• Facebook - White Circle
  • Instagram - White Circle
  • YouTube - White Circle

NEUESTE
BEITRÄGE:

  • Christoph Lorenz

ASP - „20.000 Meilen"-Tour - Turbinenhalle 2, Oberhausen - 27.10.2017


Veranstaltungsort:

Stadt: Oberhausen, Deutschland

Location: Turbinenhalle 2

Kapazität: ca. 1.800

Stehplätze: Ja

Sitzplätze: Nein

Homepage: http://www.turbinenhalle.de

Einleitung:

Es ist der 27.10.2017, ein junger Freitagabend. Als ich nach einer angenehm kurzen Fahrt von nur wenigen Minuten schließlich an der Haltestelle Feuerwache aus der örtlichen Straßenbahn aussteige, ist es etwa 18.25 Uhr und damit noch gut eine halbe Stunde bis zum offiziellen Einlass. Damit bin ich leider um einiges später dran, als ich eigentlich sein wollte. Heute ist zudem ein ganz besonderer Tag, denn es ist nicht nur der offizielle Erscheinungstermin des neuen Studioalbums „zutiefst“ und somit nunmehr dritten Teils des aktuell laufenden „Fremder“-Zyklus, sondern gleichzeitig auch Auftakt der großen „20.000 Meilen“-Tournee. Also gleich zwei Premieren in Einem und damit gleich ein doppelter Grund zur Freude. Dass ich mit diesem Empfinden offensichtlich nicht ganz allein dastehe, zeichnete sich bereits einige Tage zuvor ab, als die offiziellen Facebook-Seiten der Band und Venue freudig „Ausverkauft!“ vermeldeten. Sehr schön und gleich noch ein Grund mehr, um pünktlich zu sein. Darüber hinaus ist es meine allererste Zusammenarbeit mit namhaften Szene-Label „Trisol“, die mir Gründer Alex Storm via freundlichem Schriftverkehr dankbarerweise ermöglichte. Zwar hatte ich schon in den vergangenen Jahren immer wieder über die neuesten Werke und Shows aus dem Hause „ASP“ berichtet, doch erst zum Ende diesen Sommers hin den Mut gefunden, im Rahmen eines geplanten Specials für eine professionelle Kooperation anzufragen. Gerade vor dem Hintergrund der langersehnten Weiterführung der packenden Geschichte und der danach angesetzten Pause, wollte ich den Lesern dieses Mal das größtmögliche Gesamtpaket anbieten können. Durch ein vorab gewährtes Pre-Listening, kam ich schon einige Wochen zuvor in den Genuss des neuen Epos und hatte somit den äußerst notwendigen Zeitvorsprung für deine ausführliche Rezension, welche ihr im Übrigen hier finden könnt. Sogar ein ausführliches Interview mit Asp selbst wurde mir trotz der laufenden Vorbereitungen gewährt, was für mich persönlich nicht nur eine große Unterstützung und Wertschätzung meiner Arbeit darstellt, sondern zudem auch einer riesigen Ehre gleichkommt. Wer die gehaltvollen und äußerst interessanten Antworten des schwarzen Schmetterlings einmal unter Augenschein nehmen möchte, bitte hier entlang. All das geht mir nochmals durch den Kopf, als ich die zahlreichen Stufen an der Station hinaufsteige. Erst jetzt bemerke ich im Affekt, wie lange mich die Musik der Frankfurter Institution eigentlich schon durchs Leben begleitet und sinne nach, mein wievieltes Konzert dieser Band das heute Abend schon ist. Während ich gedankenverloren weiter geradeaus über die lange Brücke laufe, werfe ich prüfend einen kurzen Blick zur rechten Seite, um mir Gewissheit darüber zu verschaffen, wie voll die Turbinenhalle 2 heute in etwa werden würde und ob denn schon ein paar Fans ihren Weg auf den Schotterplatz vor ebendiese gefunden haben. Das hätte ich wohl lieber nicht getan, denn schon beim bloßen Anblick der scheinbar endlos langen Schlange, die sich quer über den halben Parkplatz erstreckt, erleide ich innerlich einen halben Nervenzusammenbruch. Panik macht sich breit. Allerdings nicht, weil es ausverkauft ist und demnach so viele Besucher erschienen sind.

Im Gegenteil, das freut mich für die Band wirklich ungemein, die sich diesen Erfolg durch langjährige, harte Arbeit redlich verdient hat. Sondern viel mehr deswegen, weil ich heute Abend die große Ehre habe, für das Konzert akkreditiert worden zu sein. Das bedeutet, dass ich für meine Tätigkeit auf der Gästeliste stehe und über die Show berichten darf. Zudem habe ich die Erlaubnis bekommen, mit den vergleichsweise begrenzten Möglichkeiten meiner Kamera agieren und Bilder während des Konzerts machen zu dürfen. Versteht mich bitte nicht falsch, das ist wirklich toll, aber gerade dann eine umso größere Herausforderung, wenn es die erste Zusammenarbeit ist und einem der jeweilige Künstler darüber hinaus sehr am Herzen liegt. Da möchte man sich natürlich ganz besonders viel Mühe geben. Ich fotografiere während der Konzerte generell eher selten und kümmere mich zumeist mehr um meine Notizen für den jeweiligen Bericht, was gleichsam aber auch bedeutet, dass ich oftmals auf die Foto-Spenden der lieben Kollegen angewiesen bin. Das lasse ich dann lieber die angestammten Profis machen und konzentriere mich lieber auf den ganzen Rest, da die alleinige Arbeit mit der Homepage, allen Artikeln, Mailkontakt und Social Media mich sowieso schon regelmäßig an meine Grenzen bringt. Alles geht eben nicht. Weil ich die erfahrenen Fotografen im Graben nicht unnötig behindern möchte, ist also ein Platz mit guter Sicht auf die gesamte Bühne erforderlich, von welchem aus ich das Erlebnis der anderen Gäste nicht beeinträchtige, gleichzeitig aber ebenfalls nicht gestört werden kann. Das ist seit jeher mein Vorsatz, aber auch gleichzeitig alles andere als leicht zu bewerkstelligen. Insbesondere dann, wenn es eben ausverkauft ist und man aufgrund zeitlicher Engpässe zu den letzten Wartenden gehört, die dann praktisch das nehmen müssen, was sie noch kriegen. Leider klappt es nicht immer, mindestens eine Stunde vor dem offiziellen Einlass da zu sein. Ausreichend Zeit, um verschiedene Plätze auszuprobieren, bleibt dann natürlich nur in den seltensten Fällen. Vor meinem inneren Auge sehe ich schon jetzt meine Felle davonschwimmen und trotz Fotopass einen Bericht ohne Impressionen, als ich auf dem Vorplatz ankomme.

Zu meinem großen Glück hat diese Lokalität gegenüber der ersten Turbinenhalle allerdings einen riesigen Vorteil für die Presse, da durch zwei verschiedene Eingänge ein getrennter Einlass stattfindet. „Entschuldigung, ist das hier der Einlass für die Gästeliste?“, frage ich einen der Securitys vor dem Gebäude, der mich darauf genauso ratlos anschaut, wie ich ihn. „Ja, ist es. Geht gleich los!“, bestätigt eine andere Sicherheitskraft meine Vermutung. Ich bedanke mich freundlich und lehne mich so lange erleichtert an die nebenliegende Wand, bis es los geht. Um 19.00 Uhr öffnen sich dann, wie zuvor versprochen, die Tore und plötzlich geht alles ganz schnell. Ich trete ins helle Foyer und melde mich an der Theke an. „Guten Abend, ich müsste auf der Gästeliste stehen...“, begrüße ich die junge Frau und nenne anschließend meinen vollständigen Namen. Wenn ich bei Veranstaltungen mal auf der Gästeliste stehen sollte, sage ich zunächst vorsichtshalber immer, dass dem eigentlich so sein „müsste“, weil es auch schon einige Male vorgekommen ist, dass jemand vergessen hat, meinen Namen aufzuschreiben und ich dann folglich nirgendwo draufstand. In solchen Momenten komme ich mir dann fälschlicherweise immer wie ein Betrüger vor, der bloß keinen Eintritt bezahlen will. Heute geht zum Glück aber alles glatt. „Ah, der Film- und Foto-Mensch!“, begrüßt mich die Frau sehr freundlich und ich stimme gut gelaunt zu, während ich gleichzeitig leicht irritiert auf den vor ihr liegenden Zettel schiele und darüber nachdenke, warum man ausgerechnet mich schon erwartet hat. Auf diesem sind einige wenige Spalten mit Namen darin zu erkennen, von welchen sie jetzt mit einem Kugelschreiber die eine Tabelle komplett durchstreicht, in der lediglich ein einziger Name stand. Meiner. Jetzt wird mir auch klar, warum man hier extra schon auf mich vorbereitet war und meinen Namen sofort kannte. Das bedeutet offenbar, dass ich heute Abend der einzige Pressevertreter bin und das, obwohl bei den vergangenen Tourneen auch immer zahlreiche, andere Magazine aus dem Ruhrgebiet berichteten. Ich fühle mich sehr geehrt, wenngleich diese Tatsache meine Nervosität auch nicht gerade lindert und beginne mich zu fragen, was man der Band und allen Beteiligten wohl von mir versprochen hat. „Hier, du bekommst noch etwas!“, sagt sie lächelnd und bindet mir ein dunkelgrünes Bändchen um mein linkes Handgelenk. Ich bedanke mich höflich und öffne meine Tasche für die anstehende Kontrolle. „Hast du vielleicht ein Wechsel- oder Weitwinkelobjektiv dabei?“, fragt mich die Kontrolleurin. Ich krame meine kompakte Lumix-Kamera aus den Tiefen hervor und möchte ob dieser Frage am liebsten sofort hysterisch zu lachen anfangen. Oder zu weinen. Oder beides. Da ich das Konzert aber gerne noch erleben möchte, ohne das man mich für verrückt erklärt und einen Krankenwagen ruft, gebe ich mich so gelassen wie möglich und antworte schnell, „Nein, nein. Nur die Kamera hier... Hat aber einen sehr guten Zoom.“, rechtfertige ich mein Mitbringsel bemüht lächelnd, was niemanden zu stören scheint. „Alles klar, dann viel Spaß!“, wünscht sie mir und ich verabschiede mich dankend. Zu meiner Überraschung entdecke ich den Merchandising-Stand dieses Mal direkt inmitten des Foyers, anstatt in der Halle selbst, was zu einem inneren Konflikt mit dem Fan in mir führt. Zu gerne würde ich mich jetzt dort umsehen und meiner alten Tradition frönen, etwas von dort mitzunehmen. Doch riskiere ich damit nicht meine Chance auf einen guten Platz, der heute wichtiger denn je ist? Plötzlich rennt ein übereifriger Besucher aus der Richtung des Eingangs an mir vorbei und stürzt bei seinem Versuch, gleich mehrere Stufen auf einmal zu nehmen, fast genau neben mir. Ich versuche ihm aufzuhelfen, wobei er nur ganz hektisch, „Danke, aber ich muss nach ganz vorne!“ erwidert, sich schnell aufrappelt und nach oben verschwindet. Vielleicht sollte ich jetzt lieber mal ähnlich viel Elan an den Tag legen und so etwas wie „Danke, aber ich muss dringend fotografieren, weil ich sonst ohne Bilder dastehe und das meine letzte Kooperation war!“ sagen, anstatt mit dem Erwerb von weiteren Devotionalien zu liebäugeln. „Vorsicht, Kreuzweg!“.

Ich blicke zur schweren Doppeltür, durch die jetzt in regelmäßigen Abständen immer mehr Gäste strömen. Viel Zeit zum überlegen bleibt mir also nicht mehr. Ich rede mir ein, dass Merchandising ja quasi auch zu einem echten Konzert dazugehört und ich sowieso jedes Mal auch ein paar Zeilen darüber verliere. Im Auftrag des guten Journalismus und völlig selbstlos, hechte ich also auf den Stand zu. Die drei Mitarbeiter dahinter müssen wahrscheinlich denken, dass ich noch nie in meinem Leben einen Fanartikel gesehen habe und am liebsten das ganze Sortiment einpacken würde. Möchte ich auch. Schnell verschaffe ich mir einen Überblick: Der gesamte Stand ist wieder einmal unglaublich detailverliebt und passend zum Thema des neuen Albums dekoriert, wie ich schnell bemerke. Glich der gesamte Merch auf den beiden vergangenen Tourneen noch einer Rezeption, zieren jetzt schwere Fischernetze, Muscheln und Seesterne die Auslagen. Natürlich stilecht in Schwarz gehalten. Und auch dieses Mal gibt es wieder zahlreiche, schöne Sachen zu erstehen. Neben einigen CDs und charmanten Kleinigkeiten, sind gleich vier verschiedene Motive in diversen Schnitten erhältlich: Zwei Stücke werden von den Artworks der beiden Vorab-Singles geziert, auf einem anderen ist das Cover des neuen Albums zu sehen, während auf dem Letztem im Bunde der Schriftzug „zutiefst ASP“ in schwarzem Druck zu lesen ist. Bevor ich auch nur ansatzweise darüber nachdenken kann, was ich alles gebrauchen könnte, zwinge ich mich dazu, nach dem Konzert nochmals vorbeizuschauen und den Einkauf auf das Ende des Abends zu verschieben. Damit niemand annehmen könnte, dass mir die neue Kollektion nicht gefällt, sage ich also, „Ich komme einfach später nochmal wieder.“. Fun Fact: Ich kam später selbstverständlich tatsächlich nochmal wieder. Drei Mal, um genau zu sein. Doch da unzählige Interessierte offenbar genau die gleiche Idee hatten, gab ich schlussendlich auf und dafür wenige Tage nach dem Konzert eine extra große Bestellung im Shop auf. Sollte es euch zufälligerweise ebenso ergangen sein, findet ihr alle erhältlichen Artikel genau hier. Schaut doch mal vorbei, wenn ihr mögt! Nein, das ist kein sogenannter „Affiliate Link“ und ich bekomme auch keinerlei Provision für diese Art der Werbung, doch ich bin absoluter Liebhaber von qualitativ hochwertigem Merch und von all den schönen Artikeln stets begeistert. Gesagt, getan. Jetzt eile auch ich die vielen Stufen ins erste Geschoss hinauf und habe das Glück, mich in dieser Halle bereits bestens auszukennen. Zielstrebig steuere ich auf die Treppe auf der rechten Seite zu und suche mir einen Platz auf dem Balkon gegenüber der Bühne. Direkt vor mir ist sogar eine kleine Ablage, auf welcher ich mein Arbeitsmaterial ausbreiten kann. Sehr schön. Diesen Luxus würde ich mir öfter wünschen. Eine gute Viertelstunde später trifft auch meine Begleitung in der Halle ein und ich winke von oben herab, damit sie mich sieht. Glücklicherweise hat sie sogar schon an die verhassten Wertmarken gedacht, die in beiden Lokalitäten als einzige Währung akzeptiert werden. Ein kühles Pils später, entspanne ich mich allmählich etwas und komme auch innerlich an. Jetzt kann es beginnen...

Gothminister:

Pünktlich um 20.00 Uhr wird es erstmalig dunkel in der restlos ausverkauften Turbinenhalle 2, um die Bühne kurz darauf in blutrotes Licht zu tauchen. Vom mittelgroßen Backdrop im Hintergrund, schaut eine gespenstische Kreuzung aus Skelett und Gargoyle durch ihre glühenden Augenhöhlen im bleichen Totenschädel direkt auf das gespannte Publikum herab. Darüber prangt in leuchtenden Lettern ein nicht zu übersehender Schriftzug, welcher den Support-Act des heutigen Abends verheißungsvoll ankündigt: „Gothminister“. Das 1999 in Norwegen gegründete Projekt, zählt im Bereich des Gothic-Metal zu den bekanntesten Formationen und ist seit Jahren eine feste Institution für alle Liebhaber des Genres. Zunächst entern Schlagzeuger Christian "Dead" Svendsen, wie auch die beiden Gitarristen Ketil "Turbo Natas" Eggum und Glenn "Icarus" Nilsen unter orchestralem Bombast zu dritt die Bretter, doch noch bevor die spektakuläre Horror-Show ihren Anfang nehmen kann, gibt es die ersten Probleme. Schnellen Schrittes eilt sogleich ein Mitglied der örtlichen Technik-Crew herbei, um unter humorigen „Zugabe“-Rufen seitens der Gäste einige Feinjustierungen an den Verstärkern vorzunehmen. Bereits nach wenigen Sekunden ist das Problem auch schon behoben und die schwarze Messe kann endlich beginnen. Zu den Klängen des wuchtigen Openers „Ich Will Alles“, tritt auch Mastermind Bjørn Alexander Brem hinzu und fordert die dichten Reihen sofort auf, die Hände in die Luft zu reißen. Trotz der anfänglichen Schwierigkeiten, zeigt sich Oberhausen vom ersten Song an als durchaus begeisterungsfähig und heißt das Quartett herzlich willkommen. „Dankeschön!“, strahlt Brem ob des warmen Empfangs sichtlich erfreut. Unter dem wilden Zucken greller Stroboskoplichter, stimmt die Band nun das brachiale „Someone Is After Me“ an, in dessen C-Part sich der Frontmann einen erbarmungslosen Kampf mit einem Untoten liefert. Es sind gerade diese kleinen, aber durchaus wirkungsvollen Einlagen, die ein Konzert der erfolgreichen Norweger erst abrunden und den vier Musikern zu ihrem Ruf verhalfen. Und tatsächlich sind im prall gefüllten Innenraum durchaus so einige Fans auszumachen, welche die heutige Gelegenheit genutzt haben, um einen der raren Deutschland-Gigs zu besuchen, waren der Minister und seine Mannen zuletzt doch eher ausschließlich auf den hiesigen Festivals zugegen. Doch auch mit den übrigen Zuschauern soll das düstere Gespann fortan leichtes Spiel haben, wie vom starken Jubel abzuleiten ist. Erst jüngst veröffentlichte man mit „The Other Side“ das nunmehr sechste Album der eigenen Diskographie, was es jetzt natürlich zu feiern galt. Mit der aktuellen Single „Der Fliegende Mann“ bestreitet der nordeuropäische Export das weitere Programm, bevor es danach wieder einen echten Klassiker zu hören gibt. Zur epischen Düster-Hymne „Liar“ steigt der Bandkopf, einem schaurigen Zeremonienmeister gleich, hinter seine Kanzel und predigt die einzelnen Zeilen im gleißenden Lichterschein aus mehreren Metern Höhe. Beim druckvollen „Stonehenge“ wiegt der Sänger dann ein Werwolfsjunges in seinen Armen, bevor man mit „From Dusk Till Dawn“ die Zeit der Blutsauger heraufbeschwört. Ein metallisches Riff kündigt „Monsters“ an und mit elektrisierenden Industrial-Beats bietet man der Dunkelheit zu „The Sun“ mit feinstem Crossover die Stirn. Das übermächtige „Utopia“ verheißt Brem, welcher neben der Musikkarriere in seiner Heimat als Anwalt tätig ist, wieder vom hohen Podest aus, ehe er sich wieder dem Publikum zuwendet. „Vielen Dank! Seid ihr bereit für den letzten Song?“, fragt er dankbar. Und ja, Oberhausen ist mehr als bereit! Geisterhafte Kinderchöre sorgen für einen wohligen Schauer, kurz darauf brechen die Gitarren wieder los und walzen zum abschließenden „We Are The Ones Who Rules The World“ alles nieder. Nach rund vierzig Minuten verabschieden sich „Gothminister“ unter frenetischem Applaus und lassen eine bestens angeheizte Menge für den schwarzen Schmetterling zurück.

Als die Lichter in der Halle wieder angehen, macht sich geschäftiges Treiben vor und insbesondere auf der Bühne breit. Während zahlreiche Crew-Mitglieder nun alle Hände voll damit zu tun haben, den Ort des baldigen Geschehens für den sehnlichst erwarteten Hauptact vorzubereiten, schwärmen die Besucher derweil aus, um nochmal am Merchandising-Stand im Foyer vorbeizuschauen oder sich