehr familiären Rahmen anschließend noch dazu nutzt, um gemeinsam gute Gespräche zu führen oder das ein oder Kaltgetränk zu sich zu nehmen, bis auch der letzte Autogramm- oder Fotowunsch erfüllt ist - Toll! So geht gegen 23.30 Uhr ein sehr schöner Mini-Ausflug in die Niederlande mit einem in vielerlei Hinsicht andersartigen Konzert in einer tollen Lokalität langsam zu Ende. Der Band selbst, die momentan an einem neuen Studioalbum arbeitet, ist nur zu wünschen, dass ihr Gastspiel keinen finanziellen Schaden hinterlassen hat und die Fans ihnen 2023 dafür umso mehr die Tickets aus der Hand reißen. Bis dahin!

Setlist:


01. Intro

02. Vorhang Auf

03. Jordan

04. Zombieland

05. 5. März

06. Glas Und Tränen

07. Einsam

08. Nicht Genug

09. Horrorclown

10. Kopfschuss

11. Ja Genau

12. Augenblick

13. Nicht In Meinem Namen

14. Roter Mond

15. Gegen Den Wind

16. Miststück

17. Jagdzeit

18. Für Immer

19. Himmelsstürmer Impressionen:


Ines Dragon - Ines Dragon - Konzertfotografie & more


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