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BEITRÄGE:

  • Christoph Lorenz

Mono Inc. - „Together Till The End"-Tour - Turbinenhalle, Oberhausen - 21.04.2017


Veranstaltungsort:

Stadt: Oberhausen, Deutschland

Location: Turbinenhalle 1

Kapazität: ca. 3.500

Stehplätze: Ja

Sitzplätze: Nein

Homepage: http://www.turbinenhalle.de

Einleitung:

Als der Fahrer das Taxi in das großflächige Gewerbegebiet einlenkt, ist es nicht mehr weit. Wir befinden uns in der Straße "Im Lipperfeld". Ich weiß nicht, wie oft ich in der vergangenen Stunde in regelmäßigen Abständen hektische Blicke auf meine Armbanduhr geworfen habe, dafür waren es schlicht zu viele. Entgegen meiner sonst üblichen, durchweg koordinierten Planungen, habe ich mich um einige Minuten verspätet. Die Bahn hatte einmal mehr gänzlich andere Pläne. Zwar lässt der offizielle Einlass noch eine gute halbe Stunde auf sich warten, dennoch war mein Termin ursprünglich um 18.30 Uhr angesetzt. Immerhin spielt das alte Autoradio "The Passenger", ein Titel, der hier einigen Lesern jetzt äußerst bekannt vorkommen dürfte und meine Wenigkeit auf die letzten Meter der zu fahrenden Strecke nervös im Takt mitwippen lässt. "Da vorne können Sie ruhig anhalten.", weise ich an und bedanke mich mit einem kleinen Trinkgeld für die schnelle Mitnahme. Nur einen Sekundenbruchteil später, haste ich die Einfahrt auf den großen Parkplatz hinauf und sehe mich bereits einer langen Schlange Wartender gegenüber. Noch sind die Tore der kultigen Turbinenhalle fest verschlossen, also was tun? Plötzlich erspähe ich einen stationierten Sicherheitsbediensteten in der Nähe des Seiteneingangs. Ich gehe ein Stück um die Lokalität herum und versuche mein Glück. "Entschuldigung? Ich hätte hier vor einer guten halben Stunde ein Interview mit der Band gehabt. Können Sie mir zufällig sagen, an wen ich mich hier vor Ort wenden muss? Der Einlass beginnt ja gleich.". "Oh, das müssen Sie gleich oben jemanden fragen. Da steht dann auch mein Chef, ich kann dazu leider nichts sagen.". "Alles klar, mache ich dann. Danke trotzdem.", lächele ich, hole mein Handy aus der Tasche hervor und wähle die Nummer des zuständigen Tourmanagers. Dieser meldet sich tatsächlich schon nach zweimaligem Klingeln, ich habe also Glück. Wir besprechen kurzerhand die Details und er verrät mir, dass ich auf der Gästeliste stehe und somit keine Probleme am Einlass haben dürfte. Und auch das geplante Interview muss nicht wie befürchtet ins Wasser fallen, sondern wird einfach zeitlich verschoben. Dankbar lege ich auf und reihe mich leicht nervös bei den übrigen Besuchern ein. Die Wartezeit vergeht wie im Fluge und wir selbst dann noch amüsant verkürzt, als uns ein übermotivierter Parkplatzwart lautstark zurechtweist oder zwei Elstern mit ihrem Balzverhalten für Gelächter sorgen. Innen angekommen, nehme ich den separaten Eingang, nenne meinen Namen und lege meinen Personalausweis vor. Ein eigener Fotopass wird mir erfreulicherweise gleich dazugelegt und so passiere ich die Taschenkontrolle und stehe nur wenig später direkt inmitten des breiten Foyers. Noch bevor ich ein bekanntes Gesicht erblicken oder mich gar am Merchandising-Stand umsehen kann, winkt mir Torben Bortz auch schon aus nächster Entfernung signalisierend zu. "Hey, alles gut bei dir?", erkundigt sich der sympathische Tourmanager, der übrigens am heutigen Tage mit der Band "Die Heart" sein erstes Album vorlegt (Review unter diesem Link). "Hi, ja alles super. Nur leider hat's die Bahn ungewollt etwas verkompliziert.". "Ah, das kennt man ja auch nicht anders.", lacht er und gibt mir ein Zeichen ihm zu folgen. Wir passieren schnellen Schrittes die große Halle, in der sich schon eine beträchtliche Zahl an Fans vor der Bühne tummelt und nehmen eine unscheinbare Doppeltür an der rechten Seite. Als ich den Vorraum des Backstagebereichs betrete, erblicke ich bereits Carl Fornia, der schon auf einer Bank Platz genommen hat. Man macht uns kurz miteinander bekannt und ich setze mich an den langen Tisch. "Magst du vielleicht etwas trinken? Wasser, Bier, Wein?", fragt Bortz gastfreundlich. Ich zögere kurz und entscheide mich dann für ein Bier, dann wende ich mich wieder dem Gitarristen zu. "Ursprünglich solltest du das Interview ja mit Martin machen, aber er hat sich jetzt erstmal etwas hingelegt. Die letzten Wochen waren wirklich unglaublich anstrengend für ihn, er hat vor allem viel bei der aktuellen Tournee mitgeplant und alles dafür vorbereitet. Aber ich glaube, dass ich da auch ein paar gute Antworten geben kann und wir beiden Spaß haben werden.", lächelt Fornia mir ermunternd zu. Ich überreiche ihm wie üblich ein kleines Gastgeschenk, welches er dankbar entgegennimmt. Gerade als ich mein Diktiergerät aus der Tasche hervorholen will, stellt der Tourmanager mir einen großen Becher auf den Tisch. "Bier haben wir gerade keins mehr, glaube ich. Trinkst du auch Wein? Lieber Weißen oder Roten?", fragt er mich. "Dann nehme ich gerne einen Weißwein.". Er schenkt mir ein und ich bedanke mich. "Dann lasse ich euch mal alleine und komme in einer Viertelstunde wieder, würde ich sagen?". Er verlässt den Raum und nachdem ich noch einen Blick auf meine Notizen geworfen habe, klickt nur wenig später der "Aufnahme"-Knopf... Worüber ich mich mit dem Gründungsmitglied einer der derzeit erfolgreichsten Szene-Bands genau unterhalten habe, lest ihr hier. Nach etwa zwanzig Minuten kommt der Tourmanager wieder dazu und setzt sich interessiert zu uns an den Tisch. "Fertig?". Fast. Ich stelle meine letzte Frage und drücke schließlich die rote "Stop"-Taste auf dem Gerät. "Vielen Dank für deine Zeit und gute Besserung an Martin!", verabschiede ich mich. "Danke dir. Aber Martin ist ja nicht wirklich krank, sondern nur etwas erschöpft. Im Gegenteil, er ist sogar sehr fit! Da merkt man dann gar nichts mehr von, aber das wirst du ja gleich alles sehen.", freut sich Carl sichtlich auf die anstehende Show. "Wir sehen uns bestimmt bald wieder, fülle dir doch eben nochmal deinen Becher auf, hm?", meint Bortz und noch ehe ich meinen Blick auf die Weißweinflasche werfen kann, schenkt er mir bis zum Rand ein. Nachdem ich meinen Mantel von der Stuhllehne genommen und die Tasche geschultert habe, bedanke ich mich nochmals und stoße, das Getränk in der linken Hand balancierend, die schwere Doppeltür mit der Schulter auf. Da stehe ich nun wieder, direkt im Innenraum der altehrwürdigen Turbinenhalle und muss feststellen, dass sich dieser innerhalb der letzten halben Stunde sichtlich mit Besuchern gefüllt hat.

Palast:

Exakt um 20.00 Uhr ist es auch schon an der Zeit für den Support. Nachdem die schweizerischen NDH-Rocker von "Stoneman" den Besuchern der vergangenen Konzerte im Jahr 2015 schon bestens einzuheizen wussten, soll diese ehrenvolle Aufgabe auf der aktuellen "Together Till The End"-Tournee nunmehr den Newcomern von "Palast" gebühren. Die Berliner konnten bereits auf einigen Events in der jüngsten Vergangenheit ihr Talent unter Beweis stellen und somit etwa gleich zu Anfang des Quartals gemeinsam mit Koryphäe Joachim Witt reichlich Erfahrung sammeln. Darüber hinaus veröffentlichte das Trio heuer ihr gelungenes Debütalbum, welches mit abwechslungsreichen Titeln aller Couleur aufwartet und die Messlatte für das zukünftige Schaffen enorm hoch anlegt (Review unter diesem Link). Beste Voraussetzungen also, oder? Zumindest fast, denn als das motivierte Trio zu den Klängen des druckvollen Openers "Shut The Door" die Bühne entert, ist die Turbinenhalle gerade einmal bis zur Hälfte gefüllt. Sehr schade, denn einerseits ist den Musikern hinsichtlich ihres großen Engagements deutlich mehr Aufmerksamkeit zuzugestehen, andererseits verpassen dadurch verhältnismäßig viele Besucher ein echtes Highlight. "Wir freuen uns, mit euch feiern zu dürfen! Seid ihr auch bereit, mit uns zu feiern? Wir natürlich auch, der nächste Song heißt ganz einfach "Crucify", begrüßt Fronter Sascha Pace die Anwesenden und schreitet mit seinen Kollegen nahtlos im straffen Set voran. Anders als noch unmittelbar zu Beginn, erntet man hier einen erheblich größeren Applaus, seitens des anfangs doch recht reserviert anmutenden Publikums. Das Eis scheint also vorerst glücklicherweise gebrochen. "Wer war schon einmal in seinen besten Freund oder die beste Freundin verknallt? Bestimmt einige von euch, oder? In manchen Fällen wäre es aber besser gewesen, man wäre nur befreundet geblieben...", leitet Pace zu dem oldschooligen "Just Friends" über. Vor allem hier überzeugen Marc Engel und Tommy Apus durch ihr pointiertes Spiel an den beiden E-Drums vollends und untermalen die stimmungsvolle Nummer der im Oktober 2016 veröffentlichten EP bestmöglich. "Vielen Dank. Ganz kurze Frage, weil wir vorhin noch nicht gefragt haben. Seid ihr bereit für "Mono Inc."?", versucht der Sänger die Stimmung vorsichtig weiter anzuheben. "Vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber das war besser als vorhin. Ihr seht übrigens sehr schön aus. Alle schwarz, so wie wir. Super!", lächelt er sympathisch. Mit "Get Me" geht es dann nochmal eine Spur tanzbarer zu, die elektrisierenden Beats bringen durch ihre ausgewogene Mischung aus modernen und retrolastigen Elementen jedenfalls erste Bewegung in die Reihen. "Ich muss echt sagen, das ist ein geiler Tag für uns. Heute ist unser Debütalbum erschienen und das heißt genauso wie wir. Wir haben 2015 damit angefangen, dieses Ding zu machen und letzten Oktober ist unsere EP erschienen. Wir möchten jetzt gerne einen neuen Song präsentieren, für die, did immer schon ein bisschen anders sein wollten. Alle ziehen und zerren manchmal an einem herum, doch jeder kann so sein wie er will und deshalb heißt dieser Track "Strong".", findet der groß gewachsene Frontmann an dieser Stelle genau die richtigen Worte. Das balladeske Stück, welches zuvor schon während der "Thron"-Tour dargeboten wurde, scheint den Geschmack so einiger Zuschauer zu treffen und schlägt durch seine einprägsame Melodie und den powernden Refrain treffsicher ein. Den Mittelpart lockert Engel mit einem passenden Solo auf, Apus steuert derweil den Background-Gesang bei. "Manchmal ist es so, dass die Setlist so kurz ist und dann vergisst man doch glatt den nächsten Song.", lacht Pace und wartet auf einen akustischen Hinweis der übrigen Musiker. "Ah, immer an der gleichen Stelle. Das hier ist unsere aktuelle Single!". Es folgen das poppige "Mirror Mirror", zu welchem es im übrigen auch ein eigenes Video gibt, sowie das mystische "Best Of Me", das in seiner Live-Version von einem langen Gitarren-Intro eingeleitet wird. "Wir kommen schon zum letzten Song des Abends. Ich wollte an der Stelle einmal kurz Dankeschön sagen, an Matthias vom Licht und Sound hier aus dem Hause und Benjamin vom Merchandising-Stand. Da sehen wir uns nachher und können uns etwas kennenlernen. Natürlich auch vielen Dank an "Mono Inc.". Hier kommt unser Letzter für heute und er heißt so, wie unsere EP.", kündigt Pace den Closer "Hush" an, zu dessen Finale es noch ein lärmendes Drum-Battle gibt. "Einen Applaus für Tommy Apus und Marc Engel. Ich bin der Sascha und zusammen sind wir "Palast". Viel Spaß noch und bis später!", verabschieden sich die Hauptstädter freudig und räumen zu den bluesigen Klängen der "Soulsavers" das Feld. Ein stimmiger Auftritt mit perfekt ausgewogener Setlist, einer jungen und höchst engagierten Band! Leider traf der fast ausnahmslos elektronische Pop jedoch aufgrund seiner, im direkten Vergleich zum Headliner, eher genrefremden Ausrichtung, nicht so recht den Nerv der Anwesenden und ließ so manche Bemühung im Sande verlaufen. Schade, denn hier wäre die unvoreingenommene Aufmerksamkeit mancher Gäste nicht nur wünschenswert, sondern durchaus auch berechtigt gewesen. Dennoch werden die Jungs an diesem Abend sicher den ein oder anderen interessierten Hörer dazugewonnen und ihren Weg gehen.

Mono Inc.:

Die letzten Minuten seit der obligatorischen Umbauphase sind überraschend wie im Fluge vergangen. Schwärmte ein großer Teil der anwesenden Gäste nach dem letzten Song des Supports noch aus, um sich an der frischen Luft abzukühlen, das breite Angebot des örtlichen Merchandising-Stands unter genauen Augenschein zu nehmen oder neue Wertbons für Getränke zu ordern, finden sie sich nun alle langsam wieder am Ort des Geschehens ein. Einige andere wiederum verharren nach wie vor unerschütterlich auf ihrem bereits erkämpften Platz und sind um eine möglichst gute Sicht bemüht. Was sich anfangs höchstens andeutete, ist eine Stunde später unverkennbare Realität geworden: Das Innere der Turbinenhalle ist fast ausnahmslos und bis auf die letzten Quadratmeter ausgefüllt, doch die über dem regulären Zuschauerraum liegenden Ränge bleiben weiterhin geschlossen. Der Zeiger ist mittlerweile unerbittlich vorangeschritten und als dieser immer mehr auf den nahenden Beginn zu verweisen scheint, eilen auch die letzten Besucher durch die zahlreichen Doppeltüren des Foyers. Alles blickt sichtlich erwartungsfroh nach vorn, lose Gesprächsfetzen lassen schon jetzt Spannung und pure Vorfreude vernehmen. Die aufgeregten Unterhaltungen nehmen plötzlich wie von selbst ab, als die untermalende Musik aus den Boxen allmählich leiser und das Licht heruntergedimmt wird. Es ist kurz vor 21.00 Uhr und somit sind es nur noch wenige Sekunden, bis Oberhausen an Deck antreten darf. Als der Saal wenig später plötzlich in undurchdringlicher Dunkelheit versunken ist, brandet tosender Beifall auf und zerreißt die Stille. Wie aus weiter Ferne ist das Geräusch mächtiger Wellen zu vernehmen, welche in regelmäßigen Abständen langsam an Schubkraft aufnehmen, um anschließend mächtig gen Ufer zu rollen und erst von den Sandbänken dort ausgebremst zu werden. Der helle Klang einer alten Schifferglocke hallt durch die dichten Zuschauerreihen, während eine einsame Möwe ins Nichts hinein krächzt. Plötzlich wird die große Bühne in eisblaue Farbtöne getaucht, gibt ein Stück mehr Einsicht in das Geschehen und lässt eine erste, grobe Silhouette erahnen. Vereinzelte Lichtpunkte blinken wie die Signale einer Boje auf, verweisen auf nahendes Land und versuchen zunächst noch vergeblich, gegen die dichte Nebelwand zu bestehen. Schließlich lichten sich die dunklen, scheinbar undurchdringlichen Wolken doch und gewähren nun einen fast vollständigen Blick auf das imposante Deck eines angedeuteten Kreuzers, der sich beständig durch den Dunst schraubt. Zu den Seiten hängen große, weiße Flaggen von oben herab, deren Fläche der bekannte Umriss eines Raben ziert. Sie wehen wild im Wind, als unversehens eine kühle Brise aufzieht und sich mit starrem Griff über den Innenraum legt. Als die Melodie eines alten Akkordeons die prägnante Melodie des Titeltracks anstimmt und sodann von synthetischen Kontrasten untermalt wird, entern alle Bandmitglieder geschlossen hintereinander die Bretter. Die Erste ist traditionell Lady Katha Mia, die sich jetzt schnellen Schrittes und unter lautem Beifall auf ihre angestammte Position begibt. Das wuchtige Schlagzeug, welches auf einem hohen Podest in hölzerner Optik thront, erreicht, leuchten die drei darin verbauten Bullaugen eindrucksvoll auf. Gitarrist Carl Fornia und Bassist Manuel Antoni stellen sich seitlich am vorderen Bühnenrand auf und entfesseln den melodiösen Opener "Together Till The End". Mit einem pyrotechnischen Donnerschlag stürmt auch Frontmann Martin Engler heran und intoniert charismatisch die ersten Zeilen. In eine dunkelrote Offiziersuniform gekleidet, transportiert er genau wie seine Kollegen, welche ebenfalls ihre individuelle Garderobe vom aktuellen Artwork tragen, die originelle Atmosphäre und trägt somit zum dichten Authentizitätsgrad bei. "Guten Abend Oberhausen... Ich sagte, guten Abend Oberhausen!", begrüßt er die zahlreich erschienenen Fans freudig und diese antworten, wie sollte es anders sein, nicht minder euphorisch mit unüberhörbaren Zurufen. Ohne weiter viele Worte zu verlieren, schreiten die Hamburger eifrig im Set voran. Schlagzeugerin Katha Mia gibt an ihrem Instrument den straffen Rhythmus vor, unterdessen klatschen zahlreiche Besucher ganz ohne vorherige Aufforderung im Takt dazu. Die Gitarre im Anschlag, bereitet Engler die lange Reise mit "The Banks Of Eden" vor. Deutlich kraftvoller als seine Studioversion, weiß der Song definitiv die Stimmung anzuheizen und reißt von der ersten Sekunde an mit. "Zeigt mir die Hände, Oberhausen. Go!", animiert Engler zum unschlagbaren Live-Kracher "Arabia" zu mehr Bewegung, während die Szenerie passend dazu in exotisch warme Farben gehüllt wird. Wie üblich, brauchen sowohl "Mono Inc." als auch ihre treuen Anhänger keine schleppend lange Anlaufzeit, um das Eis zu brechen und auf Hochtouren zu kommen. Gemeinsam pushen sich Musiker und Publikum immer weiter und steigern die kollektiv zelebrierte Dynamik selbst dann noch ohne klar ersichtliche Mühen, als der Sänger grinsend zum scheinbar längst erreichten Maximum anstachelt: "Ich höre euch nicht. Immer noch nicht. Lauter!". Ein elektronisch angehauchtes Zwischenspiel verweist schon in seinen Grundfesten dezent auf das nächste Lied, "Mono Inc." gönnen sich noch immer keine Pause und nehmen sich doch die Zeit, für einige auflockernde Phrasen. "Es ist schön, wieder bei euch in Oberhausen zu sein. Danke!". Diese Worte markieren genau den einen Moment, auf den sich so viele Menschen seit Wochen gefreut haben. Heute ist der Tag wortwörtlich gekommen, "This Is The Day"! Nach dem unverzichtbaren Klassiker vom Album "Pain, Love & Poetry", widmen sich die Monomanen neueren Klängen und laden mit dem verträumt-melancholischen "Never-Ending Love Song" zu einem abenteuerlichen Trip durch die Prärien der texanischen Wüste.