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BEITRÄGE:

Subway To Sally - „Eisheilige Nacht" - Turbinenhalle, Oberhausen - 19.12.2025

  • Autorenbild: Christoph Lorenz
    Christoph Lorenz
  • 10. Jan.
  • 18 Min. Lesezeit

Veranstaltungsort:

Stadt: Oberhausen, Deutschland


Location: Turbinenhalle 1


Kapazität: ca. 3.500


Stehplätze: Ja


Sitzplätze: Nein



Einleitung: Es ist Freitag, der 19.12.2025. Der letzte Arbeitstag vor meinem längeren und durchaus dringend nötigen Urlaub und ohne, dass ich es weiß, zudem auch mein allerletztes Konzert für dieses Jahr. Eigentlich stand ursprünglich noch eine weitere Show einer anderen Band auf dem Plan, was sich aufgrund nur wenige Tage später einsetzender Grippe jedoch leider zerschlagen soll… Shit happens! Umso schöner ist dafür, dass die heutige Ausgabe der diesjährigen „Eisheilige Nacht“-Tournee ein ganz toller Abend und somit würdiger Abschluss 2025 werden wird! Zum Glück kann ich dieses Mal relativ früh in den Feierabend verschwinden, sodass man sich in Ruhe fertigmachen kann und uns die große Hetzerei durch dichten Feierabendverkehr ähnlich dem Vorjahr erspart bleibt. Wir sammeln also unsere Begleitung ein und schon geht’s nach Oberhausen, wo wir schon eine gute halbe Stunde später pünktlich zum Einlass auf den großen Parkplatz rollen. Da die Garderobe in den beiden Turbinenhallen eigenständig in recht kleinen Spinden untergebracht werden muss und sich dieses Unterfangen mit dicken Winterjacken ziemlich schwierig gestaltet, lassen wir diese vorsichtshalber im Wagen und machen uns auf zum Eingang. Lange müssen wir nicht vor den Toren frieren und befinden uns kurz darauf im schlauchartigen Foyer. Zur rechten Seite sind der große Ausschank und die Merchandising-Stände aller vier Bands, auch der offizielle Fan-Club wirbt um neue Mitglieder. Geradeaus geht es in den Raum mit den bereits erwähnten Schließfächern, während linksseitig gleich hinter den zwei Doppeltüren, welche direkt in den Konzertsaal hineinführen, mit dem kleinen Bistro eine erfreuliche Neuheit auf die Besucher wartet. Wie „neu“ die Inhouse-Imbiss-Gastro wirklich ist, vermag ich zwar nicht genau zu sagen, immerhin war ich schon seit knapp anderthalb Jahren nicht mehr vor Ort, aber ein toller Service bleibt es dennoch. Hier gibt es beispielsweise frisch zubereitete Pommes, Bockwurst, Currywurst, Burger und andere warme Snacks für den kleinen Hunger. Eine prima Sache für alle Fans, die es vor dem Konzert nicht mehr geschafft haben, sich ordentlich zu stärken. Das umständliche Wertmarken-System, die man ebenfalls im Foyer erhält, bleibt jedoch nervig… Pünktlich um 18.00 Uhr durchdringt plötzlich die Melodie eines Dudelsacks die gesamte Turbinenhalle und zieht die Gäste rattenfängergleich von Außenbereich, Bistro, Bar und Merch sofortig in den Saal hinein. Applaus brandet auf, denn es ist niemand Geringeres als Eric Uwe „Fish“ Hecht, der jetzt plötzlich auf der Bühne erscheint, um den Abend traditionell mit einigen persönlichen Worten zu beginnen.

„Hallo Freunde! Mit diesem kleinen Stückchen von unserer ersten Platte erkläre ich die Eisheilige Nacht 2025 offiziell für eröffnet!“, begrüßt der Sänger das Publikum. „Ja, die eisheiligen Nächte finden heute schon zum vierzehnten Mal im Ruhrpott statt: Damals erst in Bochum, danach in Bocholt und nun in Oberhausen… Eine gute Wahl, wie mir scheint. Fühlt euch wohl hier!“, berichtet er dann weiter, wobei der ein oder andere Gast es manch verwirrtem Blick nach zu urteilen bemerkt haben wird, dass Fish bei den bisherigen NRW-Spielorten etwas durcheinander gekommen ist: Die letzten beiden Ausgaben der EHN fanden nämlich nicht in Bocholt, sondern Dortmund statt. 2023 im Rahmen des ehemaligen Publikumsmagneten „Phantastischer Lichterweihnachtsmarkt“ im altgedienten Fredenbaumpark, ein Jahr später dann auf dem im Vorfeld viel umstrittenen und missglückten Quasi-Nachfolge-Event „WinterLights“ im Revierpark Wischlingen… Von 2011 bis 2019 gastierte man nach den Feiertagen zuverlässig im RuhrCongress Bochum, 2020 sollte die traditionsreiche Tournee stattdessen erstmals in Köln Halt machen, was durch die folgende Pandemie jedoch verhindert wurde. Stattdessen sattelte man in der Zwischenzeit für das große Wiedersehen in 2022 auf Oberhausen um, damals in Turbinenhalle 2. Die allererste „Eisheilige Nacht“ im Ruhrgebiet fand übrigens im Jahr 2010 ebenfalls schon in der ersten und damals noch einzigen Turbinenhalle statt - Schnee-Chaos, Tour-Bus-Panne und damit einhergehender, verspäteter Beginn inklusive! „Im Laufe des Abends haben wir für euch ausschließlich Bands mit dabei, die noch nie zuvor auf der „Eisheiligen Nacht“ waren!“, erzählt Fish weiter. „Und zwar „Kupfergold“ und was mich ganz besonders freut, weil sie schon ganz lange Wegbegleiter und sehr gute Freunde von uns sind, erstmals „Schandmaul“ und danach natürlich noch „Subway To Sally“! Aber wir beginnen jetzt mit ganz viel Frohsinn, denn die erste Band kommt aus einer Stadt der Fröhlichkeit… Kölle nämlich! Freut euch auf Dudelsack-Punk mit „Haggefugg“, viel Spaß!“.

Haggefugg:

 

Die diesjährige Ausgabe der eisheiligen Nächte eröffnen dürfen die 2015 gegründeten „Haggefugg“ aus Köln. Dabei kann die sechsköpfige Band, deren Name aus der Zeit der Kreuzfahrer stammt und so viel wie „kampfungtauglich“ bedeutet, mittlerweile auf erfolgreiche Crowdfunding-Kampagnen, drei Studioalben und zahlreiche Auftritte im Vorprogramm einiger namhafter Szene-Acts wie „Rauhbein“, „Vogelfrey“ und sogar „In Extremo“ zurückblicken! Im Hintergrund künden ein großes Backdrop sowie die beiden ebenfalls in schwarz-rot gehaltenen Logo-Banner schon von der baldigen Ankunft der Rheinländer, davor ragen zwei halbhohe Lichtmasten in die Höhe, zwischen denen eine lange Eisenkette mit einigen daran befestigten, flackernden Laternen hängt. Zum atmosphärischen Intro „Tanz Und Gloria“ vom gleichnamigen, aktuellen Langspieler betritt nun das Dudelsack-Duo aus Patrick „Fidus Pisack“ Knobloch und David „Dudel zu Lang“ Haas die Bretter und positioniert sich gut sichtbar auf den seitlichen Ego Risern, während jetzt auch Schlagzeuger Carsten „Der Meticus“ Röbkes, Bassist Tim „Bassbär“ Horschmann, Gitarrist Alexander „Martin Lauther“ Berghaus und zuletzt Sänger Yannick „Gregor Krähenkehle“ Delseit hinzukommen. „Guten Abend, wir sind „Haggefugg“ und das ist „Spieglein“!“, ruft der Frontmann gut gelaunt zur Begrüßung und los geht‘s mit ebenjenem Song, welchem sich der düstere „Märchenwald“ vom selben Werk aus 2024 anschließt. „Habt ihr Bock zu feiern!?“, erkundigt sich der Sänger. Und ja, Oberhausen hat Bock und wie! „Haggefugg“ scheinen den Besuchern gut zu gefallen und in den vorderen Reihen sogar ein paar eigene Anhänger mitgebracht zu haben. Immer wieder schnellen hier Fäuste nach oben und auch für die rhythmischen „Hey“-Rufe ist nicht viel Animation vonnöten. Mit dem Hinweis, dass die Gastgeber von „Subway To Sally“ auf ihren Shows ja regelmäßig den obligatorischen Schrei von ihren Fans einfordern, erbitten die kölschen Mannen nun hingegen ein lautes „Hexenkessel“ vom Publikum - Funktioniert! Die Hymne zum eigenen Mini-Festival, das diesen Sommer anlässlich des zehnjährigen Jubiläums erstmals im Kölner Stollwerck stattfand, hat ordentlich Dampf unter dem Kessel und weiß damit sofort zu gefallen.

„Oberhausen, ihr seid der Wahnsinn! Da freuen wir uns umso mehr, dass wir nächstes Jahr gleich drüben im Kulttempel unseren Tour-Start haben. Ich freue mich über jeden von euch. Wenn wir zusammen sind, sind wir überall daheim…“, leitet Delseit dann zum beschwingten „Daheim“ über, das musikalisch stark an die jüngere Ära von „Saltatio Mortis“ erinnert und zu dem gemeinsam auf das Zeichen des Sängers hin gesungen werden soll. „Oberhausen, von vorne bis hinten… Glaubt ihr an euch? Ich glaube an euch!“, ermutigt er das Publikum und es gelingt. Der anschließende Applaus ist natürlich riesig! Da man in einer großen Familie über alle Themen sprechen können muss, wird es zu „Brennende Welt“ nun ernster, handelt dieses Stück doch von Depressionen. „Lasst uns zusammen ein Leuchtfeuer entfachen und zeigen, dass niemand alleine sein muss!“, bittet der Fronter die Fans nun darum, die Taschenlampen der Handys als Leuchtfeuer in der Dunkelheit einzuschalten. So manchem Genre-Kundigen wird die signifikante Melodie der Dudelsäcke hier vielleicht bekannt vorkommen, findet diese doch etwa auch bei „En Esta Noche“ von „In Extremo“ ihre präsente Verwendung. Ursprünglich geht diese übrigens auf einen traditionellen, italienischen Saltarello zurück. Der Song vom 2019 erschienenen „Fass Zum Teufel“ bleibt jedoch der einzig Ältere im heutigen Set, das Debüt „Metgefühl“ wird hingegen gar nicht bedacht. Der Fokus liegt somit deutlich auf dem neuesten Material, zu dem dann auch „Böses Spiel“ und der abschließende „Totentanz“ zählen, bevor das Set nach rund fünfunddreißig Minuten auch schon endet, da in einer guten Viertelstunde bereits die nächste Band starten soll… Ein straffes Programm! „Haggefugg“ gehen an diesem Abend aber nicht ohne herzlichen Beifall und eine ganze Menge Zuspruch von der Bühne, sodass die Sechs sich wahrlich sicher sein können, im Folgejahr den ein oder anderen Gast bestimmt auf ihrer eigenen Tour wiederzusehen!

Kupfergold:

 

Um 18.50 Uhr ist es auch schon an der Zeit für die nächste Band des Abends: Nicht Silbereisen, sondern „Kupfergold“! Die 2018 gegründete Band stammt dabei ebenfalls aus der bekannten Domstadt am Rhein und das hört man auch, denn die Fünf verquicken den von uns so geliebten Folk-Aspekt nicht nur mit Rock, sondern auch einer ganzen Menge Humor. Kaum verwunderlich also, dass die jungen Musiker vor allem über die sozialen Kanäle und spaßigen Live-Auftritte ihre Beliebt- und Bekanntheit nicht nur im hiesigen Musik-Umfeld, sondern auch in der Convention- und Festival-Szene schnell steigern konnten. Ein lautes Alarm-Signal ertönt und schon entern Schlagzeuger „Bummbummbasti“, Bassist „Kai der Hai“, die beiden Gitarristen „Flint Stone“ und „Eric Rhymes“ zum cheesy 80‘s-Sound die in tiefblaues Licht getauchte Bühne. Sängerin „Bonnie Banks“ ist die Letzte im Bunde. „Applaus, Oberhausen!“, begrüßt die sympathische Frontfrau in ihrem wallenden Meerjungfrau-Mittelalter-Hybrid-Kleid das Publikum und schon legen die rheinischen Frohnaturen mit dem positiv-verrückten Titeltrack ihres aktuellen Studioalbums „Fasan Alarm“ los. Mittlerweile ist der Saal wirklich gut gefüllt. Die Reihen stehen bis zum hinteren Drittel des großen Saals dicht an dicht und auch die Balkone ringsum scheinen voll besetzt. Trotzdem ist die Stimmung derweil noch etwas verhalten, was sich in den kommenden vierzig Minuten jedoch rasch ändern soll. „Scheiße, ist das geil hier! Hallo, wir sind „Kupfergold“ und wir definieren uns als Mitmach-Band…“, begrüßt Banks die Gäste im typisch kölschen Dialekt. Die deutliche Anweisung fürs Publikum zum Mitsingen lautet: In die Hocke gehen und die Brust soweit raus, dass man das Gefühl bekommt, als würde man sich in die Hose scheißen. Alles klar soweit? Die launige Tavernen-Hymne „Zum Goldenen Rammler“ vom 2021 erschienenen Album „Heiliger Bimbatz“ kommt dem großen Applaus nach zu urteilen jedenfalls ziemlich gut an.

„Dankeschön, Oberhausen!“, ergreift jetzt Rhymes zur linken Seite das Wort. „Das ist heute Abend ganz besonders emotional, weil ich hier schon so viele Bands als Gast gesehen habe. Das jetzt mal aus dieser Perspektive zu sehen, ist echt unglaublich!“, freut sich der Gitarrist aufrichtig. „Überwältigend, dass wir auf der eisheiligen Nacht dabei sein dürfen… Dankeschön an „Subway To Sally“ und Danke euch für den Zuspruch!“, ergänzt Banks. Weiter geht’s mit dem jüngsten Hit „Und ‘N Tripper“, der scheinbar nicht wenigen Besuchern bestens bekannt ist und damit äußerst stimmstark besungen wird. „Ist das krank! Fuck!“, freut sich die quirlige Sängerin ob des hohen Zuspruchs und weil man laut eigener Aussage ja die „krasseste, übeleste Metal-Band aller Zeiten“ ist, darf die eigene Hymne „Kupfer & Gold“ natürlich nicht fehlen. „So, jetzt wird’s sentimental… Das ist für uns alles andere als selbstverständlich, das ist unfassbar schön und wir sind so glücklich. Ey, wir stehen hier mit den Helden unserer Kindheit auf der Bühne mit „Subway To Sally“ und „Schandmaul“… Wir hätten uns nie träumen lassen, dass wir mal eines Tages die Bühne mit ihnen teilen dürfen!“, freut sich Bonnie Banks ausgelassen und zeigt sich danach in sich gekehrter: „Bald ist ja Weihnachten. Für sehr viele Leute ist das ja eine schöne Zeit, die sie mit tollen Erinnerungen verbinden, aber für manch andere ist das wiederum nicht so eine geile Sache. Für mich zum Beispiel… Das hilft mir gerade auch extrem, mit meinen Jungs unterwegs zu sein. Das ist einfach unfassbar schön für mich! Deshalb würde ich sagen, holt jetzt mal alle die Taschenlampen raus…“, bittet sie zur emotionalen Ballade namens „Lichtermeer“, dem gleichnamigen Titeltrack des letzten Albums aus 2024. Danach ist mit der rasanten „Koboldkeilerei“, „Der Klügere Kippt Nach“ und der satirischen Trash-TV-Schelte „Es Ist Obst Im Haus“ aber nochmal zu 100% Folk-Party pur angesagt und Oberhausen bestens für den Co-Headliner aufgewärmt, sodass es auf die von Banks mehrfach gestellte Frage „Sind wir glücklich?“ nur eine einhellige Antwort geben kann: „Wir sind glücklich!“. Word.

Schandmaul:

 

Etwa gegen 19.50 Uhr steht schließlich der große Co-Headliner bereit, welcher die traditionsreiche Indoor-Festival-Reihe trotz vergleichbar langer Karriere und bestehender Freundschaft ebenfalls zum allerersten Mal mit seiner Anwesenheit beehrt: Die Rede ist natürlich von den im Jahr 1998 im oberbayerischen Gröbenzell gegründeten „Schandmaul“ - Eine wahre Legende des Folk-Rock-Genres! Mit dementsprechend viel spürbarer Vorfreude im Herzen und knisternder Spannung im gesamten Raum warten die rund 2.500 Gäste in der mittlerweile rappelvollen Turbinenhalle jetzt vor der im schummrigen Halbdunkel liegenden Bühne. Aus den Boxen prasselt sanfter Regen, Blitze zucken und tiefer Donner grollt bedrohlich aus der Ferne… Zu symphonischem Bombast betreten jetzt Schlagzeuger Stefan Brunner, Bassist Matthias „Hiasl“ Richter, Gitarrist Martin Christoph „Ducky“ Duckstein, die beiden Multiinstrumentalistinnen Saskia Forkert, Birgit Muggenthaler-Schmack und Ex-Sänger Thomas Lindner, der das Mikrofon im Frühjahr diesen Jahres aus schwerwiegenden gesundheitlichen Gründen offiziell an seinen langjährigen Freund Marco „Till Herence“ Klingel weitergereicht hat, samt ihres Neuzugangs gemeinsam die Bretter, um mit dem hymnischen „Königsgarde“ vom aktuellen Album „Knüppel Aus Dem Sack“ aus dem Jahr 2023 zu eröffnen. Der Applaus ist allein während des feierlichen Einzugs der sieben Musiker auf Top-Niveau, sodass die Mäuler hier schnell leichtes Spiel haben. „Guten Abend, Oberhausen… Ihr seht zauberhaft aus!“, begrüßt der neue Sänger das Publikum freudig, der in rotem Hemd mitsamt schwarzer Weste, Melone und Gehstock optisch zugegebenermaßen etwas aus dem Rahmen fällt. Fürwahr zauberhaft ist auch das nächste Lied, nämlich das finster rockende „Hexeneinmaleins“ vom 2011 veröffentlichten „Traumtänzer“.

„Vielen lieben Dank. Es ist so schön, euch zu sehen… Was für ein Anblick!“, ergreift Thomas Lindner nun unter viel herzlichem Beifall der Fans erstmals das Wort. „Es dürfte sich ja mittlerweile herumgesprochen haben, dass ich aus Gründen nicht mehr singen kann, aber das soll der Freude keinen Abbruch tun… Applaus für unseren neuen Sänger, denn wir haben’s in der Hand!“, leitet er zur neuesten Single namens „In Der Hand über. Der erste Studio-Song seit dem großen Wechsel am Mikrofon ist eine eingängige, positiv aufgeladene sowie musikalisch mit den typischen Trademarks versehene Hymne, die selbstbestimmt konstatiert, sich von jedweden Widrigkeiten und Rückschlägen nicht entmutigen zu lassen. Der Song wurde Herence hörbar auf den Leib geschrieben und funktioniert mit seiner Stimmfarbe wirklich gut. Eine solide und sichere Nummer, die viel Anklang findet und bereits von einigen Fans sicher mitgesungen wird, sodass kein Zweifel daran bleibt, dass „Schandmaul“, die in der neuen Konstellation selbst sehr ausgelassen und zufrieden scheinen, noch lange nicht am Ende ihrer Reise angekommen sind! Da man den titelgebenden „Tatzelwurm“ leider nicht auftreiben konnte, müssen jetzt zwei aufblasbare Krokodile als Sparversion-Stellvertreter beim folgenden Spiel herhalten: Zwei Fans treten im Kampf um ein Freigetränk gegeneinander an, indem sie sich auf den Krokos reitend über das Publikum tragen lassen. Wer als Erster an der Bar ankommt, hat gewonnen. Eine spaßige Sache! Zwar zeigt man sich an der Theke knausrig, dafür dürfen beide Anwärter nach dem fairen Wertkampf auf die Bühne und bekommen dort ihr Bier! Weiter geht’s mit „An Der Tafelrunde“, der Standalone-Single zur anno 2020 mit Feature-Partner „d‘Artagnan“ geplanten „Tafelrunde“-Tour, die pandemiebedingt jedoch niemals stattfand. Nichtsdestotrotz ein guter Song, wie auch die finstere Mär „Der Pfeifer“, die sich mit dem berüchtigten Rattenfänger beschäftigt. Zur Party-Hymne „Der Teufel…“ von „Unendlich“ aus 2014 gibt es abermals ein spaßiges Animationsspiel, von Lindner liebevoll „Turnübungen“ genannt, das im Hause „Schandmaul“ lange Tradition hat: Dabei wedelt das gesamte Publikum jetzt rhythmisch mit den Armen hin und her, aber nicht irgendwie, sondern in den drei aufeinander aufbauenden und immer schwieriger werdenden Levels namens „Stop“, „Slow-Motion“ und zur Krönung „Zombie-Slow-Motion“. Wie immer ein großer Spaß!

„Liebes Oberhausen, bei der nächsten Nummer geht’s um Vielfalt und Respekt. Lasst uns zusammen ein Zeichen dafür setzen, dass wir alle gleichwertig sind. Niemand ist besser oder schlechter, wir haben alle das gleiche Recht auf dieser Erde!“, ruft Herence, ehe er sich mit einer regenbogenfarbenen Band-Logo-Flagge zu „Bunt Und Nicht Braun“ seinen Weg durchs Publikum bahnt und bunte Ballons durch den Saal hüpfen. Danach wird es mit der Ballade schlechthin, „Dein Anblick“, nochmal so richtig schön romantisch, bis es dann leider auch schon wieder auf die Zielgerade zugeht: Mit dem schwermetallisch rockenden „Knüppel Aus Dem Sack“ gibt‘s voll auf die Zwölf! Besonders charmant die sogenannte „Wall of Love“ anstelle der bekannten „Wall of Death“ zum Ende, bei welcher das Publikum aufeinander zustürmen und sich anschließend umarmen soll. Nach einer kleinen Werbung in eigener Sache für das Folkfield Festival 2026 im Amphitheater Gelsenkirchen läuten die Mäuler mit der „Walpurgisnacht“ das große Finale ein. Noch ein letztes Mal gibt sich das Publikum „rundherum im wilden Tanz“ voll und ganz den Klängen hin, bis das gelungene Set schließlich mit einem großen Schwung an Luftschlangen nach rund einer Stunde gefühlt viel zu früh endet.

Subway To Sally:


Es ist circa 20.50 Uhr und spätestens nach den erst kürzlich verklungenen Tönen der dritten Gast-Band haben auch die allerletzten Nachzügler endgültig ihren Weg in den erfreulich hoch ausgelasteten, aber eben nicht unangenehmen überfüllten Saal der Turbinenhalle gefunden. Allzu lange soll es jetzt zwar nicht mehr dauern, doch bis der sehnsüchtig erwartete Gastgeber dieser besonderen Nacht endlich in Erscheinung treten wird, muss sich das dicht versammelte Publikum noch gut eine halbe Stunde gedulden, in welcher die Crew emsig finale Vorbereitungen auf der Bühne trifft und die Fans vereinzelt ausschwärmen, um nochmals kühle Getränke zu ordern. Alles wartet voll spürbar knisternder Spannung auf den herannahenden Beginn, bis plötzlich der ikonische „Queen“-Hit „Don’t Stop Me Now“ aus den Boxen schallt und die Menge wie schon zuletzt bei den eisheiligen Nächten 2024 und der just vergangenen „Post Mortem“-Shows augenzwinkernd für das anstehende Spektakel anheizt. Natürlich steigt die Vielzahl der Gäste hier nur wenig später äußerst textsicher ein und wärmt die Stimmbänder somit schon einmal vor, bis kurz darauf das Licht unter lautstarken Jubelstürmen endlich erlischt… Das aktuelle Bühnenbild gleicht natürlich konsequenterweise dem, der neuen Album-Tournee aus Frühjahr 2025 und ist wie bereits auf den vorherigen „Himmelfahrt“-Konzerten wieder weitestgehend minimalistisch gehalten, vereint jedoch viele Elemente des klassischen STS-Aufbaus in sich: Im Zentrum thront wie immer mittig das massige und von zahlreichen Moving Heads eingerahmte Drum-Kit auf einem breiten Podest mit einer zweiten abgestuften Ebene darunter. Interessanterweise greifen deren jeweilige Front-Verkleidungen das Motiv des beeindruckend atmosphärischen Hintergrunds mit ineinander übergehenden Bildern dicker Wurzeln auf und führen es schließlich bis zu den äußersten Spitzen des sehr ästhetischen, handgemalten Backdrops fort. Dieses ist mit Schwarz, Grau und Braun ausschließlich in erdigen Farbtönen ganz im Zeichenstil des animierten Musik-Videos zur Single-Auskopplung „Herz In Der Rinde“ von Bruno Lante gehalten und zeigt einen massiven Stamm sowie dichtes Geäst, sodass es wirkt, als würde die Band inmitten der mächtigen Krone eines altehrwürdigen, knorrigen Baums aufspielen. Dahinter erstreckt sich ein finsterer Wald und karge Landschaft. Zu jeder Seite stehen drei von weiterem Geäst verzierte Roll-Ups mitsamt jeweils sechs darin verbauten LED-Scheinwerfern.

Rauer Wind dringt aus dem Nichts und fegt alsbald kräftig umher. Ein tiefes Horn wird gestoßen, der Klang stoisch geschlagener Trommeln zerreißt die einstige Stille und wird sodann von einer hypnotischen Flötenmelodie umspielt, während eine zarte Kinderstimme die beschwörenden Zeilen von „Introitus“ einem schamanischen Mantra gleich jetzt immer wieder besingt: „Gebt uns ein Streichholz, der Himmel wird entfacht! Einfach nur ein Streichholz, wird sind dazu verdammt…“. Unterdessen bündeln die Scheinwerfer ihre gleißend hellen Strahlen zu langsam rotierenden Kegeln, bis ihr bläulicher Schimmer plötzlich mit einem Schlag im flackernden Blitzlicht umschwenkt und die gesamte Szenerie in ein tiefes Rot taucht. Alle Blicke richten sich jetzt auf eine in geduckter Haltung am Bühnenboden kauernde Gestalt, welche sich nun langsam aufzurichten beginnt. Sie trägt ein aufwändig gestaltetes Kostüm samt imposantem Kopfschmuck aus allerlei orangefarbenen und roten Federn, welche sich auch über beide Arme erstrecken, die sie bald im ausdrucksstarken Tanz schwingend ausbreitet und dem Publikum so ihre weiten Flügel präsentiert, während immerzu grelle Funken-Fontänen in die Höhe sprühen. Ein wirklich extrem gelungener Auftakt und zugleich subtiler Hinweis auf den schon bald erklingenden Opener! Fast schon unbemerkt, betritt im Hintergrund unterdessen die Band aus Schlagzeuger Simon Michael Schmitt, Bassist Silvio „Sugar Ray“ Runge, Multiinstrumentalist Ingo Hampf, Violinistin Almut „Ally“ Storch, Drehleierspieler Michael „Bodenski“ Boden, Gitarrist Simon Levko und Sänger Erik-Uwe „Eric Fish“ Hecht die Bretter, während sich hunderte Hände rhythmisch im Takt klatschend in die Luft erheben. Alle Sieben tragen individuell auf sie zugeschnittene, tiefschwarze Gewandungen aus zerschlissenem Stoff, die mit ihrem Post-Apokalypse-Touch an eine Kreuzung aus der „HEY!“- und „Himmelfahrt“-Ära erinnern. Mit ernster Mine verharrt Fish nun in der Bühnenmitte vor seinem Mikrofonstativ, positioniert sich vor der gefiederten Gestalt und breitet simultan zu ihr langsam seine Arme aus, sodass es für einen kurzen Moment so wirkt, als gehörten die weiten Schwingen ihm. Mit dem metallisch donnernden Beginn der ersten Takte von „Phönix“ schrauben sich nun dampfende CO2-Fontänen aus in die Luft, fangen sich unter der Hallendecke und kehren sodann als dichte Nebelwolken zurück. Doch damit nicht genug, denn die Sieben haben für ihre Fans noch eine so riesige wie gleichermaßen explosive Überraschung: Im Refrain schießen jetzt plötzlich immer wieder acht mächtige Feuer-Salven vom äußeren Bühnenrand aus meterhoch empor, um den besungenen Zeilen den nötigen Ausdruck zu verleihen. Sofort überträgt sich die unbändige Hitze der gleißenden Flammen und die geballte Kraft der unnachgiebig powernden Musik auf Saal, Stimmung und Fans, die sichtlich nicht schlecht darüber staunen, dass bei den subway’schen Headliner-Shows nach geschlagenen neun Jahren endlich wieder die Pyrotechnik zurückgekehrt ist - Wow!

Im nahtlosen Abschluss gibt es mit dem zynischen „Wunder“ direkt einen weiteren großartigen Song vom aktuellen Studioalbum zu hören, welches an diesem Abend gefühlt leider etwas zu kurz kommen soll, was bei so vielen beliebten Hits alten und auch neueren Datums jedoch mehr als nur verständlich ist. „Was für ein Empfang!“, ruft Eric Fish freudig aus. „Wie ich sehe, haben „Schandmaul“ es geschafft, die Halle aufzuwärmen und wir werden jetzt natürlich alles daran setzen, dies weiter zu steigern… Leute, wir freuen uns auf euch! Kommt mit mir auf die Reise und setzt die Segel mit „Subway To Sally“!“, begrüßt er die Stadt im Ruhrgebiet, für die es nunmehr „Leinen Los“ heißt und folglich auf große Fahrt durch über dreißig Jahre Bandgeschichte geht. Die ungemein positiv aufgeladene Up-Tempo-Nummer vom letzten Werk „Himmelfahrt“ kündet dabei von endgültiger Befreiung und mutigem Aufbruch nach dem Wiedererlangen alter Stärke und geht insbesondere live extrem gut nach vorne. „Wahnsinn, vielen Dank! Wir scheinen heute Abend das zu bekommen, was wir wollen und ihr natürlich auch. Nur müsst ihr dafür bezahlen und zwar mit Lachen und Weinen…“, raunt der Sänger danach verschwörerisch, woraufhin natürlich nur eine weitere Single-Auskopplung desselben Langspielers folgen muss: Auch das stampfende „Was Ihr Wollt“, in dessen eingängigem Chorus abermals lodernde Flammen die Szenerie dominieren, weiß sehr zu gefallen und kann den frenetischen Gesängen der Fans nach zweifelsfrei den Status eines modernen Klassikers für sich beanspruchen. „Vielen Dank! Kommen wir nun zu einem weiteren Gassenhauer, den ihr mit Sicherheit viel lauter singen könnt, als wir es jemals könnten…“, lächelt Fish. Das lässt sich das Publikum natürlich nicht zwei Mal sagen und zeigt sich auch beim unschlagbaren Alltime-Favourite „Kleid Aus Rosen“ so textsicher wie eh und je. Auch zum Schluss, wenn die Band wie üblich darum bittet, den Refrain nochmals allein zu singen, während der Frontmann eine Rose zerpflückt und ihre Blätter danach in die Menge wirft. „Danke. Das war wirklich wahnsinnig schön… Danke dafür! Folgt uns nun auf einem Spaziergang über einen Friedhof und betrachtet gemeinsam mit uns die Grabsteine und Geschichten der Menschen, die dort liegen…“, lautet dann die Ansage zum dritten Vertreter des 2023er Ablegers in Folge. Zur oldschooligen Folk-Ballade „Auf Dem Hügel“ dürfen wieder die Hände auf die Schultern der nächsten Steh-Nachbarn gelegt werden, um alsbald symbolisch im Rhythmus über den schaurigen Totenacker zu wandeln - Immer wieder eine wahre Freude!

„Danke, das hat wirklich ein wunderschönes Bild abgegeben. Macht weiter so! Wer uns kennt, der weiß, dass wir alle Jahre wieder unsere Rock-Songs entkleiden, also nackt machen… Als kleiner Vorgeschmack auf „Nackt III“ im nächsten Jahr kommen nun genau drei Stücke in dieser Nackigkeit. Viel Spaß dabei!“, gibt Eric Fish einen Ausblick auf die kommende Akustik-Tournee im Frühling 2026. Zunächst erstrahlen jetzt mit „Sag Dem Teufel“ und „Ohne Liebe“ zwei Klassiker der ganz alten Schule im Unplugged-Glanz, für den die gesamte Band ihre Instrumente gegen die rein akustischen Varianten eintauscht und im Zentrum näher zusammenrückt. Auf diese Weise hat es fast ein bisschen was von heimeliger Lagerfeuer-Atmosphäre, deren Entzündung nur stilecht mit einem schwungvollen „Tanz Auf Dem Vulkan“ entfacht werden kann! Die unterdessen abermals verschwenderisch in die Höhe sprühenden Fontänen aus allerlei grellen Funken tun ihr Übriges dazu. „So, mehr davon dann im Frühjahr 2026 bei „Nackt III“! Wir hoffen, euch hat’s gefallen? Und wir werden wieder lauter… Gewöhnt euch dran!“, raunt der Frontmann, während sich das Bühnenbild unter bedrohlich knurrenden Synthies allmählich in gelb-grünes Licht und dichte Nebelwolken hüllt. Runge, Hampf und Levko bearbeiten stoisch ihre Saiteninstrumente, bis der Sänger plötzlich mit zwei Fackeln auf die Bretter zurückkehrt und mehrmals eindrucksvoll Feuer spuckt, um die Ankunft der legendären „Henkersbraut“ zu verkünden! Es wird natürlich gesungen, getanzt und natürlich gesprungen. Auch danach bleibt es mit den zwei „Engelskrieger“-Vertretern weiterhin heavy: Auf die wilde Fahrt auf dem „Knochenschiff“ folgt sofort der von zahlreichen Flammen-Stößen begleitete „Falscher Heiland“, welcher vom Publikum traditionell winkend verabschiedet wird. Es ist laut. Es ist heiß. Keine Atempause! Licht und Feuer zeichnen im engen Einklang schier beeindrucke Bilder, die livehaftige Inszenierung ist nahezu perfekt, sodass zu hoffen bleibt, dass jene Show-Elemente auch fernab der großen Festivalbühnen künftig erhalten bleiben. Kein Zweifel: Diese eisheiligen Nächte sind ganz großes Kino! „Was für eine Performance!“, freut sich Fish. „Unsere letzte Platte heißt „Post Mortem“ und wir wissen, ihr alle wollt bestimmt den Titelsong und die Geschichte hören, wie wir dem Tod ein Schnippchen geschlagen und ihm von der Schippe gesprungen sind, oder!?“, fragt er und natürlich will Oberhausen das. Zum rockenden Titeltrack des neuesten singen die Fans nicht weniger laut mit, als auch beim sich anschließenden Über-Hit „Eisblumen“, der gar mächtig zelebriert wird. So war es immer und so wird es immer sein!

Bei einem gemeinsamen Fass Wein unter guten Freunden sei man auf den folgenden Coup gekommen, welcher übrigens auch das Motto der diesjährigen Indoor-Festival-Reihe zementiert: „Räuber Und Narren“. So heißt auch der gleichnamige Song, der just am 05.11.2026 als digitale Single zur Einstimmung auf die Tournee veröffentlicht worden ist. Ganz klar, wenn man sich nach all den Jahren schon einmal die Bühne mit den Narrenkönigen von „Schandmaul“ teilt, muss das kräftig gefeiert werden! Folglich wird die entsprechende und sehr eingängig gehaltene Nummer jetzt natürlich auch live dargeboten, wozu Neu-Sänger Till Herence unter viel Applaus jetzt nochmals die Bühne entert. Goldene Funken fliegen, hunderte Arme wiegen im Rhythmus. Schön! „Der nächste Song ist auch immer eines der Highlights… Ihr kennt es schon, wir holen gleich nochmal alle Bands auf die Bühne, die euch heute Abend viel Freude bereitet haben, um gemeinsam mit ihnen und natürlich euch zu feiern!“, verrät Fish und nur wenig später kommen einige Musiker von „Haggefugg“, „Kupfergold“ und natürlich auch „Schandmaul“ teils in ausgefallenen Kostümierungen samt Polonaise hinzu, um zum „Veitstanz“ aufzuspielen - Party pur! „Was für ein Fest… Das machen wir auch nächstes Jahr wieder, das versprechen wir euch!“, freut sich der Frontmann und verlässt zusammen mit den anderen die Bühne. Rufe nach einer Zugabe werden schnell laut. Teils auch in Form eines altbekannten Liedes, welches gleich aber noch nicht ganz an der Reihe ist… Zu den mystischen Klängen nervös flimmernder Synthesizer und tiefen Glockenschlägen kehren die Potsdamer nur wenige Minuten später äußert fulminant inszeniert mit dem brachialen „Herzblut“-Klassiker „Wenn Engel Hassen“ zurück, welcher abermals von meterhohen wie heißen Flammen-Schüben eindrücklich untermalt wird.

Eine  ganz besonders ikonische Band-Hymne darf so kurz auf der Zielgeraden natürlich auf gar keinen Fall fehlen und so zählt Oberhausen nun gemeinsam bis „Sieben“. Doch den vorzeitigen Höhepunkt auf der Stimmungsskala vermögen „Subway To Sally“ abermals zu steigern, nämlich mit dem berühmt-berüchtigten Set-Closer „Julia Und Die Räuber“! Viel der traditionellen Übungen zur richtigen Tonlage seitens Levko sind heute jedoch gar nicht notwendig, den spaßigen Text kennt sowieso gefühlt jeder im Saal. Mitsamt schwarzen Weihnachtsmützen und anderem lustigen Kopfschmuck ausgestattet, geben die Sieben jetzt nochmals alles und Oberhausen feiert kräftig mit, bis die Musiker gegen 22.45 Uhr zu den allmählich verklingenden Tönen des Dudelsacks nacheinander dem Rampenlicht entschwinden. Zum unverwüstlichen „Journey“-Gassenhauer „Don‘t Stop Believin‘“ verlassen die Fans jetzt beschwingt und äußerst gut gelaunt die Halle. Die inneren Live-Konzert-Batterien aufgeladen und somit bereit, sich den weihnachtlichen Freuden der nahenden Feiertage hinzugeben. Spätestens am 18.12.2026 werden viele von ihnen sich an diesem Ort mit Sicherheit erneut begegnen, wenn eine weitere Ausgabe der „Eisheilige Nacht“-Reihe in der Turbinenhalle Oberhausen stattfinden wird. Dieses Mal gemeinsam mit „Saint City Orchestra“, „Manntra“ und „Fiddler‘s Green“ unter dem verheißungsvollen Motto „We Will Folk You“, welches man angesichts dieser Konstellation wörtlich nehmen sollte - Bis dahin!

Setlist:

 

01. Introitus

02. Phönix

03. Wunder

04. Leinen Los

05. Was Ihr Wollt

06. Kleid Aus Rosen

07. Auf Dem Hügel

08. Sag Dem Teufel

09. Ohne Liebe

10. Tanz Auf Dem Vulkan

11. Henkersbraut

12. Knochenschiff

13. Falscher Heiland

14. Post Mortem

15. Eisblumen

16. Räuber Und Narren

17. Veitstanz

18. Wenn Engel Hassen

19. Sieben

20. Julia Und Die Räuber Impressionen:


Oliver Behrens - CC'n'G - Concerts, Cons and Games




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