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BEITRÄGE:

  • Christoph Lorenz

Subway To Sally - „Neon"-Tour - Christuskirche, Bochum - 19.03. + 20.03.2016

Veranstaltungsort:

Stadt: Bochum, Deutschland

Location: Christuskirche

Kapazität: ca. 500

Stehplätze: Nein

Sitzplätze: Ja

Homepage: http://www.christuskirche-bochum.de

Einleitung:

Die Sonne am Himmel senkt sich langsam. Ihre letzten, schwachen Strahlen blitzen durch die dichte, graue Wolkendecke. Irgendwo, nicht weit von mir, höre ich ein repetitives, immer wiederkehrendes Donnern. Zwischen dem dichten Geäst einiger Büsche und Bäume, bahnt sich ein schwerer Güterzug behäbig seinen Weg über die alte Gleiskonstruktion, welcher unter dem großen Druck immerzu ein lautes Seufzen entlockt wird. In der Ferne dahinter liegt, ganz so, als wolle sie konstant daran erinnern, wo genau man sich denn nun befindet, eine urige Kleingarten-Siedlung, im Ruhrgebiet liebevoll „Schrebergarten“ genannt. Ich befinde mich auf einem kleinen, spontanen Feierabendspaziergang, durch den weitläufigen Westpark an den Jahrhunderthallen, welcher an Tagen wie diesen seine Funktion als Ruhepol bestens erfüllt und auf mich nicht selten wie ein infrastruktureller Koloss wirkt, welcher sich an dieser Stelle trotzig, fast schon protestantisch, inmitten des Trubels eines oftmals nur allzu hektischen Stadtlebens, einfach niedergelassen hat. Auf den staubigen Pfaden aus knirschendem Kies, schimmert die markant-konträre Pott-Romantik, verwitterter Industriegebäude, weitläufiger Wiesen und großflächig angelegter Teichanlagen, besonders gut durch. Überdurchschnittlich gut und dicht besucht, ist die zentrale Fläche mit Kult-Charakter, jedoch keinesfalls. In seltenen Abständen begegnet mir mal ein Spaziergänger mit seinem Hund oder ein Jogger, welcher ehrgeizig seine Kilometer runterreißt. Offiziell, so heißt es, ist Frühlingsbeginn. Wirklich etwas davon zu merken, scheint, dem launigen Wetter sei Dank, niemand so recht. Genug wohltuende Ruhe also, Seele und Gedanken ein wenig baumeln und ganz ihrer selbst zu überlassen. Ich suche mir eine kleine Bank am Wegesrand aus und lasse den Blick über die beschriebene Szenerie schweifen. Durch die Kopfhörer dringt, nach langer Zeit mal wieder, „So Fern So Nah“ an meine Ohren und trägt zur langsam bei mir einkehrenden Ruhe bei. Als kleine Einstimmung auf das nahende Wochenende, habe ich mir eine schwarz-bunte Auswahl verschiedener Titel von „Subway To Sally“ zusammengestellt. In nunmehr weniger als einer Woche, bespielen die umtriebigen Potsdamer die namhafte Christuskirche, mitten im Zentrum Bochums und das gleich an zwei Tagen. Das letzte Mal gastierte die Band hier mit ihrer Akustik-Tournee „Nackt II“ im April 2010, also vor fast genau sechs Jahren. Obwohl ich seitdem unzählige, weitere Konzerte und Festivals diverser Formationen besucht habe, ist mir das Konzert des 20.04. in besonders guter Erinnerung geblieben. Vom bloßen Bühnenbild, über die umfangreiche, perfekt abgestimmte Setlist, bis hin zu den Arrangements, der Leidenschaft und der schieren Spielfreude, stimmte einfach alles. Definitiv keine Selbstverständlichkeit in heutigen Zeiten der Branche, wie ich in den Folgejahren das ein ums andere Mal feststellen musste, wenn ich mir nach den Shows einiger Künstler, auf eine seltsam dreiste Art und Weise, um mein gezahltes Geld betrogen vorkam. Gegenteilig erinnere ich mich aber auch nur allzu gern an meine lang anhaltende Euphorie nach eben jenem Abend und das gleichzeitig aufkeimende Ärgernis, im Voraus kein Ticket für die zweite Show erstanden zu haben. Sollte das sakrale Kulturzentrum diese Band künftig erneut an zwei aufeinanderfolgenden Tagen beherbergen, würde ich vorbereitet sein. Zu meiner Freude kam es genau so: Gleich zu Beginn des noch jungen Jahres, am 07. Januar um genau zu sein, enthüllte man unter einem mysteriösen Neologismus, das neueste Projekt, samt Tourdaten. Nach zwei ausgiebigen Akustik-Tourneen, wolle man keine Wiederkehr des ewig Gleichen zelebrieren, sondern stattdessen ein ausgefeiltes Experiment wagen. In Anlehnung an die letzte Produktion, das erfolgreiche Studioalbum „MitGift“, für welches man ein weiteres Mal überraschend neue Wege beschritt und erstmalig elektronische Elemente, wie aufpeitschenden Dubstep und sphärisch-verzerrte Klänge diverser Couleur, in den eigenen Sound einfließen ließ, will man nun einen Schritt weiter gehen und das Konzept auf die Bühnen übertragen. Eine Neu-Nackt-Tour also, kurz „NeoN“. Statt überschwänglicher Freude, machte sich mancherorts sogleich wieder die fast schon zu erwartende Skepsis breit. Wie immer, wenn die eigene Lieblingsgruppe etwas Neues wagt und sich aus dem, über die Jahre immer straffer gewordenem Korsett zu befreien, sich Luft zu verschaffen, beginnt, ist oftmals nichts größer, als die kritischen Stimmen. Ob man sich jetzt einem bestimmten Trend anbiedern wolle, ob man jetzt dem verteufelten Mainstream näher komme und sich von den geliebten Wurzeln endgültig entferne, heißt es dann. Und wie die Vergangenheit das ein ums andere Mal zeigte, ist diese Vorsicht nicht immer unbegründet - der zu balancierende Grad zwischen frischen Akzenten und Wilderei in gänzlich anderen Gefilden, nicht selten gefährlich schmal. Doch häuten sich „Subway To Sally“ nicht zum ersten Mal, man denke beispielsweise an das harte „Engelskrieger“ und sollen so auch schon bald in Bochum, die selbsternannten Kritiker der Szene ein weiteres Mal ungläubig verstummen und unbedeutend erscheinen lassen. Die Zeichen stehen auf „NeoN“!

Wirklich große Sprünge, hat das Wetter bis zu diesem, lang herbeigesehnten Wochenende nun wirklich nicht gemacht. Im Gegenteil: Durfte die Sonne vor einigen Tagen zumindest ansatzweise hinter der dichten Wolkenfront hervor blinzeln, so zeigt sie sich an diesem Tag kein einziges Mal. Fast stündlich muss man gar eine heftige Laune der Natur, in der unschönen Form eines stürmischen Regenschauers, fürchten. Doch der Wettergott scheint milde gestimmt und verschont Bochum, das Herz des Ruhrgebiets, gar gütig vor wilden Witterungseskapaden. Mein Ziel heute, ist die unter Denkmalschutz stehende Christuskirche, zentral gelegen im Stadtkern, von welcher lediglich noch der altehrwürdige Glockenturm aus Kriegszeiten übrig geblieben ist. Gottesdienste werden hier nur noch selten abgehalten, stattdessen hat sich diese Lokalität als beliebter Ort für Konzerte jeglicher Art und Stilistik etabliert. Ortskundige und findige Fahrer, können hier in der Umgebung recht schnell einen nahen Parkplatz erhaschen. Nicht weit entfernt, nämlich direkt gegenüber des Veranstaltungsortes, liegt das große Gebäude einer Musikschule, welche offenkundig lediglich unter der Woche zum Unterricht einlädt. Eine gute Möglichkeit, um das Auto abzustellen und sich ohne zu lange zu verweilen, direkt zum Haupteingang aufzumachen. Als ich um den breiten Anschlussbau herumgehe, sticht mir unweigerlich eine breite Ansammlung ins Auge. Schon eine gute Stunde vor dem offiziellen Einlass, welcher für 19 Uhr anberaumt ist, hat sich hier, direkt auf dem „Platz des europäischen Versprechens“, auf welchem gravierte Steinplatten eingelassen wurden, schon ein Großteil der Anhängerschaft versammelt und wartet gespannt, doch geduldig auf den baldigen Einlass. Langsam dämmert es und die in den Boden verbauten, violetten Lichter erhellen Warteschlange und Kirchturm. Ich blicke hinter mich und beäuge beeindruckt die endlos scheinende Warteschlange, welche bis zur Hauptstraße reicht und sich hinter einem angrenzenden Möbelhaus verliert. Gut, dass ich mich noch recht zeitnah bei den bereits Wartenden eingereiht habe. Kurz nach der angeschlagenen Zeit, öffnet sich tatsächlich die Doppeltür und die ersten Fans strömen eilig in das Innere. Auch ich gelange nur wenig später zum Sicherheitsbeauftragten, lasse mich einer kurzen Abtastung, sowie Taschenkontrolle unterziehen und zeige im direkten Anschluss meine Karte bei der Entwertung vor. Im kleinen Foyer befinden sich die öffentlichen Sanitäranlagen, ein kleiner Stand mit neuem Merchandising, an welchem es unter anderem Kleinigkeiten wie Armbänder, Tassen, Bandanis oder auch neue Shirt-Motive zu erwerben gibt und auch ein kleiner Tisch, welcher sonst als Abendkasse fungiert, ist dort zu finden. Doch an diesem Abend bleibt er unbesetzt, der Stuhl dahinter ist leer. „Ausverkauft!“, meldeten diverse Portale im Netz schon vor Wochen. Die Zeichen stehen also gut, für ein stimmungsvolles Konzert der ganz besonderen Art. Zügig tätige ich meinen Einkauf in der mittlerweile doch sehr beengten Empfangshalle und trete dann durch die schweren Holztore in den Saal. Die ersten Reihen direkt vor der Bühne sind schon gut gefüllt, einige Gäste halten noch Ausschau nach einem geeigneten Platz, andere wiederum versorgen sich am Catering der „Matrix“ mit kühlen Getränken. Ich tue es ihnen gleich und teste anschließend einige Positionen aus, stelle mich mit analytischem Blick ins breite Mittelschiff, überfliege erst die Seite zu meiner Linken, dann die rechte Seite. Kurz darauf werde ich fündig und entscheide mich für den Platz in einer kleinen Nische, direkt an einem der bunten Kirchenfenster und nicht weit der Bühne. Diese entfaltet sich auch auf der 2016er-Tour zum Blickfang schlechthin und wird kurzerhand zum beliebten Fotomotiv diverser Besucher auserkoren. Das Backdrop, welches sich halbrund um die Konstruktion im Hintergrund schlingt, wird von malerischen, bedrohlich wirkenden Dornenranken geziert. Direkt davor befinden sich, mächtig anmutende Aufbauten aus diversen Röhren und Geländern, welche von der Bühnenmitte aus zu den Seiten abgestuft sind und offenbar als Podeste für die Musiker erdacht sind. Davor sind bereits einige der Instrumente aufgereiht. Einige viktorianisch anmutende Laternen runden das mystisch-imposante Gesamtbild, zwischen dunkler Märchenwald-Atmosphäre und kühlem Steampunk ab. Eine beeindruckende und vor allem würdige Kulisse, für das Folgende! Mittlerweile neigen sich die beiden Zeiger auf 20 Uhr zu. Ein erster, hallender Gong hat bereits aufhorchen lassen und viele der Anwesenden dazu bewegt, hektisch ihre gesicherten Plätze aufzusuchen. Immer mehr Fans beginnen im Halbdunkel, über die breite Abdeckung einer Verkabelung, direkt neben meinem Platz zu stolpern und können sich gerade noch vor einem bösen Sturz bewahren. „Hier ist einfach nichts mehr frei!“, empört sich eine junge Frau nicht weit neben mir. Und es stimmt: Die Bänke, als auch die Stühle zu den Seiten sind großteilig besetzt und auch die Ränge auf dem Balkon darüber, scheinen wie ausgebucht. Freundlich rücken einige Besucher auf, um so manch unfreiwillig Stehendem einen Platz zu ermöglichen. Andere wiederum bleiben in alter Gewohnheit einfach stehen und tuscheln nach dem zweiten Gong aufgeregt durcheinander.

Subway To Sally:

Pünktlich zur besten Sendezeit, um 20.15 Uhr, ist es dann schließlich soweit. Ein drittes, letztes Signal kündigt unmissverständlich den Beginn der Show an und die Lichter erlischen vollständig, während begeisterte Jubelstürme den ganzen Saal durchfluten. Die gesamte Kirche liegt nun in einem ungewisser Dunkelheit, plötzlich wird es mit einem Schlag ganz und gar andächtig still. Die Spannung ist zum greifen nah, als plötzlich eine maskierte Gestalt, in einen langen, schweren Mantel mit Kapuze gehüllt, schlussendlich die Bretter betritt. Mit langsamen Schritten, erklimmt sie Stufe für Stufe die mittlere Erhöhung und positioniert sich direkt im Zentrum des Geschehens, genau vor einer mystischen, bläulich schimmernden Kugel, welche nun die einzige Lichtquelle im Raum darstellt. Beschwörend breitet der Vermummte die Hände darüber aus und wie aus dem Nichts, erhebt sich ein tiefes Vibrieren, welches schon bald in ein unheilvolles Grollen übergeht. Auf einmal betreten weitere, schemenhafte Teilnehmer die Bühne und verharren schließlich, wie zu Stein erstarrt, als vereinzelte Silhouetten auf ihren Plätzen. Das lautstarke Erklingen einer Glocke erschüttert den Bodenplatten und gebetsartige Mönchschoräle schallen durch die vereinzelten Sitzreihen. Die verzerrten Töne werden immer lauter und kurz bevor das Dröhnen unaufhaltsam zu übersteuern scheint, erhellen sich die Laternenpfähle gleichsam und geben den Blick auf die komplette Band frei. „Subway To Sally“ sind zurück! Wieder bricht Begeisterung los und als schließlich Frontmann Eric Fish mit langsamen Schritten die Szenerie betritt, um sich unter tosendem Beifall in der Bühnenmitte auf seinem Platz niederzulassen, gibt es kaum mehr ein Halten im Publikum. Eine nur allzu bekannte Akkordabfolge, wird von den Saiten einer Gitarre sanft und zerbrechlich getragen und kündigt den Opener „Wenn Engel Hassen“ an. Alle Aufmerksamkeit ruht nun auf dem markanten Gesang des Sängers, dessen Hände im schalen Licht der vereinzelten Scheinwerfer, auf einem kunstvoll geschwungenen Gehstock ruhen. Erst kurz vor dem hymnenhaften Refrain, welcher an diesem Abend wohl von jedem Einzelnen nur allzu gerne zelebriert werden möchte, erhebt er diese und spreizt seine Finger zum kollektiven Mano Cornuta, einem aus okkulten, vor allem aber aus der Metal-Szene bekannten Handzeichen. Die Fans tuen es ihm gleich und während die Beleuchtungskörper immer wieder mit ihren flirrenden Lichtern erstrahlen, feiert man gemeinsam diesen spektakulären Auftakt. Wild aufkreischende Elektro-Sounds, tanzbare Rhythmen und die unverkennbare Melodie einer Violine, leiten im nahtlosen Anschluss das tragisch-bizarre „Die Rose Im Wasser“ ein.

Schon jetzt beginnt der geneigte Zuschauer so langsam ein Bild davon zu bekommen, auf welch experimentelle, doch gleichsam höchst durchdachte und vor allem melodiöse Reise er sich hat einladen lassen. Die Fusion der folkigen, historischen Instrumente und Klänge, harmoniert wie aus einem Guss mit den druckvollen, stakkatoartigen Kontrasten, zwei Welten scheinen zaghaft, doch alles andere als geräuschlos, aufeinanderzuprallen und immer mehr miteinander zu verschmelzen. Entgegen einiger Befürchtungen, stehen sich die gänzlich unterschiedlichen Genres nicht im Wege oder blockieren sich gar. Im Gegenteil: Die neuen Arrangements scheinen Hand in Hand zu gehen, heben sich gegenseitig viel eher hervor, als das sie sich schaden und fügen sich, mal als Einleitung, mal als Zwischenpart oder gar alternatives Solo, bestens in den jeweils anderen Kosmos, als unterstützendes Versatzstück ein. Die anfänglichen Zweifel der Zuschauer? Direkt über Bord geworfen! Die Stimmung? Schon jetzt überbordend! Die Feuertaufe in der Christuskirche Bochum? Bravourös bestanden! Eine weitere Überraschung folgt mit dem lange nicht mehr gespielten „Verloren“, vom Album „Engelskrieger“. Insbesondere der ausgeprägte Endpart vor dem letzten Refrain, lässt sich als bezeichnend für das neuartige Konzept nennen, ausnahmslos jeder Fan klatscht nun im Takt mit und beschließt so einen großartigen Beginn. „Hallo Freunde, Hallo Bochum!“, begrüßt Eric das Auditorium sichtlich erleichtert in alter Tradition. Jedem, der sich dazu bereit gezeigt hat, sich auf dieses Erlebnis einzulassen, sei gedankt und es ereile ihn ganz sicher kein „Böses Erwachen“. Die Anhänger verstehen die versteckte Botschaft natürlich sofort und zollen auch diesem Klassiker im neuen Gewand euphorisch Tribut. Doch auch auf einige aktuelle Stücke wolle man auf dieser speziellen Konzertreise nicht verzichten, waren es doch genau diese, welche Vorlage und Anreiz dazu überhaupt erst lieferten. Ein Titel, welcher zwar nicht direkt ebenjenem Album entstamme, dem jeweiligen Universum des vertonten Verbrechens jedoch zugehörig sei, widmet man sich nun mit dem Titeltrack „MitGift“, welcher exklusiv auf dem Sampler eines bekannten Szene-Magazins zu finden war. Das man die Kompositionen nicht einfach nur lieblos übernommen und geringfügig angeglichen hat, offenbart sich hier. Komplett umarrangiert präsentiert sich die treibende Nummer, lässt trügerisch einen kurzen Momente der Ruhe zu, bäumt sich wütend im Refrain auf und entlädt sich in einer halsbrecherischen Mixtur aus der bekannten Vorlage und ruckartigem, harschen Dubstep. Nach einer kurzen Belehrung über die Entstehung und Hintergründe des psychedelischen „Schwarze Seide“, nach welchen der Radiologe Carl von Cosel seine verstorbene Ehefrau zunächst konservierte und ihr dann auf morbide Art und Weise neues Leben einzuhauchen versuchte, kommt Bochum auch jetzt in den Genuss einer gänzlich neuen Version. Zwischenzeitlich zaghaft und fast wie eine herkömmliche Liebesballade intoniert, bricht im Refrain ein weiteres, synthetisches Gewitter über die Fans herein, welches direkt in das kurze Akustik-Stück „Coda“ übergeht, bei welchem besonders Ingo Hampfs’ Können im Umgang mit der Laute im Fokus steht. Der erste wirklich ruhige, romantische Akzent wird dann mit „Ins Dunkel“ vom Album „Schwarz In Schwarz“ gesetzt, welches nicht besser in diesen familiär anmutenden Rahmen passen könnte und mit seinen warmen Akzenten für eine wohlige Gänsehaut in bester Wohnzimmer-Atmosphäre sorgt.