• Facebook - White Circle
  • Instagram - White Circle
  • YouTube - White Circle

NEUESTE
BEITRÄGE:

  • Christoph Lorenz

Agonoize - Revelation Six Six Sick (2021)


Genre: Electro / Aggrotech / Alternative


Release: 30.04.2021


Format: CD


Anzahl Ton- und Bildträger: 1


Label: Repo Records (Alive)


Spielzeit: 61 Minuten


Pressetext:


Knapp anderthalb Jahre ist es her, dass die Bad Boyz aus Berlin ihr fünfjähriges Schweigen brachen und sich mit „Midget Vampire Porn“ und einer neuen Label-Heimat zurückmeldeten, um die Szene mal wieder ordentlich aufzumischen und zu zeigen, wer in diesem Genre nach wie vor den Ton angibt.


Eindeutig haben die Begründer des Hellektro lange noch nicht alles gesagt und so holen „Agonoize“ auf „Revelation Six Six Sick“ mal wieder ohne Pardon zu einem direkten Schlag gegen die Widerlichkeiten dieser Welt aus, wie sie schon auf der Vorab-EP „666 Degrees Below“ knallhart unter Beweis stellten.


Schon der fulminante Opener „Made In Hell“ stellt unmissverständlich klar, wo der Ton des Albums lang geht. Sozialkritik meets Dancefloor und so bleibt auch kein Auge trocken, wenn Club-Granaten wie „A Hole“, „MSTSTCK“, „Dein Gott“ oder „SubMissioNary“ den Bassboxen dieser Welt endlich mal wieder etwas abverlangen.


Wie ein roter Faden zieht sich die Ohrwurmtauglichkeit auf allen dreizehn Tracks der regulären CD durch. Sei es bei melodiösen Songs wie „Angst Ist Macht“, dem melancholischen „L.ove I.s LO.st“ oder auch „Faux Amis“, dem sozialkritischen „Komakind“, aber auch dem sarkastischen „I Love To Hate“. Kompositionstechnisch legt man hier gegenüber den Vorgänger Alben noch eine ordentliche Schippe drauf und man zeigt auch musikalisch wesentlich mehr Tiefgang als das bisher der Fall war. So zeigen Songs wie „Every Day, I Die“ oder auch gerade die „Fallen“-Version von „L.ove I.s LO.st“ von der Bonus-CD, dass man auch durch sphärische Sounds bestechen kann. Experimentierfreudigkeit trifft auf das klassische „Agonoize“-Hellektro-Gewand und so dürfte man mit dieser CD sowohl alte wie auch neuere Fans voll zufrieden stellen und gewiss jede Menge neuer Fans dazu gewinnen. Gemischt und gemastert wurde dieses Album wieder von Gerrit Thomas, der diesem Werk eine unbändige Härte verleiht.


Kritik:


„Du hast den Wahnsinn nicht kapiert, hast jede Warnung ignoriert

Gekämpft fürs Leben hast du nicht, jetzt siehst du zu, wie es zerbricht


Nun fängt ein anderes Leben an, das man jetzt nicht mehr ändern kann

Hätten wir bloß mehr nachgedacht, denn Kunst ist Krieg und Angst ist Macht“


Eine elegisch instrumentierte, ja, fast schon meditativ ruhige und beruhigende Basis ersteht sanft schwebend aus den Untiefen der momentan scheinbar noch zugefrorenen Hellectro-Hölle auf und sendet in regelmäßigen Abständen doch immerzu messerscharfe Sound-Fragmente des bevorstehenden Klimax aus. Bald schon sollen sie zu einem stets sphärischen, doch fordernden Surren im Loop ansteigen, bevor der nur kurz andauernde Frieden urplötzlich unter dem harschen Kontrast eines gestrengen, EBM-esquen Beats verstummt. Der drückende Bass pocht erbarmungslos, dazwischen flackern jetzt scharfe Industrial-Spitzen auf, um dann schließlich im vorgelegten Rhythmus loszumarschieren. „Stehen wir am Anfang des Endes oder ist es längst da? Haben wir an allem vorbei gelebt, erliegen wir unserer Qual?“, fragt Sänger Chris L. mit gewohnt stark verzerrter Stimme zynisch keifend oder im Folgenden auch „Wo sind wir hin? Wohin hat es uns geführt? Ist das letzte Wort schon gesagt? Ist da nichts, was uns berührt? Haben wir Menschlichkeit verlernt? Das Zusammen nie gelebt? Haben wir den Weg verloren!?“. Wir sind längst schon gegen jede Schreckensmeldung abgestumpft, haben uns unserer monotonen Scheuklappen-Routine ergeben. Haben wir alles verspielt und werden bald „verbannte Asche“ sein, ohne

ohne jemals richtig gelebt zu haben. Wir fürchten das Böse, obwohl es in uns wohnt. Hat die Menschheit noch immer nicht aus ihren Fehlern gelernt? Sind nicht wir selbst oft genug die Wurzel allen Übels? „Homo homini lupus“ - „Der Mensch ist des Menschen Wolf“... Und fraglos „Made In Hell“. Nur wenige Sekunden lässt das dichte, treibende Arrangement etwas Luft zum Durchatmen, bäumt sich daraufhin jedoch direkt wieder auf: „Wenn die Glut das Feuer verbrennt und das Licht die Erde berührt, sind wir dem Abgrund so nahe...“. Der anklagende Refrain offenbart die lupenreinen Aggrotech-Wurzeln, gibt sich in den Zwischentönen neben all der Härte und Aggressivität zugleich aber auch nachdenklich und sehr melodiös. Im Anschluss stehen zunächst noch verspielt klingelnde Sounds mit deutlich technoidem Einschlag im steten Konkurrenzkampf mit dem abermals stark drückenden Bass, der das Tempo jetzt schnell um einige Stufen hochschraubt und das Steuer schließlich ganz übernimmt, wenn das synthetische Glockenspiel dem stampfenden Industrial-Gewitter erliegt: Das entgegen seines Titels komplett deutschsprachige, wütend tobende „A Hole“ kommt in gewohnt dreckig-rotziger Mittelfinger-Attitüde eines „Staatsfeind“ oder „Antiheld“ daher und fährt dabei zunehmend das ganze Arsenal an übermächtiger, ohrenbetäubend donnernder Elektronik auf. „Komm, und schau‘ mich an... Das hast du aus mir gemacht! Komm, und schau‘ mich an... Dass ich so scheiße bin, wer hätte das gedacht!?“, poltert L. trotzig in bester Manier zum walzenden Rhythmus und den wild um sich peitschenden Beats, die sich immer weiter aufbäumen und so einen wahren Dancefloor-Filler par excellence kreieren. „Ja, ich bin ein Arschloch! Die Arroganz liegt in meiner Natur. Ja, ich bin ein Arschloch! Ich bin perfekt und du bist nur du...“, heißt es im gnadenlos ballernden Chorus, der nochmals umso mehr kickt. Hellectro, wie er sein sollte! Die erste Single des neuen Albums, „666 Degrees Below“, nimmt sich in dieser Hinsicht etwas mehr zurück und schlägt damit, insbesondere thematisch, wieder eher in die Kerbe des gerade erst verklungenen Openers oder jüngerer, umfassend sozialkritischer Songs der Marke „Weltenschmerz“. Das bedeutet jedoch natürlich nicht, dass man instrumental nichts bieten oder sich brav an die Leine legen lassen würde. Im absoluten Gegenteil: Wie bei überraschend vielen Stücken auf „Revelation Six Six Sick“ brechen „Agonoize“ abermals mit so mancher Tradition, ohne ihre berüchtigten Wurzeln und gewisse, stilistische Trademarks dabei zu vernachlässigen. Nur ist der grundlegende Sound in seiner Gesamtheit nun deutlich Genre-übergreifend und um einiges komplexer angelegt worden, denn die Berliner öffnen die strikten Grenzen des Aggrotech hier maßgeblich für erfrischende Einflüsse und kleine Details. Das alles in einer sehr gut austarierten Dosierung, die gerade deshalb so wirkungsvoll ist, weil ihre einzelnen Komponenten perfekt gesetzt wurden, doch nicht zu sehr mit dem Gewohnten fremdeln. „Wann war all dies geschehen? Wir hatten doch Träume, es sollte nie vergehen. Und wir, wir standen nur da, als man es uns nahm, als all dies geschah. Doch es kam wie es kam, wir wollten ein Gleichgewicht, doch die Veränderung nicht. Und doch, wir haben es geschluckt. Wir wurden hochgesaugt und ausgespuckt!“, reflektiert L. mit einer emotional pendelnden Mischung aus tiefer Resignation und rasender Wut, dann wird er schließlich deutlicher: „Hier, hier ist alles leer. Dort wo wir einst entflammt, dort springt kein Funke mehr.“, singt er und kann sich sicher sein, dass jeder, der auch nur annähernd mit den aktuellen Schicksalen einer zwanghaft komatös brachliegenden Branchenkultur vertraut ist, den Schmerz und die Verzweiflung fühlen kann. Wenn „Mut zur Hoffnungslosigkeit“ wird und nur „stupide diktiert“ wird, wir scheinbar vor dem „Freidenken kapituliert“ haben. „Denn jetzt, jetzt ist alles anders, jetzt ist alles neu, doch bleiben wir dem Wahnsinn treu...“, heißt es da später etwa kritisch oder „Ein Sturm zieht auf, die Hölle gefriert... Welcome to hell! Aus Grau wird Schwarz, der Verstand resigniert, das Chaos beginnt... Welcome to hell!“ im Refrain. Entgegen der bitterböse anprangernden Lyrics setzt man hier verstärkt auf eine dichte Klangkulisse zugunsten von vereinnahmender Atmosphäre, wenn eindringliche Synthies sich mit dem knallenden Beat vereinen. Dennoch verbleibt der betonte Dark-Electro-Track die meiste Zeit im Mid-Tempo, stets grundiert von feinen Details.


Auch die folgende Power-Ballade „L.ove I.s LO.st“ nimmt sich da keineswegs aus, wurde diese doch in ein äußerst ungewöhnliches Gewand gekleidet. Zwar verzichten „Agonoize“ auch hier keinesfalls auf eine tanzbar-energetische Vorlage, reichern den zweisprachigen Song, der mit deutschen Strophen und einem enorm eingängigen Chorus in Englisch daherkommt, jedoch mit dem anrührenden, mystischen Sample einer zart klagenden Frauenstimme, unerwarteten Breaks und hauchdünnen Piano-Tupfern an. Allein durch kleine Kunstgriffe wie diese, lässt man bedeutend viel frischen Wind und ein gesundes Maß an gefühliger Melancholie zu. Abwechslung wird auf „Revelation Six Six Sick“ offensichtlich ganz groß geschrieben - Sehr gut! Dass die berüchtigte Combo aus der Hauptstadt aber mindestens noch eine weitere Seite hat, die in der Tracklist bisher etwas zu kurz kam, weiß jeder Kritiker und Fan nur zu gut. Das bitterböse getextete und herrlich derbe instrumentierte „Komakind“ räumt mit diesem Säumnis wieder rasant auf und feuert dem Hörer sofort wunderbar fiese, technoid zuckende Salven in absoluter Aggrotech-Reinkultur um die Ohren. „Für Elternliebe gab es keinen Platz und so wurde die Flasche zu deinem Mutterersatz. Bei dir daheim säufst du dich komatös, weil du noch denkst, dass das deine Probleme löst. Der Alkohol war deine Religion und so führte Sucht zur Prostitution.“, raunt L. mit dunkler Stimme und entführt in soziale Albtraumwelten, deren wahrhaftige Existenz ein mehr als nur ungutes Gefühl hinterlassen. Keine Perspektive, kein Ausweg. Wachkoma auf Zeit, der sichere wie gleichermaßen leichte „Tod im Plattenbaubezirk“. Der stampfend verquere Bass gräbt sich zusammen mit den kaputten Zeilen über gestörte Familienverhältnisse, schweren Alkoholmissbrauch und seine fatalen Folgen sofort brutal in die tiefe Magengrube und prügelt dort bis zum Ende haltlos weiter. „Drei Pullen Schnaps und zehn Liter Bier. Der schleichende Tod in deinem Revier. Hast nie gelernt, wo deine Grenzen sind... Der Tod steht dir gut, Komakind!“, zischt die verzerrte Stimme des Sängers schonungslos und findet deutliche, unverblümte Worte für das, was zwar oft versteckt, aber nicht einmal annähernd schöngeredet werden kann. Trotz oder gerade wegen der unbequemen Thematik, sind die überdeutlich anvisierten Ziele ganz klar die dunklen Tanzflächen, wie der schonungslos harsche Düster-Electro in bester Tradition eines „Vollrauschfetischist“, zu welchem hier überdies glatt eine geistige Fortsetzung vorliegen könnte, beweist. Unwahrscheinlich wäre das nicht, gab es auf dem Vorgänger mit „Homme Fatale“ doch jüngst eine andere, alternative Perspektive zum Club-Klassiker „Femme Fatale“. Auf geheimnisvolles, maschinell verfremdetes Knarzen und Knacken folgen zunächst ein druckvoll pumpender Beat und verheißungsvoll knisternde Synties, welche dann auch in den Strophen immer wieder kurz hindurch schimmern, bevor die lückenlos elektrisierende Catchyness in der Bridge nicht nur an Fahrt aufnimmt, sondern sich vor allem auch im Refrain endgültig entlädt. „MSTSTCK“ ist ohne jeden Zweifel ein weiteres Highlight des neuen Albums und thematisiert das Anziehen und Abstoßen zweier Parts in einer durch und durch toxischen Beziehung, von beidseitig gelebtem Narzissmus und der gefährlichen Folge-Spirale aus Hassliebe und Verzicht bis hin zur Selbstaufgabe. Chris L. nimmt wie gewöhnlich keinerlei Blatt vor den Mund, findet klare und überdeutliche Worte, um über tief verletzte Emotionen, das gebrochene Ich und aus Enttäuschung resultierende Kettenreaktion zu singen. Besonders gefällt hier das ungemein breitgefächerte Arrangement, das eine gewisse Epik nicht verleugnen kann und mit einem überraschend epochalen Aufbau aus choralen Einschüben und einem grandiosen Klimax im besten Future-Pop-Stil zu gefallen weiß. Die zweite Single, „Angst Ist Macht“, driftet im Anschluss dann wieder ein gutes Stück von der persönlicheren Schlagseite der drei Hauptstädter ab und beruft sich stattdessen erneut auf ein hohes Maß an bissiger Sozial- und Politkritik, für welche „Agonoize“ seit jeher ebenfalls bestens bekannt sind und die angesichts des gegenwärtigen Wahnsinns in aller Welt wohl aktueller nicht sein könnte. „Worte wie Schwerter zerreißen die Luft. Von Schweigen genährt erlieg ich dem Frust. Der Durchblick getrübt, der Scharfsinn blockiert. Schaue ich nur zu, wie mein Geist vegetiert...“, beschreibt L. den gesamtgesellschaftlich komatösen Zustand und das erschreckend wirkungsvolle Schüren von Angst und Massenpanik, welches sich, richtig eingesetzt, nur zu gerne wie ein alles verschlingendes Lauffeuer verbreiten kann. Der powernd pumpende Bass holt den Hörer gleich von Beginn an ab und futuristisch verspielte Sounds mischen sich mit einer elektrisierenden Breitseite in hymnisch aufstrebender Manier, die rasch an die neu erwachte Energie von „Funker Vogt“ erinnert, wenn die Strophen streng voran marschieren und kurz darauf in signifikantem Dancefloor-Electro mit heroischer Note resultieren. „Du hast den Wahnsinn nicht kapiert, hast jede Warnung ignoriert. Gekämpft fürs Leben hast du nicht, jetzt siehst du zu, wie es zerbricht...“, heißt es da aufrüttelnd im Refrain oder auch äußerst treffend „Hätten wir bloß mehr nachgedacht, denn Kunst ist Krieg und Angst ist Macht!“. Word.


Helle Glockenschläge und sakrale Gesänge aus dunkel nachhallenden Männerstimmen, sowie dem engelsgleichen Kontrasten der femininen Parts, lassen zum giftigen „Heterodoxie“ dann erneut die mystische Atmosphäre der ersten Hälfte von „Revelation Six Six Sick“ aufbranden. Die organisch angelegte Percussion aus mächtig donnernden Trommeln trägt ihren Teil schnell zur bedrohlichen Grundstimmung bei, wird jedoch bald maßgeblich durch den elektronischen Beat dominiert. Dazwischen wüten weiterhin okkulte Chöre, welche nun aber fordernd ansteigen und sich deutlich aggressiver verdichten. Grell flackernde Industrial-Schübe fräsen sich daraufhin in das dichte Gewand irgendwo zwischen Dark Fantasy und drohender Apokalypse, der wütend knurrende Bass drückt derweil unnachgiebig. Lyrisch beackert man dem Titel entsprechend abermals zynisch die liebe Religion und reiht sich damit in die lange Riege aus Songs wie beispielsweise „Rituale Romanum“, „Gottlos“ oder „Glaubenskrieger“ ein. Nichts wirklich Neues im Aggrotech-Sektor, aber dennoch sehr solide Kost, die vor allem instrumental auffällt. Eine technoid verspielte, tänzelnde Melodie leitet danach das großartige „Faux Amis“ ein, dessen eingangs vorgetäuschte Leichtigkeit musikalische Gefahr verheißt und bald schon im stimmungsvollen Wettstreit mit dem Club-affinen, zuckenden Industrial steht, der Tempo und Tanzbarkeit nun abermals etwas hochschraubt und dabei klar den Spirit alter „Agonoize“-Klassiker atmet. „Du kriechst mir in den Arsch, machst dich selbst lächerlich, doch geblendet von Fame erkennst du das nicht. Verzweifelt hast du an ein Wunder geglaubt, hast dich selbst wieder mal deiner Würde beraubt...“, singt L. hier über unerwiderte Gefühle, trügerische Liebe und das Hochstilisieren von Erfolg und stellt dann unmissverständlich klar: „Du bist es einfach nicht, Bitch!“. Die Musik gewordene Abrechnung gipfelt schließlich in einem ungemein gelungenen, eingängigen Chorus voller Kälte und Abgeklärtheit - Top! Mechanisches Fiepen leitet den thematisch und instrumental klassisch gehaltenen Mid-Tempo-Stampfer „Love To Hate“ ein, der von einem sauber strukturierten Beat und dröhnenden Bässen bestimmt wird. Die unter der Oberfläche brodelnde Aggrotech-Note bricht dann im minimalistischen Refrain vollends hervor und pumpt so ordentlich Adrenalin durch die bitterböse aufgeladenen Harmonien. Hektisch flimmernder Dark Electro, dezente EBM-Elemente und darin eingeflochtene Chöre sind danach die düstere Vorlage für den hart kickenden Stil-Mix „SubMissioNary“, der sodann mit einigen schönen Wechseln und vulgären Lyrics über sexuelle Unterwürfigkeit und Dominanz aufwartet. Die unerwarteten Breaks im Tempo sorgen unterdessen für eine stetige Dynamik, die schnell eine erhebliche Sogwirkung entfacht und den Hörer von Beginn an in einen fiebrig treibenden Pool garstiger Elektronik schleudert. Das alles wird im Folgenden wohl einzig noch durch den gnadenlosen Hellektro-Hammer „Dein Gott“ geschlagen, der gleich von Anfang an mit einem einschüchternd stampfenden Rhythmus vorlegt, der im wahrsten Sinne des Worte den Boden beben lässt. Der garstig sägende Aggrotech wird immer wieder von verqueren Sound-Sprengseln angereichert und wenn man gerade erst glaubt, es sei vorbei, setzt der extrem eingängige Final-Part des gewohnt bissigen Querschlägers gegen Götter und Religionen sogar noch erheblich einen drauf - Top! Mit dem energetisch tobenden Industrial-Feger „The Age Of Depression“ geht das Album schließlich so ungemein tanzbar, wie gleichermaßen auch im besten Sinne typisch zu Ende… Wow, was für ein wahnsinniger Höllenritt!


Tracklist:


01. Made In Hell


02.